23.05.2011

EU: Verbraucherrecht wird voraussichtlich verschärft

Rechtliches Risiko für Onlineshop-Betreiber steigt

Gerade für Existenzgründer bietet sich der Onlinehandel aufgrund der Kostenersparnis im Vergleich zum stationären Einzelhandel an, dennoch müssen Händler sich zukünftig auf große Veränderungen des Verbraucherrechts einstellen: Online-Händler sollen gemäß einer neuen EU-Richtlinie ihre Waren in alle 27 EU-Mitgliedstaaten verkaufen müssen. Tritt die Richtlinie in Kraft könnte damit der Handel im Internet zum rechtlichen Risiko werden.

Gerade für Existenzgründer bietet sich der Onlinehandel aufgrund der Kostenersparnis im Vergleich zum stationären Einzelhandel an, doch Händler müssen sich zukünftig auf große Veränderungen bezüglich des Verbraucherrechts einstellen: Online-Händler sollen gemäß einer neuen EU-Richtlinie ihre Waren in alle 27 EU-Mitgliedstaaten verkaufen. Tritt die Richtlinie in Kraft könnte damit der Handel im Internet besonders für Kleinstunternehmen zum rechtlichen Risiko werden.

Händler müssten dann die Verbraucherrechte aller EU-Staaten berücksichtigen und könnten ihr Vertriebsgebiet beispielsweise nicht mehr nur auf Deutschland und Österreich beschränken. Würde die EU-Richtlinie umgesetzt, müsste ein deutscher Händler, der etwa Ersatzteile nach Osteuropa verkauft, auch einen Kundendienst in dem entsprechenden Land anbieten. Gerade für kleinere Händler würden der Aufwand und das rechtliche Risiko immens steigen. Des Weiteren bestünde die Gefahr von größeren Anbietern einfach verdrängt zu werden, die sich die zusätzlichen Kosten leisten können.

Ursprünglich wollte die EU die Verbraucherrechte in ganz Europa vereinheitlichen: Das Vorhaben scheiterte aber an den Mitgliedstaaten, die der sogenannten Harmonisierung nicht zustimmen wollten. Es bleibt nun nach wie vor bei dem zersplitterten Recht aller 27 EU-Mitgliedstaaten, nur dass dieses jetzt für alle Onlineshop-Betreiber verbindlich wird. Die EU-Kommission möchte mit ihrer Richtlinie sicherstellen, dass jeder EU-Bürger einen automatischen Zugriff auf alle Angebote der Europäischen Union hat.

Über den Autor

Anne Epperlein

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
27.12.2018

Selbstständig machen als Subunternehmer?

Vorteile und Fallstricke rund um die Existenzgründung als Subunternehmer

Selbstständig machen als Subunternehmer?

Aufträge als Subunternehmer auszuführen ist in der Bau- und anderen Branchen sehr üblich. Wir erklären, wie das Subunternehmer-Sein funktioniert und welche Vorteile es hat. Außerdem zeigen wir, welche Kosten Subunternehmen haben und wie man mit Hauptauftraggebern umgeht, die wegen angeblicher Mängel nicht zahlen.

02.01.2017

Unternehmernews der Woche 1/2017

Unternehmerstories 2016, kostenfreie Vorlagen für Unternehmer, Neuregelungen ab Januar 2017 uvm.

Unternehmernews der Woche 1/2017

Als erstes wünschen wir unseren Mitgliedern, Partnern und Lesern ein erfolgreiches, herausforderndes und aufregendes Jahr 2017! Passend dazu haben wir wieder die wichtigsten News für Unternehmer und Gründer zusammengefasst. Unter anderem geben wir Ihnen einen umfangreichen Überblick über neue Gesetze und Bestimmungen, die Sie ab Januar 2017 erwarten werden. Alles andere lesen Sie hier.

27.12.2016

Unternehmernews der Woche 51/2016

Franchiseübernahme Joey's Pizza, KfW-Unternehmerkredit im Fördermittelcheck uvm.

Unternehmernews der Woche 51/2016

Wir hoffen Sie konnten die Weihnachtstage nutzen, konnten etwas Kraft tanken und sind nun bereit mit den wöchentlichen Unternehmernews bestens informiert ins neue Jahr zu starten. Wir haben die wichtigsten Informationen wieder für Sie zusammengefasst und wünschen Ihnen, unseren Lesern, Mitgliedern und Partnern einen grandiosen Rutsch ins neue Jahr.

unternehmenswelt