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Dein soziales Startup: Hier gibt's die Fördermittel!

Finde heraus, welche Fördermittel und Zuschüsse die Bundesregierung für Sozialunternehmen, gGmbHs und Innovatoren aller Branchen bereitstellt. Das ist dein Fördermittel-Guide zur Nationalen Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen inklusive Erfolgsbeispiele.

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Ein Mann und eine Frau stehen lachend auf einem Feld und halten frisch geerntete Zwiebeln in die Kamera.
Mehr Geld und Unterstützung für Sozialunternehmer, gGmbHs und gemeinwohlorientierte Innovatoren.

Die Nationale Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen wurde am 13. September 2023 von der Bundesregierung verabschiedet. Mit der SIGU-Strategie sollen Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen gestärkt und gezielt gefördert werden. Benachteiligungen sollen abgebaut und Rahmenbedingungen verbessert werden. 

7 Leitlinien und 11 Handlungsfelder

Als Grundlage dienen sieben Leitlinien, die für die beteiligten Ressorts der Bundesregierung handlungsweisend sind:

  1. Nachhaltig wirken
  2. Transformation gestalten
  3. Wirkung anerkennen
  4. Vielfalt nutzen
  5. Unternehmergeist und  Eigenverantwortung stärken
  6. Partizipation und Kollaboration stützen
  7. Innovationen ganzheitlich denken  

Zentraler Bestandteil der Strategie sind elf herausgearbeitete Handlungsfelder, welche die jeweils bestehenden Herausforderungen für Gemeinwohlorientiertes Unternehmertum und Soziale Innovationen beleuchten und ihnen mit konkreten Maßnahmen begegnen (siehe hier weiter unten).

Wer jetzt ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen gründe, das Geschäftsmodell neu ausrichte oder die Wirkung seines Unternehmens verbessere, werde substantielle Verbesserungen spüren, so die Bundesregierung in ihrer Presseerklärung.

Soziale Innovationen bieten nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und passen sich den verändernden Bedürfnissen an.

Soziale Innovatoren liefern Ergebnisse für aktuelle Probleme wie Klima- und demografischen Wandel und entwickeln Ideen und Geschäftsmodelle u.a. in den folgenden Bereichen:

  • Kreislaufwirtschaft,
  • Sozialer Wohnungsbau („Gemeinschaftswohnen“; „Generationenübergreifendes Wohnen“ usw.),
  • Energieeffizienz (z.B. innovative Materialien zur Dämmung wie Vakuumisolationspaneele (VIP-Technologie))
  • Finanzierung (Mikrokredite),
  • nachhaltige Mobilität (Carsharing; Blockchain & IoT),
  • Digitalisierung (Open Source Software; gemeinwohlorientierte KI) und
  • Permakultur bzw. Solidarische Landwirtschaft.

Das BMBF hat mit der Sozialunternehmerin Zarah Bruhn eine Beauftragte für Soziale Innovationen ernannt. Mit der Gesellschaft der Ideen fördert das BMBF zudem gezielt Soziale Innovationen von der Idee über die Erprobung bis zur Umsetzung.

Soziale Innovationen und wirtschaftlicher Erfolg – ein Widerspruch?

„Das ist ja alles schön und gut, aber kann man damit Geld verdienen?“ Gründerinnen und Gründer, die eine innovative Geschäftsidee mit sozialem Impact verfolgen, stoßen häufiger auf Ablehnung und Skepsis, sowohl im persönlichen Umfeld oder bei der Beantragung von Fördermitteln.

Lass dich nicht entmutigen!

Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat. (Mark Twain)

Hol dir Inspiration bei etablierten Unternehmen, die beweisen, wie soziale Innovationen durch wirtschaftlichen Erfolg ihre Nachhaltigkeitsziele sogar noch besser erreichen.

