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04.09.2013

Deutschland ist fast Weltmeister

Eine ausgezeichnete Infrastruktur, Innovationsfähig und eine flexible Wirtschaft verhelfen Deutschland zu Platz vier in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das eine Verbesserung um zwei Plätze. Vor Deutschland rangieren nur noch die Schweiz, Singapur und Finnland. Das Deutschland sich regelmäßig zu den oberen zehn Ländern dieses Vergleiches zählt, verdankt es ein paar entscheidenden Faktoren.

Eine ausgezeichnete Infrastruktur, Innovationsfähig und eine flexible Wirtschaft verhelfen Deutschland zu Platz vier in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das eine Verbesserung um zwei Plätze. Vor Deutschland rangieren nur noch die Schweiz, Singapur und Finnland. Das Deutschland sich regelmäßig zu den oberen zehn Ländern dieses Vergleiches zählt, verdankt es ein paar entscheidenden Faktoren.

Ein Faktor dafür ist eine der weltweit besten Infrastrukturen. Autobahnen, Schienennetz, Energieversorgung – Deutschland setzt hier weltweit Standards. Dieser hohe Standard kommt aus der hohen Innovationskraft deutscher Unternehmer und Ingenieure. Ein weiterer Pluspunkt für Deutschland sind die guten bis hervorragenden Institutionen. Denn auch, wenn es sicherlich Verbesserungspotenzial gibt, sind deutsche Gerichte fair und deutsche Universitäten auf einem hohen Niveau.

Die Schwächen Deutschlands sind vor allem im unflexiblen Arbeitsmarkt. Deutschland liegt hier auf Platz 118 von 149 verglichenen Ländern. Hierbei argumentieren die Ökonomen, dass es sich viele Unternehmer in Deutschland zwei Mal überlegen, bevor sie zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Denn wer will, dass Unternehmer mehr Menschen anstellen, der müsse es ihnen auch erlaube, diese wieder zu entlassen, sollte sich eine schlechte Auftragslage einstellen. Eine weitere Hürde für Unternehmer ist das komplizierte Steuersystem sowie die Höhe der Steuern.

Allgemein rangieren zurzeit vor allem Wirtschaftsnationen der sog. ersten Welt auf den oberen Plätzen. Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, welches die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Länder jedes Jahr durchführt, meint aber, dass sich die Wirtsschaftsordnung ändern werde. Klaus Schweb sagt: "Meine Vorhersage lautet, dass wir langsam, aber sicher nicht mehr zwischen Industriestaaten und weniger entwickelten Ländern unterscheiden werden, sondern stattdessen eher von innovationsreichen und innovationsarmen Ländern sprechen werden". Aus diesem Grund müsse jedes Land, egal ob Industrienation oder Schwellenland verstärkt in die Innovationsfähigkeit und in das Unternehmertum investieren.

Über den Autor

Sven Philipp