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11.11.2010

IT-Sicherheit: KMU sind schlechter aufgestellt als Großunternehmen

Nichts kann für Unternehmen schlimmer sein, als monate- oder gar jahrelang an einem Produkt zu arbeiten, die Forschung und Entwicklung auszubauen, dabei wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und diese dann aufgrund von Datenlecks und Datendiebstahl zu verlieren. Eine Befragung zeigt, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der Sicherung ihrer Daten vor Malware die größte IT-Herausforderung sehen.

Nichts kann für Unternehmen schlimmer sein, als monate- oder gar jahrelang an einem Produkt zu arbeiten, die Forschung und Entwicklung auszubauen, dabei wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und diese dann aufgrund von Datenlecks und Datendiebstahl zu verlieren. Eine Befragung zeigt, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der Sicherung ihrer Daten vor Malware die größte IT-Herausforderung sehen. In der von Trend Micro durchgeführten Befragung wurden 1.600 Anwender in Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA hinsichtlich der IT-Datensicherheit befragt.

Demnach sehen 63 % der kleinen und mittleren Unternehmen Viren als größte Bedrohung. 60 % fühlen sich durch Trojaner und durch die für den Datendiebstahl konzipierte Malware bedroht und 56 % befürchten Datenlecks. Erstaunlich ist jedoch: Trotz dieser Bedenken sind die meisten KMU im Gegensatz zu Großunternehmen nicht genug vor dem Datenverlust geschützt. Laut Studie erhalten in allen befragten Ländern deutlich mehr Mitarbeiter von Großunternehmen Schulungen zum Schutz vor Datenverlust als in mittelständischen Unternehmen. Mitarbeiter in Großunternehmen unterscheiden zudem bewusster zwischen vertraulichen und nicht vertraulichen Unternehmensinformationen als ihre Kollegen in kleinen und mittleren Unternehmen.

Laut Studie fühlen sich 74 % der Mitarbeiter in US-Großunternehmen ernsthaft von Datenlecks bedroht, bei den amerikanischen KMU sind es nur 49 %. In Großbritannien glauben 73 % der Befragten aus Großunternehmen zu wissen, welche Informationen vertraulich sind und welche nicht. In den KMU sind es nur 63 %. Interessant ist auch: In Deutschland glauben 16 % der Mitarbeiter in Großunternehmen zu erkennen, wenn Kollegen interne Daten an Fremde übermitteln - bei den KMU sind es nur 7 %. Laut Umfrage sind das Installieren von Sicherheitssoftware, das Einschränken des Internetzugangs sowie das Anwenden von Sicherheitsregeln die gängigsten IT-Schutzmaßnahmen. Dennoch denken 21 % der Mitarbeiter in KMU, dass der Schutz ausbaufähig ist, 35 % wünschen eine intensivere Schulung in diesem Bereich.

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Kristin Lux