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05.10.2010

Zahl der Unternehmensgründungen im ersten Quartal 2010 gestiegen

Mit der Wirtschaft geht es bergauf - zumindest beweist das im Moment der Geschäftsklimaindex, das Konsumverhalten und auch die Anzahl der Unternehmensgründungen. Der Aufschwung scheint vor allem im Mittelstand Gründern und Unternehmern neue Impulse zu geben. Wie eine Analyse des IfM Bonn zeigt, ist die Anzahl der Existenzgründungen im ersten Halbjahr 2010 deutlich angestiegen.

Mit der Wirtschaft geht es bergauf - zumindest beweist das im Moment der Geschäftsklimaindex, das Konsumverhalten und auch die Anzahl der Unternehmensgründungen. Der Aufschwung scheint vor allem im Mittelstand Gründern und Unternehmern neue Impulse zu geben. Wie eine Analyse des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn zeigt, ist die Anzahl der Existenzgründungen im ersten Halbjahr 2010 deutlich angestiegen.

Das 1. Halbjahr 2010 wies rund 216.200 Existenzgründungen auf. Dabei ist eine Steigerung von 4,0% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festzustellen. In den neuen Bundesländern stieg die Anzahl der Gründungen um 1,8%, in den alten Bundesländern um 4,5%. Die höchste Gründungsaktivität zeigte sich bundesweit im Handel, bei der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und im Baugewerbe. In diesem Bereich fanden im ersten Quartal dieses Jahres 34.196 Gründungen statt. Ein Jahr zuvor waren es noch 29.223. Die höchste Gründungsintensität war in diesem Jahr bisher in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg festzustellen. In Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und im Saarland wurden im ersten Quartal 2010 die wenigsten Unternehmen gegründet.

Besonders auffallend: bei den meisten Gründungen handelt es sich um Kleingewerbegründungen. Wie die Ergebnisse des IfM zeigen, ist die Zahl der Betriebsgründungen mit einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung im 1. Halbjahr 2010 gegenüber 2009 lediglich um 0,6% auf 54.000 Gründungen angestiegen. Bei den Gründungen im Kleingewerbe sieht es dagegen anders aus. Hier ist mit 7,5% ein deutlicher Anstieg auf 140.900 Gründungen zu verzeichnen. Damit liegt der Anteil der Kleingewerbegründungen insgesamt bei rund 65%. Die Einzelunternehmung scheint für viele Gründer am attraktivsten. Die Analyse ergab, dass rund 80% der Existenzgründungen Einzelunternehmen waren. Unter der Betrachtung der bisherigen Gründungsaktivitäten geht das IfM Bonn von schätzungsweise 425.000 Unternehmensgründungen für das gesamte Jahr 2010 aus.

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Kristin Lux