Businessplan Handwerk

Dein Businessplan fürs Handwerk einfach und sicher selbst erstellen, sodass du als Gründer durchstarten oder als Unternehmer Vorhaben konkretisieren kannst. Wir erklären dir Schritt für Schritt welche Voraussetzungen die Inhalte des Businessplans für ein Handwerkunternehmen haben sollten und was du bei der Erstellung sonst noch beachten musst.

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Warum brauche ich für die Gründung meines Handwerkbetriebes einen Businessplan?

Ein Businessplan ist ein Strategiekonzept, das du im Vorfeld deiner Gründung erstellst. Darin werden die elementaren Fragen zu deinem künftigen Handwerksunternehmen beantwortet. Businessplan Muster für Handwerker helfen dir dabei, nichts in dieser Niederschrift zu vergessen.

Begonnen mit der Geschäftsidee, über Kudengewinnung und Vermarktung bis hin zur Planung der Finanzierung (z.B. zur Anschaffung der Erstausstattung an Werkzeugen und Materialien) werden alle Punkte näher beleuchtet.

Es ist immer ratsam einen Businessplan vor allem auch für dich selbst zu schreiben. Dieses Unternehmenskonzept ist dein Fahrplan für die Gründungsphase und die darauffolgenden Monate und Jahre. So stellst du sicher, dass du auf dem richtigen Weg bleibst und alle deine Pläne zeitgemäß in die Tat umsetzen kannst.

Parallel wird der Businessplan oft von öffentlichen Stellen oder Geldgebern angefordert. Deinen Geschäftsplan musst du dann dort vorlegen, wenn du eine Finanzierung, Fördermittel oder Zuschüsse beantragen möchtest.

Beispiel für den Aufbau eines Businessplans für Handwerker

Allgemeine Businessplan Muster gibt es viele. Als Handwerker musst du darauf achten, alle notwendigen Anforderungen an den Businessplan zu erfüllen. Gleichzeitig gibt es einige spezielle Gründungsvoraussetzungen im Handwerk, auf die wir ebenfalls im Folgenden eingehen möchten.

Folgende Bestandteile sollte dein Businessplan immer enthalten:

Hier werden die wichtigsten Erkenntnisse aus deinem individuellen Businessplan zusammengefasst. Dabei werden alle Informationen zu dir als Gründungsperson und deiner Geschäftsidee zusammengetragen. Es bietet sich an, diesen Abschnitt als letztes auszuformulieren. Dadurch ist ein fließender Übergang zum restlichen Teil des Geschäftsplans leichter zu gestalten.

Neben den Anforderungen der Handwerkskammer, die zur Gründung eines Handwerksbetriebes in deinem Gewerk ggf. zu beachten sind, sollten du in diesem Abschnitt erläutern, warum genau du diese Geschäftsidee erfolgreich umsetzen kannst.

Vor allem wenn der Businessplan für Finanzierungen etc. vorgelegt wird, ist es wichtig, dass nicht nur deine Idee, sondern auch du als Gründer überzeugst.

Gehe in diesem Punkt deines Unternehmenskonzeptes auf deine Stärken und auch auf deine Schwächen ein. Neben den nötigen formalen Anforderungen, wie der mögliche Meistertitel als Voraussetzung für deine Geschäftstätigkeit, solltest du hier weitere Fähigkeiten hervorheben. Als Unternehmer wirst du zukünftig nicht nur mit handwerklichen Leistungen glänzen müssen. Auch unternehmerische Entscheidungen, Mitarbeiterführung und organisatorische Fragen wie der Jahresabschluss werden dich künftig fordern.

Beschreibe hier detailliert, welche Fähigkeiten du mitbringen musst, um all diese Aufgaben zu meistern. Vergesse nicht, eventuell absolvierte oder künftige Weiterbildungen in diesem Bereich zu erwähnen.

Gerade im Handwerksbereich sind die Geschäftsideen und die dadurch möglichen angebotenen Dienstleistungen besonders vielfältig. Planst du eine Existenzgründung im Baugewerbe? Brauchst du einen Businessplan als Friseurmeisterin oder einen Businessplan als Kosmetikstudio und möchtest endlich mit deinem eigenen Salon durchstarten? Oder willst du mit einem Businessplan für die Gastronomie deinen Traum eines eigenen Restaurants erfüllen? 

Gehe hier möglichst detailliert auf deine Idee und deine Leistungen ein:

  • Wie planst du, dich von anderen Handwerkern abzuheben?
  • Welche Alleinstellungsmerkmale hast du? Als Möbelbauer kannst du hier z.B. hervorheben, dass du dich auf besonders vielfältig einsetzbare Sitzgelegenheiten spezialisierst. Vielleicht planst du aber auch eine Existenzgründung im Garten- und Landschaftsbau und hast vor, der Fachmann für englische Gärten zu werden?

