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Businessplan Bar

Wachsende Kundenansprüche und agressive Mitbewerber erfordern ein solides Konzept von Barkeepern und Gastronomen, die den Schritt in die Selbständigkeit planen. Wir vermitteln einen Überblick der wichtigsten Inhalte, die dein Businessplan als Gründungsleitfaden enthalten muss.

Businessplan kostenfrei erstellen

Selbständig als Barkeeper oder Barmeister

Dein Businessplan ist das wichtigste Dokument deiner Gründung, das gegenüber Banken, Behörden und Partnern alle wesentlichen Fakten deiner Geschäftsidee kurz und klar auf maximal 10-20 Seiten erläutert. Hier hast du die Möglichkeit die Tragfähigkeit deiner Idee anhand solider Fakten zu demonstrieren. Relevant sind alle Informationen zu deiner persönlichen Qualifikation, zur Markt- und Wettbewerbersituation und der Frage, wie du dein Projekt finanzieren willst. Insbesondere im Zuge der Erteilung einer Gaststättenerlaubnis ist ein vollständiger und schlüssiger Businessplan dein Ausweisdokument vor den behördlichen Entscheidungsträgern.

Mit unserem kostenlosen Businessplan Tool kannst du einen individuellen Businessplan für die Eröffnung deiner Bar erstellen. Im Tool kannst du flexibel alle Anpassungen vornehmen, die du dir wünschst und den Businessplan anschließend perfekt formatiert als pdf downloaden.

Die Zusammenfassung oder das Résumé deines Businessplans sollte kurz und klar deine Geschäftsidee und dich als maßgeblich qualifizierte Gründerpersönlichkeit umreißen. Skizziere das Alleinstellungsmerkmal, besondere Serviceangebot oder einzigartige Produkt, das dich auszeichnet. Lass erkennen, dass du über ein ökonomisch tragfähiges Konzept verfügst. Wichtig ist an dieser Stelle, den jeweils adressierten Leser dazu bewegen zu können, dein Konzept nicht sofort aus der Hand zu legen, sondern idealerweise bis zur Finanzplanung vollständig zu bewerten.

Welche Art Bar oder Lounge willst du eröffnen? Zwar wächst das Gastgewerbe seit Jahren kontinuierlich, doch die große Konkurrenz erfordert einzigartige Konzepte, ein gutes Team und wohl durchdachtes Ambiente, um sich als beliebter Spot etablieren und halten zu können. Skizziere im Punkt "Geschäftsidee" das Alleinstellungsmerkmal deiner geplanten Bar und warum gerade diese ein Erfolg werden wird.

Was zeichnet dich in deiner beruflichen Qualifikation für die angestrebte Selbständigkeit aus? Der Gesetzgeber stellt an Barbetreiber keine expliziten Anforderungen hinsichtlich ihrer Ausbildung.

Eine Ausbildung zum Barkeeper ist denn auch korrekterweise eine Weiterbildung, deren Regelungen hinsichtlich Kursdauer, Voraussetzungen, Teilnahmekosten und Abschluss unter den Anbietern variieren. Die durchschnittliche Dauer beträgt bei Vollzeittätigkeit ca. 1-3 Wochen und in Teilzeit bis zu 3 Monate. Als Anbieter kommen z.B. die Industrie- und Handelskammern in Frage. Je nach Wahl schließt die Weiterbildung mit einer Prüfung ab, infolge derer du dich als  Barkeeper, Barmixer oder geprüfter Barmixer bezeichnen darfst. Absolvierst du die höchste Weiterbildungsstufe, die an privaten Barschulen möglich ist, darfst du dich als Barmeister bezeichnen.

Ein klassischer Werdegang in die Selbständigkeit ist z.B. eine absolviere Ausbildung als Restaurant- oder Hotelfachpersonal mit anschließender Berufstätigkeit von im Schnitt 3-4 Jahren, die dann eine solide Basis ist für die Weiterqualifizierung zum Barkeeper. Wenn du also seit einigen Jahren bereits in der Hotelerie als Demi Chef de Bar oder Chef de Bar tätig warst oder prinzipiell auf eine solide gastronomische Erfahrung zurückgreifen kannst, dann beschreibe alles ausführlich im Punkt "Gründerprofil". 

Außerdem sollten betriebswirtschaftliche Kenntnisse erwähnt bzw. angeeignet werden, um den laufenden Betrieb erfolgreich zu meistern.

Egal ob du eine neue Bar eröffnen oder ein bestehendes Konzept weiterführst, in beiden Fällen ist die Beantragung einer Gaststättenerlaubnis erforderlich. Nur nach erteilter Konzession darfst du den Barbetrieb aufnehmen. Im Fall der Übernahme einer bestehenden Bar kann das Ordnungsamt auf entsprechenden Antrag eine für höchstens drei Monate andauernde vorläufige Konzession erteilen, auch dann, wenn du noch nicht alle erforderlichen Unterlagen dafür vorlegen kannst. Voraussetzung hierfür ist, dass du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine endgültige Gaststättenerlaubnis erhalten wirst. Damit eine Konzession vorläufig erteilt werden kann, darf

  • der Betrieb nicht länger als ein Jahr geschlossen gewesen sein,
  • der Betriebsvorgänger seine Konzession nicht durch einen Widerruf verloren haben sowie
  • muss der Betrieb in Übereinstimmung mit der noch gültigen Gaststättenerlaubnis des Vorgängers weitergeführt werden.

