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Businessplan für Friseure

Sie wollen Ihren Lebenstraum verwirklichen und endlich Ihren eigenen Friseursalon eröffnen, einen bestehenden Salon übernehmen oder als mobiler Friseur Kunden ortsunabhängig glücklich machen? Dann kann für Sie als Friseur oder Friseurin ein Businessplan an vielen Stellen sehr wichtig sein. Erfahren Sie hier, was Sie bei der Erstellung eines Businessplan im Friseurhandwerk beachten sollten.

Businessplan kostenfrei erstellen

Ein Businessplan, oder auch Geschäftsplan genannt, ist eine strukturierte Zusammenfassung Ihrer Geschäftsidee inklusive einer Planung von der Eröffnung Ihres Friseursalons, über die Kundengewinnung in der Anlaufphase und die Finanzplanung für die ersten Geschäftsjahre.

Sehen Sie den Businessplan nicht als lästige Aufgabe an, um Banken oder der Arbeitsagentur einen Gefallen zu tun. Sicherlich müssen Sie Ihren Geschäftsplan dort unter Umständen vorlegen, in erster Linie sollten Sie Ihren Businessplan aber für sich selbst erstellen.

Er unterstützt Sie dabei, Ihre Geschäftsidee aus verschiedenen Blickrichtungen gut zu durchdenken, Chancen und Risiken abzuwägen und kann Fehlentscheidungen vorbeugen.

Möchten Sie zudem Unterstützung für Ihre Gründung beantragen, wird Ihr Businessplan auch hier von Nutzen sein. So kann er u.a. für folgende Zwecke vorgelegt werden:

  • Beantragung von Finanzierungen oder Fördermitteln bei Banken,
  • zur Beantragung des Gründungszuschusses oder des Einstiegsgeldes bei der Arbeitsagentur
  • Konzept für die Übernahme eines bestehenden Friseursalons für den aktuellen Besitzer

Mit unserem kostenlosen Businessplan Tool können Sie einen individuellen Businessplan für Ihren Friseursalon erstellen. Im Tool können Sie flexibel alle Anpassungen vornehmen, die Sie sich wünschen und den Businessplan anschließend perfekt formatiert als pdf downloaden.

Natürlich können Sie auch selbst mit der Erstellung des Businessplans starten. Dabei sind einige inhaltlichen und formalen Vorschriften zu beachten. Im Folgenden finden Sie ein Muster der wichtigsten Bestandteile:

  1. Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte des Businessplans
  2. Geschäftsidee
  3. Gründerprofil
  4. Markt und Wettbewerb im Handwerk
  5. Marketing und Vertrieb
  6. Unternehmensorganisation
  7. SWOT-Analyse
  8. Finanzierung

Die Zusammenfassung ist das Erste was die Leser Ihres Businessplans von Ihnen wahrnehmen. Inhaltlich wird hier eine Zusammenfassung zu Ihrer Person und Ihrer Geschäftsidee als Friseur erwartet. Achten Sie darauf diese Zusammenfassung möglichst kurz und überzeugend zu formulieren. Nutzen Sie Ihre Chance, den Leser zur weiteren Lektüre zu motivieren.

Dieser Punkt ist das Zentrum Ihres Businessplans, auf dem der restliche Teil aufsetzt. Beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell so genau wie möglich. Planen Sie einen festen Standort mit eigenem Friseursalon oder vielleicht sogar mehrere Salons? Sind Sie als mobiler Friseur tätig? Welche Leistungen werden Sie Ihren Kundinnen und Kunden genau anbieten? – Spezialisieren Sie sich z.B. als Herrenfriseur oder bieten Sie die komplette Bandbreite inklusive Colorationen und Haar-Extensions? Werden Ihre Friseurleistungen um Kosmetikangebote ergänzt?

Versuchen Sie in diesem Kapitel zudem klar zu formulieren, was Sie vom Wettbewerb abhebt. Zögern Sie nicht, Ihre Alleinstellungsmerkmale deutlich zu formulieren. Alleinstellungsmerkmale können z.B. besondere Leistungen wie die Verwendung von ökologischen Haarfarben, ein besonderes Ambiente im Salon oder speziell geschulte Mitarbeiter sein.

Das Kapitel zur Geschäftsidee sollte zudem Ihre Ziele für die nächsten 3-5 Jahre enthalten. Planen Sie weitere Salons? Wie werden sich die Leistungen weiterentwickeln?

Hier müssen Sie den Leser von sich als Gründer überzeugen. Ihre Stärken aber auch Schwächen sollten hier zum Ausdruck kommen. Wenn Sie Schwächen erwähnen, sollten Sie konkrete Ideen erwähnen, wie Sie Ihnen begegnen wollen, z.B. durch Weiterbildung.

Die persönliche und fachliche Eignung ist besonders in zulassungspflichtigen Handwerksberufen, wie dem des Friseurs besonders wichtig. Möchten Sie einen eigenen Salon eröffnen und Lehrlinge ausbilden, benötigen Sie grundsätzlich einen Meisterbrief (sogenannte Meisterpflicht).