Drei Erfolgsbeispiele Soziale Innovationen in Deutschland 

1. Arbeit für Menschen mit Behinderung (AfB)

AfB ist ein Wirtschaftsunternehmen, das ökonomisches Wachstum auf Basis sozialer Verantwortung ermöglicht. AfB fördert "Arbeit für Menschen mit Behinderung" und verbindet Wirtschaftlichkeit mit Inklusion. Alle Prozesse sind barrierefrei. Unternehmenszweck ist die Wiederaufbereitung von IT-Hardware sowie zertifizierte Datenlöschung. 

Paul Cvilak gründete 2004 die AfB gGmbH. Aus einem kleinen Team mit sozialem Engagement wurde Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen. Derzeit arbeiten rund 650 Beschäftigte an 20 Standorten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowakei und Frankreich. Davon sind rund 50 Prozent Menschen mit Behinderung. Geboten werden Arbeitsplätze in den Bereichen Produktion, Verwaltung, Technik, Verkauf und vieles mehr. Alle Arbeitsplätze sind sozialversicherungspflichtig.

2. Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH)

Der genossenschaftlich geführte Verein wurde 1988 von neun Bauern in der Region Hohenlohe gegründet, um Produktion und Vertrieb landwirtschaftlicher Erzeugnisse gemeinsam in die Hand zu nehmen. Heute zählt er rund 1.500 Mitgliedsbetriebe und ist führender Erzeuger und Direktvermarkter von Bio-Fleisch in Baden-Württemberg.

Schwäbisch-Hällisches Schwein

Den Hohenloher Bauern ist es zu verdanken, dass eine auszusterben drohende traditionsreiche Schweinerasse wieder belebt werden konnte. Auf Beschluss der EU-Kommission ist Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch seit 1998 als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) in das Register der geografischen Bezeichnungen mit besonderer Qualität eingetragen.

3. High-Tech Pionier und Hidden Champion va-Q-tec

Die va-Q-tec AG ist ein Pionier in der Dämmstoffbranche. Sie entwickelt, produziert und vertreibt seit 2001 innovative Dämmlösungen auf Basis von energieeffizienten, platzsparenden und zugleich umweltfreundlichen Vakuumisolationspaneelen (VIPs). Diese dämmen etwa 10x besser als konventionelle Faser- und Schaumdämmstoffe.

VIPs (Vakuumisolationspaneele)

Grundlage für die Produkte und Dienstleistungen von va-Q-tec bilden die VIPs (Vakuumisolationspaneele). va-Q-tec hat bereits zahlreiche nationale und internationale Preise für energieeffiziente Technologien auf Basis dieses Produkts gewonnen. Um den Innovationsvorsprung zu halten, investiert das Unternehmen viel in Forschung & Entwicklung sowie in die Kommerzialisierung weiterer Innovationen für mehr Energieeffizienz.

Hidden Champion Energieeffizienz

va-Q-tec verfügt über das weltweit größte VIP-Produktportfolio und besitzt mehr als fünfzig aktive internationale Schutzrechte, darunter die Qualitätskontrolle va-Q-check®. Darüber hinaus wird va-Q-tec regelmäßig durch den TÜV SÜD nach DIN EN ISO 9001, ISO 50001 und ISO 14001 zertifiziert.

Gewinner der Rudol-Diesel-Medaille 2023

Dr. Joachim Kuhn, CEO und Gründer von va-Q-tec, wurde für sein Lebenswerk erst kürzlich mit der Rudolf-Diesel-Medaille in der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ ausgezeichnet. Die Rudolf-Diesel-Medaille ist Europas ältester Innovationspreis und wurde 2023 zum 70. Mal vergeben. Die Auszeichnung ehrt Unternehmertum und Innovationsleistung und wurde 1953 von Eugen Diesel, dem Sohn des deutschen Ingenieurs Rudolf Diesel ( „Diesel-Motor“), ins Leben gerufen.

