Titelbild ct

Businessplan für die Gastronomie

Egal ob Sie mit einem Food Truck, Ausflugslokal, Restaurant oder Café durchstarten möchten - Mithilfe Ihres Geschäftsplans sind Sie perfekt gerüstet für die Anlaufphase Ihrer Existenzgründung. Wir zeigen Ihnen was Sie bei der Erstellung Ihres Businessplans für die Gastronomie beachten müssen.

Businessplan kostenfrei erstellen

Gastronomie ist harte Arbeit, egal ob Sie ein Restaurant, Café, Imbiss oder Food Truck eröffnen wollen. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren und Vorschriften, die zu beachten sind. Auch die Arbeitsabläufe können je nach dem Gastro-Konzept, für das Sie sich entscheiden, variieren.

Umso wichtiger, dass Sie sich schon vor der Gründung mit allen relevanten Punkten beschäftigen und nicht später überrascht werden.

Dabei kann Ihnen für Ihr Gastronomie-Konzept ein Businessplan entscheidend helfen. Er dient als komplette Zusammenfassung Ihrer Geschäftsidee und der Planung ab Restaurant- oder Imbisseröffnung bis hin zu den Hürden in den ersten Geschäftsjahren.

Nach Abschluss der Erarbeitung Ihres Businessplans haben Sie nicht nur eine gute Arbeitsgrundlage und Richtlinie für die nächste Zeit, sondern können Ihn auch problemlos externen Parteien vorlegen.

Ein Businessplan für Ihre Gastronomie kann z.B. hilfreich sein:

  • zur Beantragung von Finanzierungen oder Fördermitteln bei Banken,
  • bei Kooperationen oder Krediten durch Getränke- oder Brauereipartnerschaften,
  • zur Beantragung des Gründungszuschusses bei der Arbeitsagentur,
  • bei Übernahme eines bestehenden Restaurants oder Cafés

Ein Businessplan hat diverse formelle und inhaltliche Anforderungen, die unabhängig davon gelten, ob Sie ein Café, ein Restaurant, einen Imbiss oder einen Food Truck eröffnen möchten. Ein Businessplan Muster kann helfen, die wichtigsten Bestandteile kennenzulernen und auf das eigene Gründungsprojekt zu adaptieren. 

Die wichtigsten Bestandteile eines Businesplans in der Gastronomie sind:

  1. Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte des Businessplans
  2. Geschäftsidee
  3. Gründerprofil
  4. Markt und Wettbewerb 
  5. Marketing und Vertrieb
  6. Unternehmensorganisation
  7. SWOT-Analyse
  8. Finanzierung

Der erste Part des Businessplans dient als Zusammenfassung aller wichtigen Informationen rund um Sie als Gründer oder Gründerin und Ihre gastronomische Geschäftsidee. Am besten heben Sie sich den Part beim Schreiben bis zum Schluss auf und achten sehr darauf, die Zusammenfassung kurz, prägnant und überzeugend zu formulieren.

Gerade in der Gastronomie gibt es einige behördliche Voraussetzungen, die bei der Planung zu beachten sind. Mehr dazu finden Sie weiter unten in unserem Exkurs. Die Erfüllung dieser Anforderungen sollte aber für Sie nur die Basis sein. Wichtig ist es, dass Sie potentielle Leser Ihres Businessplans an dieser Stelle von sich als Gründerperson überzeugen. Zeigen Sie klar auf, welche Stärken Sie mitbringen, um den stressigen Alltag als Gastronom meistern zu können. Verschweigen Sie an dieser Stelle aber auch nicht die Punkte, an denen Sie noch Nachholbedarf für sich sehen. Erläutern Sie ganz konkret, wie Sie eventuell vorhandene Wissens- oder Erfahrungslücken durch Weiterbildungen etc. ausgleichen werden.

Für Existenzgründer im Gastrobereich gilt das Gaststättengesetz. Eine Konzession (Gaststättenerlaubnis) ist zwingend erforderlich für die Eröffnung eines Restaurants. Im Allgemeinen ist sie immer dann notwendig, wenn Alkohol ausgeschenkt und Essen zubereitet und am gleichen Ort verzehrt wird. Erst wenn die Konzession ausgestellt wurde, kann ein Gewerbe angemeldet werden.

