22.08.2015

Franchise-Konzepte: Wichtig ist eine positive Marktprognose

Wie beurteilt man das Erfolgspotenzial eines Franchise-Systems?

Franchising bietet Existenzgründern die Möglichkeit, sich rasch mit dem eigenen Unternehmen auf dem Markt zu positionieren. Die Nutzung einer bereits durchdachten Geschäftsidee kann den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Doch das passende Franchise-System für die eigene Selbstständigkeit zu finden ist nicht einfach. Folgende Faktoren bestimmen maßgeblich den Erfolg eines Franchise-Systems:

Franchising bietet Existenzgründern die Möglichkeit, sich rasch mit dem eigenen Unternehmen auf dem Markt zu positionieren. Die Nutzung einer etablierten Marke und einer bereits durchdachten Geschäftsidee kann den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Doch das passende Franchise-System für die eigene Selbstständigkeit zu finden ist nicht einfach. Folgende Faktoren bestimmen maßgeblich den Erfolg eines Franchise-Systems:

Markenpotential
Voraussetzung für den Franchise-Erfolg ist ein auf Dauer - mindestens für 10 Jahre - gesichertes Marktpotential. Ausschlaggebend ist hierbei der Bedarf der Zielgruppen. Idealerweise besteht bei diesen ein überregionaler und regelmäßig wiederkehrender Bedarf. Außerdem sollte der Markt auch weiterhin wachsen.

Wettbewerbskraft
Der Erfolg des Franchise-Systems ist auch vom Marktanteil abhängig. Entscheidend ist der Wettbewerbsvorteil, der sich Ihnen als Franchise-Nehmer bietet. Dieser kann z.B. durch das Produkt, die Dienstleistung, den Auftritt am Markt oder das Image erreicht werden.

Controlling
Voraussetzung für den Erfolg eines Franchise-Systems ist auch, dass die Unter­nehmensziele festgelegt und mit Daten abgesichert dargelegt werden. Nur so kann eine kontinuierlche Optimierung des Konzeptes sowie eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Bera­tung des Franchise-Nehmers gewährleistet werden. Dies umfasst auch die Förderung und Qualitätssicherung der partnerschaftlichen Leistungen.

Partnerpotential
Das Anforderungsprofil des Franchise-Gebers bestimmt das Potential des Franchise-Nehmers. Wenn das Anforderungsprofil branchenfremde Franchise-­Nehmer ohne Vorkenntnisse, ohne besondere Fähigkeiten und sowohl männ­liche als auch weibliche Partner umfasst, spricht man von einem großen Partnerpoten­tial. Je nach Branche verringern sich mit jeder Einschränkung das Partnerpotential. Viele Franchise-Geber haben die Erfahrung gemacht, dass branchenfremde Partner flexibler sind und sich schneller in das Konzept einar­beiten. In der Handwerksbranche hingegen haben branchenerfahrene Fach­leute einen höheren Stellenwert.

Übertragbarkeit der Erfolgsformel
Die Erfolgselemente müssen standardisiert und genau definiert werden, denn Franchise-Erfolge beruhen auf Multiplikation. Diese ist dann am einfachsten, wenn die Komponenten klar beschrieben sind und sich ohne besondere An­passung übertragen lassen. Des weiteren muss die Produktqualität reprodu­zierbar und das „Produkt" möglichst unabhängig von der Persönlichkeit des Franchise-Gebers sein.

Know-how-Basis
Fundierte Erfahrungen des Franchise-Gebers auf allen Gebieten sind unver­zichtbar für Markterfolg und Partnerschaft. Franchise-Geber sollten Vorbild für Ihre Franchise-Nehmer sein - somit Erfah­rungen in sämtlichen Bereichen wie z.B. Projekt-Management mitbringen und Kenntnisse der Erfolgseffekte am Markt vorweisen können.

Der Franchise-Geber muss gegenüber seinem Franchise-Nehmer eine starke Bindungskraft entwickeln, um diesen auch nach Jahren im System zu halten. Dies erreichen er unter anderem durch günstige Einkaufskonditionen für den Franchise-Nehmer, durch maßgebliche Kompetenz und/oder siche­res Know-how.

Über den Autor

Verena Freese

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