Egal welche Idee du hast – versuche deine Leidenschaft für das Thema möglichst gut auszuformulieren. Wichtig ist außerdem, hier auf deine Pläne über die Existenzgründung hinaus einzugehen. Beschreibe deine Vision für das Unternehmen. Welche Pläne hast du für die nächsten 5 Jahre gemacht?

Als selbständiger Handwerker solltest du ganz genau wissen, für wen du deine Produkte herstellst. Somit ist dieser Abschnitt deines Businessplans ganz deinen zukünftigen Kunden gewidmet.

Alter, Geschlecht, Region, Beruf, Einkommen, etc. solltest du mit deinen Produkten abstimmen. Wer kommt für was in Frage und wie müssen entsprechend deine Produkte spezifiziert sein.

Die Frage nach deiner Zielgruppe ist auch die Grundlage für den noch folgenden Abschnitt über dein Marketing.

Konkurrenz ist also sowohl im Wettbewerb um Auftraggeber, als auch im Wettbewerb um Fachkräfte, also potentielle Mitarbeiter vorhanden.

Erstelle hier in deinem Handwerks-Businessplan eine genaue Analyse der Wettbewerbssituation in deinem Einzugsgebiet:

  • Welche Wettbewerber gibt es? Hier können Handwerksportale, Branchenbücher und Google-Suchen helfen.
  • Wie groß ist der Preisdruck in der von dir gewählten Sparte?
  • Ist unter der gegebenen Marktsituation eine ausreichende Verdienstmöglichkeit mit deinem Handwerksbetrieb gegeben?

Auch im Punkt "Markt und Wettbewerb" muss noch einmal darauf eingegangen werden, welche Fähigkeiten du als Gründer mitbringen musst, um neben der Konkurrenz zu bestehen und welche Punkte deine Idee für eine Existenzgründung im Handwerk besonders auszeichnen.

Dieser Bereich ist besonders wichtig, da hier erläutert wird, wie du mit deinen Handwerksleistungen neue Kunden und Auftraggeber gewinnen willst.

Dabei muss immer auch deine spezifizierte Zielgruppe im Mittelpunkt stehen. Was kennen deine potentiellen Kunden von den Mitbewerbern? Wie willst du dich abheben und deine Kunden erreichen? Welche gesellschaftlichen Trends wie Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und faire Lieferketten spielen dir dabei in die Karten?

Diese Überlegungen starten mit einfachen Fragen wie der Name deines Handwerksbetriebs und die Bezeichnung und der Umfang der durch dich angebotenen Leistungen. Geht dein Service über das Übliche hinaus, solltest du Wege finden, dies deinen Kunden zu vermitteln. Wie planst du die Preise für deine Handwerksleistungen oder Produkte zu gestalten?

Beschreibe auch, wie du Kunden gewinnen willst, was es bedarf um zufriedene Kunden zu haben und wie du planst von zufriedenen Kunden Folgeaufträge und Weiterempfehlungen zu erhalten.

Unternehmerische Risiken, gesetzliche Anforderungen, Wachstumsmöglichkeiten haben einen grossen Einfluss auf die Struktur deines Handwerkunternehmens. Entsprechend gilt es die Rechtsform für dein Unternehmen zu wählen oder die Einstellung von Mitarbeitern zu planen und die Geschäftsbereiche zu strukturieren.

In dem Abschnitt deines Businessplans solltest du folgende Punkte beachten:

  • Haftung / Risikoverteilung
  • Geschäftsführung
  • Gewinn- und Verlustverteilung
  • Eigen- / Fremdfinanzierung
  • Überschaubarkeit und Handhabung
  • Kosten
  • Nachfolgeregelung
  • Steuerliche Gesichtspunkte
  • Handwerksrechtliche Voraussetzungen
  • Expansionsbestrebungen; Ausbildungsbetrieb
  • bei der Agentur für Arbeit muss eine Betriebsnummer beantragt werden
  • Prüfung, welche Versicherungen und Mitgliedschaften in Berufsgenossenschaften mit der Anstellung von Mitarbeitern notwendig werden können

Die SWOT-Analyse steht abkürzend für die Auswertungen der Stärken (strenghts), Schwächen (weaknesses), Chancen (opportunities) und Risiken (risks) deines künftigen Unternehmens.

Zeige auf, wie du mit Hilfe deiner Stärken die Risiken mildern und die Chancen optimal nutzen kannst.

Auch auf deine Schwächen solltest und darfst du eingehen. So du herausarbeiten, an welchen Stellen du ggf. durch Weiterbildung Verbesserungen eigenmotiviert anstrebst.

