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09.05.2011

KMU: Fachkräftemangel nicht die Hauptsorge

Einer Studie der Bankengruppe KfW zufolge sehen kleine und mittelständische Unternehmen die größten Herausforderungen zur Zeit nicht im Fachkräftemangel. Wichtiger für die Unternehmen sei die Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation sowie die Erschließung neuer Kundensegmente. Doch spätestens ab 2020 dürfte sich das Fachkräfteproblem weiter verschärfen, wie die KfW-Studie verdeutlicht.

Einer Studie der Bankengruppe KfW zufolge sehen kleine und mittelständische Unternehmen die größten Herausforderungen zur Zeit nicht im Fachkräftemangel. Wichtiger für die Unternehmen sei die Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation sowie die Erschließung neuer Kundensegmente. Doch spätestens ab 2020 dürfte sich das Fachkräfteproblem aufgrund der sinkenden Zahl der Erwerbstätigen, wie die staatliche Förderbank KfW warnte, weiter verschärfen.

"Die Situation wird sich infolge des demografischen Wandels weiter verschlechtern.", teilte KfW Volkswirt Norbert Irsch mit. Dennoch sehen weniger als ein Prozent der mittelständischen Unternehmen im Fachkräftemangel eine der zentralen Herausforderungen bis zum Jahr 2012. Selbst Unternehmen, die bereits Probleme bei der Personalrekrutierung hätten, würden kaum Gegenmaßnahmen ergreifen. Gemäß der KfW sollten Unternehmen verstärkt auf die innerbetriebliche Weiterbildung setzen und gezielt Nachwuchsförderung betreiben.

Zwischen 2010 und 2012 gibt es laut der Studie 1,2 Millionen schwer zu besetzende Stellen im Bereich der mittelständischen Unternehmen. Bis 2020 rechnen die Experten mit einer drastischen Verschärfung des Fachkräftemangels in Deutschland. Besonders die Kleinstunternehmen werden mit eheblichen Engpässen zu kämpfen haben, wie die Studie der Förderbank verdeutlicht: Es fehlen vor allem Ingenieure, Softwareentwickler, Steuerberater und Maschinenbauer.

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Anne Epperlein