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03.04.2020

Online-Shop-Optimierung in Zeiten einer Krise

E-Commerce-Händler erhalten fünf Tipps vom Google Webmaster für eine Optimierung ihres Online-Shops in Zeiten der Corona-Krise. Die Regeln sind anwendbar für jedes digitale Business. Erfahre hier, wie dir deine Kunden im Sales Funnel gewogen bleiben, auch wenn du deine Produkte und Dienstleistungen nur eingeschränkt oder gar nicht anbieten kannst.

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Sales Funnel Strategien für dein Online-Business

Funktionalität einschränken: Fünf Tipps vom Google Webmaster für effektives Krisenmanagement

Zahlreiche Online-Shops suchen im Zuge der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie nach Möglichkeiten ihre Domains den veränderten Bedingungen anzupassen. Der Google Webmaster gibt dir praktische Tipps, wie dies gelingt, ohne dass das Ranking deiner Seite oder Shop davon beeinflusst wird.

Du hast aktuell logistische Schwierigkeiten und kannst Produkte in deinem Shop nicht anbieten? Dein Unternehmen ruht einstweilen ganz und du bist unsicher, wie du für deine Kunden erreichbar bleiben kannst? Dann sind die Tipps vom Google Webmaster deine praktische Orientierungshilfe für einen krisensicheren Sales Funnel. Orientiere dich dabei an folgenden Leitlinien:

  • Was ist die Grundregel?: Besser Funktionalitäten einschränken, als deine ganze Website offline zu setzen.
  • Was ist das Ziel?:  Mein Online-Business pausieren und gleichzeitig die Auswirkungen in der Google-Suche so gering wie möglich halten. 
  • Welchen Effekt kann ich erzielen?: Nutzer können deine Produkte weiterhin finden, Bewertungen lesen oder Artikel zu ihrer Wunschliste hinzufügen. Wenn du wieder voll geschäftsfähig bist, sind nahtlose Bestell- und Kaufprozesse gewährleistet.

Google gibt dir dabei fünf Methoden mit auf den Weg, wie du einzelne Funktionalitäten einschränken kannst:

  1. Deaktivieren der Warenkorbfunktionalität: Das Deaktivieren der Warenkorbfunktionalität ist der einfachste Ansatz und ändert nichts an der Sichtbarkeit deiner Website in der Suche.
  2. Banner oder Popup anbringen: Informiere deine Kunden über ungewöhnliche Verzögerungen, Versandzeiten, Abhol- oder Lieferoptionen usw. im Voraus. Google empfiehlt z. B. ein Banner oder diverse Popups mit den entsprechenden Informationen für deine Kunden anzubringen. Google empfiehlt außerdem die Verwendung des HTML-Attributs "data-nosnippet". Dadurch verhinderst du, dass der Inhalt des Banners oder Pop-ups in einem Snippet in den Suchergebnissen angezeigt wird. Für die Erstellung eines Banners oder PopUps hat Google grundlegende Richtlinien etabliert. Wichtig ist auch hier: Weniger ist mehr. Dein Banner sollte niemals dominierend sein. Deine Inhalte auf Landing- und/oder Produktseiten sollten für den Nutzer immer barrierefrei sein. Nutzerfreundlichkeit ist oberstes Google-Gebot.
  3. Aktualisiere deine strukturierten Daten: Wenn du strukturierte Daten verwendest, um z. B. Produkte, Bücher oder Veranstaltungen auszuspielen, musst du auch hier Aktualität sicherstellen. Passe aktuelle Produktverfügbarkeiten an und markiere Terminänderungen durch "storniert bzw. verschoben". Wenn dein Unternehmen über eine physische Storefront verfügt, musst du die strukturierten Daten des lokalen Geschäfts ändern und die aktuellen Öffnungszeiten anpassen. Geschieht dies nicht, wird auch die Verfügbarkeit entsprechend falsch ausgewiesen.
  4. Daten im Google Merchant Center aktualisieren: Wenn du das Google Merchant Center verwendest, musst du sicherstellen, dass auch hier deine Verfügbarkeitsattribute für Produkte und Dienstleistungen angepasst sind.
  5. Informiere Google über deine Updates: Verwende dafür die Google Search Console und bitte Google um erneutes Crawlen einer begrenzten Anzahl von Seiten (z. B. die Startseite). Erstelle für eine größere Anzahl von Seiten (z. B. alle deine Produktseiten) Sitemaps

Unter den im Beitrag verlinkten Google-Supportseiten findest du ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen der genannten Optimierungsmaßnahmen. 

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Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt. Neue Ideen und Konzepte, disruptive Technologien und nachhaltiges Unternehmertum bilden ihre Interessenschwerpunkte. Zuvor war Kathleen als Content Creator für die Social StartUp-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig. Seit 2019 recherchiert die studierte Kulturwissenschaftlerin für dich alle Fakten und Zusammenhänge, die du in deinem Tagesgeschäft brauchst.