Neben den strategischen Überlegungen, die zu Beginn eines Businessplans im Handwerk ausformulierst, ist dem Finanzplan, auch Zahlenteil des Businessplans ebenso viel Bedeutung zu schenken.

Hier sollten du die finanzielle Zukunft deines Handwerksbetriebes vorausplanen. Wichtig ist es vor allem den Kapitalbedarf möglichst detailliert einschätzen zu können. Es muss auch eingeplant werden, dass erst einmal ein gewisser Vorlauf finanziell überbrückt werden muss, bevor die Zahlung der Kunden eintritt. In der Zeit muss das Finanzpolster ausreichen, die laufenden Kosten der Lebenshaltung, wie Miete, Essen etc. zu decken, Material einzukaufen und in Werkzeuge oder Mitarbeiter zu investieren.

Im Finanzplan sollte auch deutlich werden, wie mit Zahlungsausfällen umgegangen werden kann.

Folgende Kosten solltest du bei einer Existenzgründung einplanen:

  • Gewerbeanmeldung, Genehmigungen
  • Investition in Kfz
  • Erstausstattung der Gewerberäume (z.B. bei Verkaufsräumen oder eines Friseursalons)
  • Werkzeuge
  • Materialien

Folgende laufende Kosten im Handwerk gibt es zu beachten:

  • Miete (z.B. einer Werkstatt, Garagen oder Lagerräume)
  • Betrieb des Kfz
  • Versicherungen und Beiträge (für Unternehmer selbst und Mitarbeiter)
  • Arbeitsmaterialien
  • Reparaturen und Instandhaltung von Werkzeugen
  • Steuerberatungskosten

All diese fixen und variablen Kosten müssen auch bei der Preiskalkulation mit bedacht werden. Prüfe unbedingt an dieser Stelle, ob du Fördermittel oder Zuschüsse für den Start in deine Selbstständigkeit beantragen kannst.

Bei der Gründung eines Betriebs im Handwerk wird zwischen zulassungspflichtigen Handwerken, zulassungsfreien Handwerken und handwerksähnlichen Gewerben unterschieden. Entsprechend unterscheiden sich auch die Gründungsvoraussetzungen.

Zu den zulassungspflichtigen Handwerken zählen diverse Gewerbe, wie z.B. Maurer, Maler und Lackierer, Dachdecker, Tischler, Elektrotechniker, Bäcker oder Friseure.

Für diese Gewerbe muss eine Eintragung in die Handwerksrolle vorgenommen werden. Diese kann dann erfolgen, wenn der Betriebsleiter (in der Regel bist du das als Gründer) die notwendigen Qualifikationsanforderungen erfüllt. In vielen Handwerksgewerben ist als Nachweis der Qualifikation ein Meisterbrief notwendig. 

Für zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerbe sind keine Qualifikationsnachweise nötig, um einen eigenen Betrieb zu gründen. Als Qualitätssiegel der eigenen Leistungen können diese aber bei vielen Gewerben dennoch erworben werden.

Zu den zulassungsfreien Handwerken zählen etwa Bautenschützer, Uhrmacher, Goldschmiede oder Textilgestalter. Zu den handwerksähnlichen Gewerben werden Rohr- und Kanalreiniger, Bodenleger oder andere gezählt.

Unabhängig von der Art deines Handwerks ist aber grundsätzlich eine Gewerbeanmeldung notwendig.

Zudem ist die Anmeldung bei der Handwerkskammer verpflichtend. Die zulassungspflichtigen Handwerke werden dann in die Handwerksrolle aufgenommen, zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerbe in ein separates Verzeichnis.

Für die Existenzgründung in Handwerk haben wir einen extra Beitrag erstellt. Hier kommst du zu unserem Beitrag: "Alles für deine Existenzgründung im Handwerk"

Das Ausformulieren eines Businessplans fällt vielen Existenzgründern aber auch erfahrenen Unternehmern trotz Businessplan Beispielen schwer, ist mühsam und zeitaufwändig. 

Mit unserem Businessplan Tool kannst du diesen Prozess abkürzen. Dabei erhältst du einfach und kostenfrei deinen individuellen Businessplan und wirst Schritt für Schritt durch alle Abschnitte geführt. Mit unserem erfahrenen Textaubau und deinen Angaben erhältst du am Ende ein 10-seitiges Dokument, welches du vollformatiert als PDF downloaden und ausdrucken kannst.

Diesen Businessplan kannst du für dich, aber auch für etwa die Förderprogramme der Agentur für Arbeit verwenden.

Businessplan kostenfrei erstellen

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Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat die letzten 20 Jahre erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung von Gründern und Unternehmer aufgebaut. Damals wie heute adressiert er gemeinsam mit seinem Team Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern. Daraus entstanden ist auch unternehmenswelt.de, die mittlerweile größte Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern.

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