Voraussetzungen für die Konzession, welche beim zuständigen Ordnungsamt beantragt werden kann, sind:

  • Persönliche Zuverlässigkeit (nachgewiesen durch polizeiliches Führungszeugnis, Auszug aus Gewerbezentralregister und Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt)
  • Sachliche und Fachliche Eignung (Unterrichtsnachweis über hygienische Vorschriften durch die IHK, bei Ausschank von Alkohol Nachweis von Fachwissen besonders bezüglich Jugendschutzgesetz)
  • Nachweise über die räumliche Eignung als Restaurant (hinsichtlich Größenanforderung, sanitären Standards, Sicherheitsaspekte, z.B. Fluchtwege)

In diesem Kapitel wird Ihre zentrale Idee beleuchtet. Beschreiben Sie Ihr Gastro-Konzept hier im Detail. Wollen Sie ein Restaurant eröffnen oder mit einem Food Truck von Festival zu Festival reisen?

Im Zentrum Ihrer weiteren Überlegungen sollte immer Ihre Zielgruppe stehen. Soll ein Ausflugsrestaurant für Familien entstehen oder eine schicke Bar im Stadtzentrum für Afterwork Events? Diese Überlegungen sind entscheidend für zahlreiche weitere Geschäftsentscheidungen wie die Ausstattung und Einrichtung Ihres Restaurants, der Speisekarte und der Zusatzangebote für Ihre Gäste.

Beschreiben Sie hier auch genau, welche Speisen Sie anbieten werden. Regionale Küche mit regionalen Lieferanten? Mediterrane Speisen? Ausschließlich Snacks als Ergänzung zur breiten Cocktailauswahl in Ihrer Bar?

Schreiben Sie hier auch ganz konkret, was Sie vom Wettbewerb abheben soll und welche Vision Sie für Ihr Lokal in den nächsten 3-5 Jahren haben.

Der Markt des Gaststättengewerbes ist riesig. Laut den Berechnungen des DEHOGA Bundesverbandes lag der Jahresumsatz im Gaststättengewerbe in 2016 bei rund 46 Milliarden Euro und im Bereich der Caterer bei rund 9 Milliarden Euro. Rund 165.000 Gaststätten gibt es aktuell in Deutschland.

Umso wichtiger ist es, sich mit seinem geplanten Standort und dem dort vorhandenen Wettbewerb im Detail zu befassen. Erläutern Sie hier präzise, welche Gastronomiekonzepte im Umfeld vorhanden sind und wie Sie planen, sich abzuheben und relevante Gewinne zu erzielen.

Dieser Part ist einer der wichtigsten des Businessplans. Hier geht es nun konkret darum, wie Sie planen, Gäste zu gewinnen. Planen Sie mit viel Laufkundschaft? Gibt es Kooperationen, die Sie eingehen können? Welche Werbeformen bieten sich für Ihr Restaurant oder Ihren Imbiss an?

Beachten Sie in Ihrem Marketing Konzept die wichtigsten Faktoren (4 P´s):

  • Produkt (Product)
  • Preis (Price)
  • Standort (Place)
  • Werbung (Promotion)

Bleiben Sie auch hier immer nah an Ihrer Zielgruppe. Erklären Sie, mit welchen Produkten und Angeboten Sie die Zielgruppe überzeugen können, wie die optimale Preisgestaltung aussehen muss, warum Ihr ausgewählter Standort für Ihr Gastronomie-Konzept genau der richtige ist und wie Sie planen, die Zielgruppe durch Werbung auf sich aufmerksam zu machen.

Planen Sie hier voraus, wie Ihr Gastro-Betrieb zukünftig organisiert werden soll. Wie viele Köche und Service-Kräfte werden benötigt? Welche Öffnungszeiten bieten Sie an? Dabei sollten Sie genau bedenken, ob z.B. ein Mittagstisch sinnvoll ist oder Sie Ihr Restaurant erst abends öffnet.

Beschreiben Sie hier auch konkret, wie die Arbeitsabläufe zu Beginn aussehen und ob sie im Verlauf angepasst werden. Vielleicht übernehmen Sie selbst z.B. zu Beginn den Posten eines Restaurantleiters und geben diese Aufgabe dann später ab.