Ist ein Meisterbrief nicht vorhanden, kann man entweder auf Alternativen zurückgreifen, indem ein Meister als Betriebsleiter eingestellt wird. Die Eröffnung eines Friseursalons ist allerdings auch dann möglich, wenn Sie nach §7 Handwerksordnung (KwO) eine einschlägige Berufserfahrung vorweisen können. Dazu sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Bestandene Gesellenprüfung im Friseurhandwerk
  • Nachweis der Berufserfahrung von mindestens 6 Jahren
  • 4 Jahre müssen davon in leitender Stelle absolviert worden sein (Nachweis z.B. über Arbeitszeugnis)
  • Sie müssen nachweisen, dass Sie sich die handwerklichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse angeeignet haben. (ggf. über Fachlehrgänge bei der Handwerkskammer)

Ein Meisterbrief ist bei einem „Reisegewerbe“, also in Form eines mobilen Friseurgewerbes nicht zwingend notwendig. Allerdings dürfen mobile Friseure und Friseurinnen wiederum in der Theorie keinerlei Werbung machen und wären darauf angewiesen zu Kunden zu fahren und Leistungen anzubieten oder weiterempfohlen zu werden. Dies muss im späteren Punkt des Businessplans unter „Marketing und Vertrieb“ unbedingt beachtet werden.

Eine ausführliche Analyse des Marktes und des Wettbewerbs am geplanten Standort Ihres Friseursalons ist eine sehr wichtige Voraussetzung für die Finanzplanung.

Sie sollten versuchen, Ihre Branche und die Wettbewerber hier mit aktuellen Zahlen möglichst konkret einzuschätzen. So lag z.B. im Jahr 2016 der durchschnittliche Netto-Jahresumsatz von Einzelsalons bei 78.803€. Daneben gibt es weiterhin eine steigende Zahl an Kleinunternehmern mit unter 17.500€ Umsatz pro Jahr. Auch 2017 und 2018 wird sich der Trend zu Minisalons fortsetzen. Auch der Produktivitätsdruck in der Friseurbranche ist anhaltend hoch. Erklären Sie, wie Sie es schaffen können, in dem Umfeld mit Ihrem Salon zu bestehen, zufriedene Kunden zu haben und gleichzeitig relevante Gewinne erzielen.

Vor allem dieser Bereich sollte nicht unterschätzt werden. Wie planen Sie neue Kunden in den Laden zu locken? Welche Aktionen sind für den Start geplant? Über welche Kanäle wollen Sie Werbung machen? Bedenken Sie dabei vor allem die „4 P´s“ im Marketing. Product, Price, Place, Promotion.

Bedenken Sie dabei immer zuerst Ihre Zielgruppe: Wer ist Ihre Zielgruppe? Wie kann die Zielgruppe passend angesprochen werden? Wie soll ihr Friseursalon heißen? Welche Preise ist die Zielgruppe bereit zu zahlen und wie kann Werbung dabei aussehen? Welche Produkte oder kleinen Besonderheiten können Sie im Salon anbieten, um das Interesse der Zielgruppe zu wecken? Was können Sie tun, um aus einem einmaligen Friseurbesuch einen wiederkehrenden Kunden zu machen?

Wenn Sie planen, ein Gewerbe als mobiler Friseur zu gründen, beachten Sie bitte die Einschränkungen hinsichtlich Marketing (erläutert unter Gründerprofil) und gehen Sie im Businessplan an dieser Stelle ausführlich darauf ein, wie Sie planen, Ihre Kunden zu gewinnen.

Hier soll es darum gehen, wie Ihr Unternehmen zukünftig strukturiert sein soll. Werden Sie zunächst alle Aufgaben im Friseursalon allein übernehmen oder planen Sie von Anfang an mit Mitarbeitern? Beschreiben Sie konkret, wie Sie sich die Abläufe und die Aufgabenteilung unter den Friseuren und Friseurinnen vorstellen.

In diesem Kapitel legen Sie den Fokus auf die Bewertung der Stärken, Schwächen und Chancen und Risiken Ihres Unternehmens. Zeigen Sie vor allem auch auf, wie Sie mit Hilfe Ihrer Stärken die Risiken mildern und die Chancen optimal nutzen können.

Der Zahlenteil des Businessplans (Finanzplan) ist, neben der Geschäftsidee, einer der wichtigsten Teile. Hier wird die finanzielle Zukunft Ihres Friseur Business vorausgeplant. Dabei sollten alle relevanten Investitionen und die laufenden Kosten bedacht werden. Hier einige Beispiele für zu planende Kosten:

  • Ausstattung des Salons (von den Friseurstühlen und Scheren, über Tresen bis hin zum Pausenraum)
  • Erstellung einer Webseite und andere Werbeaktionen zum Start
  • Laufende Kosten für Werbemaßnahmen
  • Kosten für Rechts- und Steuerberatung
  • Gewerbeanmeldung
  • Personalkosten
  • Ihr eigenes Gehalt und anfallende Kosten wie Kranken- und Pflegeversicherung
  • Kosten für Verbrauchsmaterialien (Colorationen, Pflegeprodukte etc.)

Über unser Businessplan Tool können Sie sich kostenlos Ihre individuelle Businessplan Vorlage erstellen.

Es bietet sich zudem an, gemeinsam mit einem Gründungsberater den Plan durchzusprechen.

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