Gemeinwohlorientierte Unternehmen sind Unternehmen,

  • für die das soziale oder gesellschaftliche, gemeinwohlorientierte Ziel Sinn und Zweck ihrer Geschäftstätigkeit darstellt, was sich oft in einem hohen Maß an sozialer Innovation äußert,
  • deren Gewinne größtenteils wieder investiert werden, um dieses soziale Ziel zu erreichen und
  • deren Organisationsstruktur oder Eigentumsverhältnisse dieses Ziel widerspiegeln, da sie auf Prinzipien der Mitbestimmung oder Beteiligung der Belegschaft basieren oder auf soziale Gerechtigkeit ausgerichtet sind. (EU-Definition)

Innerhalb der skizzierten Handlungsfelder der Nationalen Strategie soll es strukturelle Verbesserungen für soziale Gründer und gemeinwohlorientierte Unternehmen geben.

Folgende Massnahmen sind in den 11 Handlungsfeldern geplant:

1. Rahmenbedingungen optimieren 

Gemeinnützige KMU, die hauptsächlich am Markt verdienen, können nicht an allen Förderprogrammen teilnehmen. Die Regierung prüft daher, ob es unbegründete Ausschlüsse gibt und versucht, Hindernisse in der öffentlichen Förderung zu beseitigen.

Sustainable Finance-Strategie

Die Finanzmärkte sind essentiell für soziale Innovationen. Mit der Sustainable Finance-Strategie fördert die Regierung nachhaltige Finanzströme.

Reform des Gesellschafts- und Genossenschaftsrechts

Einige gemeinnützige Unternehmen sehen sich durch das aktuelle Gesetz eingeschränkt. Hier sollen bürokratische Hürden abgebaut werden. Verbesserungen im Gesellschafts- und Genossenschaftsrecht werden geprüft, um gemeinwohlorientiertes Wirtschaften zu unterstützen. Genossenschaften sind wichtig für die Gemeinwohlorientierung und sollen durch Digitalisierung und Crowdinvesting gefördert werden. Betriebsübernahmen durch Mitarbeiter und die Umwandlung in Genossenschaften werden unterstützt.

Sozialer Wohnungsbau und Reallabore

Die Nationale Strategie legt einen Förderschwerpunkt auf gemeinwohlorientierte Unternehmen im Bereich Bau und Wohnen. Ein neues Gesetz soll zudem Forschung und Erprobung von Innovationen in sogenannten Reallaboren ermöglichen.

2. Sozialinnovative und gemeinwohl orientierte Gründungskultur stärken

Die Bundesregierung plant, die Beratung für Gemeinwohlorientierte Unternehmen zu professionalisieren und auszuweiten. Es soll eine zertifizierte Qualifizierung für Berater entwickelt werden. Das Förderprogramm „REACT with impact“ baut Anlaufstellen für diese Unternehmen aus und fördert deren Vernetzung und Beratung.

Innovationszentren für gemeinwohlorientierte Wirtschaft

Hochschulen werden durch den Wettbewerb Gesellschaft der Innovationen bei der Entwicklung sozialer Innovationen unterstützt. Es ist geplant, Innovationszentren für gemeinwohlorientierte Wirtschaft in allen Regionen zu etablieren. Bestehende Initiativen und Wettbewerbe, wie EXIST und die Digital Hub Initiative, werden stärker auf die Bedürfnisse von Social Startups und Gemeinwohlorientierten Unternehmen ausgerichtet.

Förderung von Frauen

Besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Frauen in der Gründungslandschaft, da sie häufig solche Unternehmen gründen. Das Projekt „Gründerinnen fördern grüne Wirtschaft“ untersucht die Effekte von Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf Gründungen durch Frauen.

3. Vernetzung, Kollaboration und Transfer voranbringen

Die Deutsche Agentur für Transfer und Innovation (DATI) wird die anwendungsorientierte Forschung verstärken, besonders an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und in Kooperation mit Startups und KMUs. Dabei liegt ein Fokus auf Sozialen Innovationen.

Gründerplattform für Soziale Innovationen

Die Bundesregierung plant die Schaffung einer zentralen Plattform für Soziale Innovationen, um Entwicklung, Forschung und Umsetzung zu unterstützen. 2023 startet außerdem eine Initiative, um den Fachkräftemangel im Bereich Klimajobs anzugehen. 

KI für das Gemeinwohl

Die Initiative „Civic Coding“ will die gemeinschaftliche Entwicklung von KI für das Gemeinwohl betonen. 

