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09.11.2010

Unternehmen verzeichnen bessere Zahlungsmoral

Für jedes Unternehmen ist es besonders wichtig, viele Kunden zu haben, welche die Produkte kaufen oder die Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Noch wichtiger ist jedoch, dass diese Kunden für die Leistungen auch zahlen. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun, dass sich die Zahlungsmoral verbessert hat, es aber vielen Unternehmen, vor allem im Bereich Onlinehandel an einem guten Forderungsmanagement fehlt.

Für jedes Unternehmen ist es wichtig, viele Kunden zu haben, welche die Produkte kaufen oder die Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Noch wichtiger ist jedoch, dass die Kunden für die Leistungen auch zahlen. Eine Umfrage zeigt, dass sich die Zahlungsmoral verbessert hat, es aber vielen Unternehmen, vor allem im Bereich Onlinehandel an einem guten Forderungsmanagement fehlt. Laut einer Herbstumfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V. (BDIU) geben 80 % der befragten Inkassounternehmen eine bessere oder gleich gebliebene Zahlungsmoral im Vergleich zum Frühjahr an.

Die sinkenden Arbeitslosenzahlen sowie der Konjunkturaufschwung seien dafür die Gründe, so der BDIU. Laut Umfrage melden nur 74 % der BDIU-Mitglieder, dass Rechnungen von privaten Schuldnern aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht bezahlt werden. Zum Vergleich: Im Frühjahr 2010 hatten noch 82 % der Befragten diese Beobachtung gemacht. Zwei Drittel der befragten Inkassounternehmen gaben an, dass im Moment vor allem das Handwerk und die Dienstleistungsbranche die meisten Probleme mit dem Zahlungsverhalten ihrer Kunden haben. Dagegen hat sich die Lage im Baugewerbe entspannt. Hier stellen nur noch 51 % der Inkassounternehmen Zahlungsschwierigkeiten auf Kundenseite fest - noch im Frühjahr hatten das 65 % gemeldet. Auch im verarbeitenden Gewerbe (15 statt 24 %) sowie im Großhandel (jetzt 9 nach 18 % im Frühjahr) hat sich die Zahlungsmoral verbessert.

BDIU-Präsident Wolfgang Spitz betont, dass für die Unternehmen in jedem Fall ein professionelles und strafferes Forderungsmanagement nötig sei, vor allem auf Seiten der Shopbetreiber im Onlinegeschäft. Vor allem kleine Shops und auch das ein oder andere Startup vernachlässigen diesen Geschäftsbereich, so Spitz. Zwar setzen bereits viele Händler auf technisch ausgefeilte Bezahl- und Bonitätsprüfungssysteme, jedoch berichtet ein Fünftel der BDIU-Mitglieder, dass das Mahnwesen kleiner Shops mit bis zu zehn Mitarbeitern mangelhaft sei. Dagegen bewertet die Hälfte der Umfrageteilnehmer das Mahnwesen großer Händler mit mehr als 100 Mitarbeitern als gut oder sehr gut.

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Kristin Lux