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Kleinkredit

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Ein Kredit bezeichnet die Anleihe von Geld auf Zeit, das mit entsprechendem Zinssatz, je nach Vertrag und Rückzahlungsvereinbarung, zurückbezahlt wird. Bei einem sogenannten Kleinkredit liegt die Kreditsumme des Darlehens in der Regel zwischen 1.000 und 10.000 Euro. Häufig ist diese Finanzierungsform mit einer kurzen Laufzeit sowie einem geringen Zinssatz verbunden. In erster Linie werden Kleinkredite für spontane und kurzfristige Ausgaben verwendet.

Die meisten Existenzgründer haben nicht ausreichend Kapital zur Verfügung, um den Betrieb des Geschäftes sofort aufzunehmen. Die Aufnahme eines Kredits ist häufig die einzige Lösung; der Kleinkredit bietet sich aufgrund der kurzen Laufzeit sowie des niedrigen Zinssatzes besonders an. Viele Kreditinstitute haben allerdings kein Interesse an Kleinkrediten, da einmal der Bearbeitungsaufwand und die Kosten für diese Kleinkredite gemessen am Ertrag relativ hoch sind. Zum anderen ist die Vergabe von Kleinkrediten für Kreditinstitute wenig attraktiv, weil der Ertrag zu niedrig ist, um das Ausfallrisiko zu rechtfertigen.

Da sich der Zugang zu Kapital für Existenzgründer und Kleinstunternehmen schwierig gestaltet, wurde das Deutsche Mikrofinanz Institut gegründet, das verschiedene Mikrofinanzierer zusammenfasst. Die erste Kreditsumme darf nicht mehr als 10.000 Euro umfassen, je nach erfolgreicher Rückzahlung sind allerdings Erhöhungen bis 20.000 Euro möglich. Der Zinssatz aus den Mikrofinanzfonds beträgt 8,9 % p.a. (effektiv) und wird fest für die gesamte Laufzeit vereinbart. Die Laufzeiten betragen beispielsweise für Auftragsfinanzierungen nur wenige Monate und für Investitions-Finanzierungen mehrere Jahre. Mittel aus dem Mikrokreditfonds können mit anderen Förderinstrumenten, wie etwa dem Gründungszuschuss, kombiniert werden.