4. Öffentliche Beschaffung als Hebel nutzen

Die öffentliche Beschaffung soll nachhaltiger und innovativer gestaltet werden, wobei Vereinfachung und schnelle Verfahren wesentliche Kennzeichen sind. Das Vergabetransformationspaket soll auch soziale und ökologische Aspekte stärken.

Kompetenzaufbau bei Vergabestellen soll dazu dienen, nachhaltige Kriterien in Zukunft besser zu berücksichtigen und den Zugang für sozialinnovative Unternehmen zu verbessern. 

KOINNOvationsplatz 

Der neue KOINNOvationsplatz erleichtert die Markterkundung und fördert innovative Lösungen, wodurch gemeinwohlorientierte Unternehmen besser sichtbar werden. 

5. Förderinstrumente bedarfsgerecht entwickeln und ausbauen

Das "Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)" des BMWK konzentriert sich auf marktnahe, nichttechnische Innovationen und bietet Chancen für sozialinnovative Projekte. Dieses ursprünglich befristete Programm wird fortgesetzt.

Klimaschutz, Nachhaltigkeit & KI

Gemeinwohlorientierte Unternehmen, die oft in Bereichen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit tätig sind, werden durch die "Gemeinschaftsaufgabe 'Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur'" unterstützt. Im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) werden soziale Innovationen besonders gefördert, wobei Initiativen wie "Gemeinsam wird es KI" und "Civic Innovation" die Entwicklung von gemeinwohlorientierten KI-Projekten anregen und unterstützen sollen.

Software-Sprint“ und „Kommunen innovativ“

Die Bundesregierung fördert mit dem „Software-Sprint“ die Entwicklung von Open Source Software für öffentliche Interessen.  Kommunen, als Träger öffentlicher Dienste, setzen auf Soziale Innovationen, wobei Programme wie „Kommunen innovativ“ zur Zusammenarbeit und nachhaltigen Transformation anregen.  

„InnoVET“

Im Bildungsbereich werden innovative Bildungsprogramme wie „InnoVET“ gefördert, die die Qualität der beruflichen Bildung erhöhen.

Regionale und internationale Initiativen

Das „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ fördert Innovationen in ländlichen Gebieten. Das bürgerschaftliche Engagement wird durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert. Im internationalen Kontext unterstützt die Bundesregierung gemeinwohlorientierte Unternehmen in Entwicklungsländern über „develoPPP“. Schließlich werden Gemeinwohlorientierte Unternehmen im Städtebau und Wohnungsbereich durch verschiedene Programme gefördert.

6. optimierte Finanzierungsangebote 

Die Finanzierung von gemeinwohlorientierten Unternehmen soll durch verschiedene Maßnahmen verbessert werden:

  • Es werden neue Finanzierungsformate, wie "Pay-by-Result"-Optionen, geprüft.
  • Es gibt Pläne für regelmäßige Treffen mit Finanzierungspartnern und Stakeholdern, z.B. mit der KfW, um den Bedürfnissen gemeinwohlorientierter Unternehmen gerecht zu werden.
  • Die KfW-Programme könnten für gemeinnützige KMUs geöffnet werden, wie z.B. der "ERP-Gründerkredit StartGeld"
  • Die Möglichkeiten von Bürgschaften für gemeinnützige Unternehmen werden untersucht.
  • Das Programm "INVEST-Zuschuss für Wagniskapital" soll für diverse Finanzierungsmodelle geöffnet werden.
  • Die Mezzaninfinanzierung, eine Mischform von Fremd- und Eigenkapital, soll gefördert werden, insbesondere durch den Austausch mit mittelständischen Beteiligungsgesellschaften und den Fortbestand des Mikromezzaninfonds Deutschland.
  • Die Regierung plant in einen Impact-Investment-Fonds zu investieren, der gemeinwohlorientierte Unternehmen unterstützt.
  • Crowdfunding und Crowdinvesting sollen gefördert und Hindernisse abgebaut werden.
  • Ein "Social Impact Fonds" könnte geschaffen werden, um Guthaben von ungenutzten Konten für den Gemeinwohl zu nutzen.

