Ein Businessplan für die Vorlage bei einer fachkundigen Stelle

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Viele Existenzgründer müssen bei der Beantragung von öffentlichen Fördermitteln mit ihrem Businessplan eine fachkundige Stelle aufsuchen. Gerade bei den Zuschüssen der Agentur für Arbeit wird diese fachkundige Stellungnahme oder auch Tragfähigkeitsbescheinigung oft verlangt. Mit einer fachkundige Stellungnahme soll die Tragfähigkeit der jeweiligen Existenzgründung beurteilt werden.

Üblicherweise entscheidet die fachkundige Stelle auf Grundlage von Businessplan und dargelegter fachlicher sowie kaufmännischer Eignung, ob es sich um eine tragfähige Existenzgründung handelt. Diese Prüfung seitens der fachkundigen Stelle sollte normalerweise, wenn alle Anforderungen erfüllt sind, innerhalb von maximal 14 Tagen erledigt sein.

Der zeitliche Aufwand sollte dabei nicht unterschätzt werden. Zudem sollte der Existenzgründer oftmals mit einem kleinen Obolus, für die Prüfung seiner Unterlagen durch die fachkundige Stelle, rechnen.

Fachkundige Stellen, die einen Businessplan prüfen, sind normalerweise:

- Unternehmens- und Steuerberater

- Branchenverbände

- Banken

- Existenzgründungseinrichtungen

- Industrie- und Handelskammern

- Handwerkskammern

- Fachverbände

- Wirtschaftsprüfer

- Unternehmensberater

Die Aufgaben der Prüfungsstelle

Bei einer fachkundigen Stellungnahme soll die Prüfungsstelle prüfen, inwieweit der eingereichte Businessplan und die dahinter stehende Geschäftsidee ein tragfähiges Gründungsvorhaben darstellen.

Dabei werden die persönlichen und fachlichen Vorraussetzungen des Businessplanes und insbesondere das Zahlenwerk im Businessplan einer Prüfung unterzogen. Aus diesen Gründen sollte in einem Businessplan für eine fachkundige Stellungnahme besonders auf den Kapitalbedarf, die Kostenstruktur, und die Rentabilität geachtet werden.

Eine fachkundige Stellungnahme ist dabei keineswegs eine Garantie einer erfolgreichen Gründung. Es untersucht vielmehr die Plausibilität des Gründungsvorhaben.

Die Kosten für eine fachkundige Stellungnahme

Die Gebühr, die für eine fachkundige Stellungnahme verlangt wird, variiert je nach bearbeitende Stelle. Im Allgemeinen liegen die Kosten für den Gründer zwischen 30 bis 150 Euro.

Die IHK und die HWK bietet fachkundige Stellungnahmen auch kostenlos an, jedoch sollten Gründer beachten, dass deren Berater keine selbstständigen Unternehmer sind und dadurch keine eigenen Erfahrungen in die Stellungnahme einbringen können. Wichtig ist, dass die bearbeitende Stelle den Qualitätskriterien des Förderprogramms entspricht.

Der Businessplan für eine fachkundige Stellungnahme

Oft wird ein Businessplan erstellt, um eine Bank von der eigenen Geschäftsidee und einer Gewährung entsprechender Kredite zu überzeugen. Ein Businessplan für die Bank unterscheidet sich dabei in einigen Punkten von einem Businessplan für eine fachkundige Stellungnahme.

In einem Businessplan für die fachkundige Stellungnahme muss der Gründer nicht nur auf die businessplantypischen Inhalte achten, sondern im Besonderen noch darstellen, dass

- man genug branchentypische und kaufmännische Erfahrung mitbringt, um die Gründung zu meistern und die eigene Selbstständigkeit damit aufrecht zu erhalten.

- man Objektivität beweist. Insbesondere in der realistischen Einschätzung der eigenen Gewinnmöglichkeiten.

- das aufzubauende Unternehmen nach dem Ablauf des Förderprogramms von alleine tragfähig ist.

Wenn diese Hinweise mit in den Businessplan einfließen, erhöht sich die Chance auf eine erfolgreiche Stellungnahme und damit auch die Chance auf die Bewilligung der Förderung.

Gliederung des Businessplanes

Natürlich sollte der sachdienlich erstellte Businessplan für die fachkundige Stellungnahme auch den allgemeinen Kriteren eines Businessplanes entsprechen. Auch wenn es keine amtlichen Vorgaben für einen Businessplan gibt, hat sich diese Gliederung in der Praxis als förderlich bewiesen:

1) Zusammenfassung – Hier gibt der Gründer eine kurze Zusammenfassung über das Gesamtprojekt der eigenen Gründung. Wichtig ist hier die Kürze: Nicht mehr als eineinhalb Seiten.

2) Leistungsbeschreibung und Alleinstellungsmerkmale – Hier wird das Produkt bzw. die Dienstleistung beschrieben. Dabei ist auf die Besonderheiten (sog. Alleinstellungsmerkmale) zu achten

3) Markt- und Branchenbetrachtung – Hier zeigt der Gründer auf, in welchem Maße er seine Branche verstanden hat und erklärt, wie er seine eigene Firma in diesem Markt positionieren will

4) Marketing und Vertrieb – Natürlich sollten hier entsprechende Werbemaßnahmen beschrieben werden. Wichtig ist aber auch die Zielgruppe und Preisstrategie so exakt wie möglich zu beschreiben.

5) Personal – Wenn geplant wird Personal einzustellen, ist hier der Platz zu beschreiben, welche Voraussetzungen die Angestellten oder freien Mitarbeit haben sollten und in welchen Zeiträumen die Mitarbeitergewinnung geschehen soll.

6) Organisation - Managementstrukturen, Unternehmenssitz, Rechtsform und steuerliche Aspekte sind Inhalt dieses Gliederungspunktes

7) Gründerperson – Ein wichtiger Faktor ist hier die Objektivität, während die eigenen Stärken und Schwächen beschrieben werden.

8) Finanzierung – Jeder Existenzgründung soll in einer aus sich selbst heraus tragenden selbstständigen Beschäftigung münden. Das bedeutet Geld verdienen. Also muss der Gründer hier aufzeigen, wie er diesen wichtigen Teil seiner Geschäftsidee meistern wird.


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