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22.02.2011

Frauenquote im Mittelstand

Sie bestimmt im Moment die Diskussionen in Wirtschaft und Politik gleichermaßen, sie teilt die politischen Lager, findet Befürworter, aber auch zahlreiche Gegner: die gesetzlich geregelte Frauenquote in Unternehmen. Noch gibt es die Pflichtquote nicht, doch sind die zurzeit zahlreichen Diskussionen Anlass genug, einen Blick auf die derzeitige Frauenquote, vor allem im Mittelstand zu werfen.

Sie bestimmt im Moment die Diskussionen in Wirtschaft und Politik gleichermaßen, sie teilt die politischen Lager, findet Befürworter, aber auch zahlreiche Gegner: die gesetzlich geregelte Frauenquote in Unternehmen. Noch gibt es die Pflichtquote nicht, doch sind die zurzeit zahlreichen Diskussionen Anlass genug, einen Blick auf die derzeitige Frauenquote, vor allem im Mittelstand zu werfen.

Eine Untersuchung der Management- und Geschäftsführungsstruktur des Mittelstandes der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt, dass bei knapp jedem fünften mittelständischen Unternehmen in Deutschland (18,9 %) mindestens eine Frau in der Führungsebene zu finden ist. Vergleicht man diese Zahlen mit denen der Großunternehmen, so zeigt sich, dass der deutsche Mittelstand häufiger von einer Frau geführt wird, als es in Großunternehmen der Fall ist. Hier ist nämlich nur in 13,9 % der Fälle eine Frau im oberen Management vertreten. Bei DAX Unternehmen ist dies bei drei von 30 Unternehmen der Fall.

Wenn man die einzelnen Branchen und Wirtschaftsbereiche betrachtet, so finden sich weibliche Führungskräfte am häufigsten in den Bereichen Gesundheit und Soziales (35,8 %), Erziehung und Unterricht (30,4 %), Gastgewerbe (30,2 %) und Land- und Forstwirtschaft (29,1 %). In der Informations- und Kommunikationstechnik (14,1 %), Energiewirtschaft (9,8 %) und im Baugewerbe (12,1 %) weisen die Führungsetagen seltener Frauen auf.

Über den Autor

Kristin Lux