7. Forschung zu Sozialen Innovationen 

Die Bundesregierung erweitert ihre Förderrichtlinie zur Innovationsfolgenabschätzung um den Bereich Sozialer Innovationen und fördert Projekte zu deren Wirkungsmessung. Es wird zudem ein Monitoring zur Gemeinwohlorientierten Wirtschaft und die Möglichkeit von Satellitenkonten für diese Unternehmen geprüft.

Nachhaltige Städte und Mobilität

Ein Förderschwerpunkt sind soziale Innovationen für nachhaltige Städte und Regionen, insbesondere im Bereich Mobilität. Das Ziel ist es, nachhaltige Lösungen für klimaneutrale Städte zu identifizieren und auf andere Kommunen zu übertragen.

8. Kompetenzentwicklung 

Die Bundesregierung hat die Initiative „Gesellschaft der Innovationen – Impact Challenge“ an Hochschulen gestartet, um sozialinnovative Aktivitäten zu fördern. Projekte, die Bildungsinstrumente zu Social Entrepreneurship untersuchen, sowie wissenschaftlicher Nachwuchs, der Soziale Innovationen in die Praxis bringt, werden unterstützt.

Finanzbildungsstrategie für Deutschland

Das Bewusstsein für Soziale Innovationen an Hochschulen soll durch spezifische Programme und Netzwerke erhöht werden. Weiterhin sollen Soziale Innovationen in bestehende Bildungs- und Informationsangebote integriert werden. Die Bundesregierung arbeitet zudem mit der OECD an einer Finanzbildungsstrategie für Deutschland, um das Verständnis finanzieller Zusammenhänge zu verbessern und sozialinnovative Gründungen zu erleichtern.

9. Wirkungsorientierung und Wirkungsmessung

Mittelfristig plant die Bundesregierung, ein Indikatorenset für die Wirkungsmessung Sozialer Innovationen zu entwickeln. Im „Impact Measurement and Valuation Lab“ wird ein Expertengremium Grundlagen für die Wirkungsbewertung erarbeiten. Das Projekt „Gesellschaft der Ideen“ evaluiert Indikatoren zur gesellschaftlichen Wirkung.

 „REACT with impact“

Es wird auch die Einführung einheitlicher Wirkungsmessungsstandards geprüft, um Unternehmen bei der Bewertung ihrer Wirkung zu unterstützen. Zudem wird das Programm „REACT with impact“ Unternehmen in der Wirkungsmessung schulen.

10. Mehr Sichtbarkeit und Anerkennung 

Um die Kommunikation über gemeinwohlorientierte Unternehmen zu verbessern und deren Interessen zu vertreten, wurden im BMBF und BMWK zentrale Ansprechpartner eingesetzt.

Akteurs-Atlas und Messeprogramm „Young Innovators“ 

Regelmäßige Gipfel zur Steigerung der Sichtbarkeit von sozialinnovativen und gemeinwohlorientierten Unternehmen sowie zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen, wie ein Akteurs-Atlas oder Wettbewerbe, sollen diese Unternehmen in den Regionen hervorheben. Das Messeprogramm „Young Innovators“ unterstützt diese Unternehmen bei Messeauftritten. 

11. Europäischer und internationaler Schulterschluss

Der Social Economy Action Plan (SEAP) der EU betont die Bedeutung von Unternehmen, die einen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel fördern. Die Bundesregierung will die EU-Bemühungen unterstützen, die Bedingungen für solche Unternehmen zu verbessern, besonders in Bereichen wie Finanzierung und Rechtsvorschriften.

Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Eine enge Zusammenarbeit mit der EU soll dazu beitragen, die Rechte und Förderungen für gemeinwohlorientierte Unternehmen zu stärken. Internationale Experten sollen dabei helfen, erfolgreiche Ansätze aus anderen Ländern in Deutschland zu integrieren. 

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Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt und Zandura über die wichtigsten Business-Themen & Trends für Gründer & Unternehmer. Zuvor war Kathleen als Redakteurin für die Social Startup-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig.

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