Zur Unternehmensorganisation gehört im Gastronomiebereich auch das Thema Recht. Es gibt zahlreiche Voraussetzungen von Behörden wie dem Gesundheitsamt oder dem Gewerbeaufsichtsamt. Es müssen Vorschriften aus Gaststättenverordnung, Jugendschutzgesetz, zu Preiskennzeichnungen und GEMA sowie Hygienevorschriften erfüllt werden.

Zeigen Sie hier auf, dass Sie sich mit dem Thema im Detail auseinandergesetzt haben, genau wissen, welche rechtlichen Vorschriften auf Sie zukommen und wie Sie planen, diese in Ihrem Gastronomiebetrieb umzusetzen.

In diesem Kapitel legen Sie den Fokus auf die Bewertung der Stärken, Schwächen und Chancen und Risiken Ihres Unternehmens. Zeigen Sie vor allem auch auf, wie Sie mit Hilfe Ihrer Stärken die Risiken mildern und die Chancen optimal nutzen können.

Der Zahlenteil des Businessplans (Finanzplan) ist vor allem für Ihre persönliche finanzielle Planung und bei der Beantragung von Krediten- oder Fördermitteln entscheidend. Darauf basierend wird eingeschätzt, ob ein Unternehmen eine positive Fortführungsprognose erhält.

Prüfen Sie vorab auch, ob ein Bankkredit die einzige Möglichkeit für Sie ist oder ob Sie Kredite/Zuschüsse auch durch Verträge mit Getränkelieferanten oder Brauereien erhalten können. Sie können außerdem prüfen, ob Sie Fördermittel beantragen können. Sie sollten bei der Planung alle relevanten Investitionen und laufenden Kosten bedenken.

Hier einige Beispiele für zu planende Kosten für Gastronomiebetriebe:

  • Ausstattung des Gästebereichs im Restaurant
  • Ausstattung der Theke
  • Kücheneinrichtung
  • Ausstattung für Service (Teller, Besteck, Gläser)
  • Erstellung einer Webseite sowie weitere Marketingmaßnahmen
  • Design eines Logos und der Speisekarten
  • Laufende Kosten durch Wareneinkauf
  • Personalkosten
  • Gebühren für Genehmigungen
  • Ihr eigenes Gehalt und anfallende Kosten wie Kranken- und Pflegeversicherung
  • Versicherungen

Aus den vielen Tipps können Sie sich eine eigene Vorlage für den Businessplan Ihres Gastronomiekonzeptes erstellen. Noch einfacher können Sie das über unser Businessplan Tool umsetzen. Sie erhalten eine kostenfreie sehr individuelle Vorlage, die Sie flexibel bearbeiten und gut formatiert als pdf herunterladen können.

Businessplan kostenfrei erstellen

Businessplan Muster

Muster

Businessplan Muster

Ihr Businessplan legt den Grundstein für eine optimale Vorbereitung auf Ihre Existenzgründung und den Weg als Unternehmer. Viele Gründer gelangen hier bereits an Ihre Grenzen. Was gehört in meinen Businessplan? Was muss ich bei den einzelnen Businessplan Kapiteln beachten? Hier finden Sie alle Antworten.

Businessplan Handwerk

Businessplan Handwerk

Sie wollen endlich durchstarten und sich mit einem Handwerksbetrieb selbstständig machen? Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt welche Voraussetzungen die Inhalte Ihres Businessplans für Ihr Handwerk erfüllen sollten. So sind Sie perfekt gerüstet für Ihre Existenzgründung.

Businessplan Einzelhandel

Businessplan Einzelhandel – Ihre Strategie zur Ladeneröffnung

Sie träumen davon Ihren eigenen Laden zu eröffnen? Egal ob Lebensmittelhandel, Inneneinrichtungsgeschäft, Kiosk oder eine Mode-Boutique – ein guter Businessplan ist auch im Einzelhandel entscheidend. Damit sind Sie perfekt ausgestattet für den Start in Ihre Existenzgründung.

Businessplan Café

Businessplan Café – endlich den Traum vom eigenen Café verwirklichen

Ein gemütliches Café ist für die eigenen Gäste geprägt von gutem Kaffee und leckeren Kuchen und Snacks. Der Weg dahin bedarf vor allem einer guten Planung und meist auch etwas Fremdkapital. Hier bietet sich ein Businessplan an. Wir erklären Schritt für Schritt wie Sie dabei vorgehen können.