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29.06.2010

Belebung der Gründeraktivität durch Wirtschaftskrise

Die Gründerlandschaft erholt sich zunehmend: erstmals nach sechs Jahren ist eine Belebung der Gründeraktivität in Deutschland zu verzeichnen. Wie der KfW-Gründungsmonitor 2010 bekannt gibt, haben im Jahr 2009 rund 872.000 Personen eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb und vor allem im Vollerwerb (397.000) begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das circa 10% mehr Unternehmensgründungen.

Die Gründerlandschaft erholt sich zunehmend: erstmals nach sechs Jahren ist eine Belebung der Gründeraktivität in Deutschland zu verzeichnen. Wie der KfW-Gründungsmonitor 2010 bekannt gibt, haben im Jahr 2009 rund 872.000 Personen eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb und vor allem im Vollerwerb (397.000) begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das circa 10% mehr Unternehmensgründungen.

Den größten Teil aller Gründungen haben immer noch die Neugründungen ausgemacht (69%). 18% der Gründungen waren Beteiligungen und 13% Unternehmensübernahmen. Diese haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Einen großen Anteil an der zunehmenden Beliebtheit von Existenzgründungen hatte die Wirtschaftkrise. Sie habe über unterschiedliche Kanäle die Gründungsaktivität belebt, so die KfW. Unter den Gründern befanden sich viele ehemalige Arbeitslose, aber auch Chancengründer, denen die Krise explizit eine Gründungsgelegenheit geschaffen hat. Auch in Sachen Finanzierung kann der Gründungsmonitor nur Positives vermelden: lediglich 23% der Gründer mit externem Finanzierungsbedarf haben über Schwierigkeiten bei der Gründungsfinanzierung geklagt.

Der Finanzmittelbedarf bei Gründungen war hoch: 70% der Unternehmen benötigten Finanzmittel für ihre Existenzgründung. Jeder Zehnte verzichtete auf Finanzmittel und nur ein Fünftel griff auf bereits vorhandene Sachwerte zurück. Nahezu alle Existenzgründer (90%) haben bei der Erstellung vom Businessplan und beim Aufbau ihrer Selbstständigkeit externe Beratungs- und Informationsquellen genutzt. Dazu gehören persönliche Netzwerke, Banken, Kammern und das Internet.

Über den Autor

Kristin Lux