Wird die Gaststättenerlaubnis einer juristischen Person (z.B. GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG) erteilt, müssen die Geschäftsführer an einer Gaststättenunterrichtung teilgenommen haben. Diese Maßnahme gilt nicht, wenn du eine gastronomische Berufsausbildung absolviert hast, die noch nicht allzu fern zurückliegt.

Vorzulegen sind für das Antragsverfahren beim zuständigen Ordnungsamt bzw. Stadtverwaltung:

  • aktuelles polizeiliches Führungszeugnis
  • Gewerbeanmeldung
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister
  • Gesundheitszeugnisse von Geschäftsführern und Angestellten
  • Kopie des Miet- oder Pachtvertrags für das Standort-Objekt
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt

Mit Inkrafttreten der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie darf nur noch der Verwaltungsaufwand der Behörde für die Erteilung einer Gaststättenkonzession in Rechnung gestellt werden. Im Schnitt betragen die Kosten dadurch nicht mehr als 500 EUR.

Bevor du dich für die Übernahme einer bestehenden Bar oder eine Neueröffnung entscheidest, solltest du Markt und Wettbewerbersituation am Standort genau kennen und erläutern, wie du dich hier ergänzend oder als Nischenprodukt platzieren willst. Bevor du deine Bar eröffnen kannst, müssen die ausgesuchten Räumlichkeiten außerdem auf eine für den Barbetrieb konforme Bauweise hin geprüft und genehmigt werden. Ohne das Go der Behörden in diesem Punkt wird dir auch keine Gaststättenkonzession erteilt. Dies gilt auch für die Übernahme einer Bar und hier etwaig geplante Umarbeiten, die in jedem Falle immer mit den Behörden abgesprochen werden sollten, um nicht den Entzug der Konzession zu riskieren.

Bedenke auch vergleichsweise weiche Standortfaktoren wie z.B. die Anwohnersituation. Auf Anfrage erteilen die Ordnungsämter Auskunft über die Häufigkeit von Beschwerden aufgrund von Lärm oder Ruhestörung in gastronomisch geprägten Stadtvierteln. Auch die in den Bundesländern unterschiedlich geltenden Sperrzeiten für Schank- und Speisewirtschaften sowie für öffentliche Vergnügungsstätten (in der Regel zwischen  5:00 und 6:00 Uhr) sind nicht unwesentlich für den Erfolg deiner Bar. Erkundige dich über die an deinem Standort maßgeblichen Richtlinien.

Ein solides Marketingkonzept im Vorfeld deiner geplanten Eröffnung ist ebenfalls Bestandteil deines Businessplans. Mache hier deutlich, welche Kanäle (online und offline) du nutzen willst, um deine Bar oder Lounge bekannt zu machen. Nutze Social Media-Präsenzen (Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn), Google My Business, aber auch Printmedien und hier Stadt- und Szenemagazine.

Gründest du allein, empfiehlt sich aus Haftungsgründen die Wahl einer GmbH (die sogenannte 1-Mann-GmbH) oder einer Unternehmergesellschaft (UG). In beiden Gesellschaftsformen ist die Haftung auf das Firmenvermögen begrenzt. Gründest du im Team, hast du weitere Möglichkeiten, eine passende Rechtsform zu wählen. Denkbar sind  

  • Personengesellschaften wie GbR, OHG, KG sowie
  • Kapitalgesellschaften wie GmbH, Limited, UG oder die AG

Die Eröffnung und der tatsächliche Barbetrieb stehen und fallen außerdem mit Erteilung folgender Genehmigungen

  • Gaststättenkonzession nach §4 Gaststättengesetz
  • sachkundige Abnahme der Räumlichkeiten inklusive der Schankanlage
  • Gewerbeschein

Adressiere im Punkt "Unternehmensorganisation" außerdem den Bereich Personal und mit wie vielen Mitarbeitern du dein Team besetzen willst.

Die SWOT-Analyse soll deutlich machen, dass du Hemmnisse und Treiber deines Geschäftsmodells genau kennst und damit umzugehen weisst. Benenne alle "Strenghts, Weaknesses, Opportunities & Risks", also "Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken" deiner Geschäftsidee.

Um eine Bar behördengerecht auszustatten oder umzubauen, können schnell 6-stellige Beträge fällig werden. Dein Finanzplan gibt dir Gelegenheit, Banken und Finanzierungspartnern eine solide Investitions- und Kostenkalkulation vorzulegen, anhand derer vielfältige Fördermodelle andocken können. Die Klassiker unter der Gründungsfinanzierung sind 

Wenn du in Umsatzplanung und Rentabilitätsvorschau die Kosten und Einnahmen gegenüberstellst, kalkuliere die zahlreichen Betriebskosten ein, die für Barbetreiber im Tagesgeschäft zusätzlich zu Miete, Lohn und Materialeinsatz anfallen. Dazu zählen GEMA Genehmigungen und Gebühren (z.B. Übertragungsrechte bei Sports Bars) und ein umfangreiches Absicherungspaket bestehend aus Betriebshaftpflicht-, Inhalte- und Gewerberechtsschutzversicherung.

Über unser Businessplan Tool kannst du dir kostenlos deine individuelle Businessplan Vorlage erstellen.

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