18.08.2011

Monatsbericht Juli der Bundesagentur für Arbeit

Zahlen zum Gründungszuschuss so niedrig wie noch nie.

Ihr Kostenfreies Unternehmensprofil

  • Finden Sie Kunden und Geschäftspartner
  • Präsentieren Sie Ihre Produkte und Dienste
  • Exklusiv für Gründer und Unternehmer

Die Bundesagentur für Arbeit hat Ihren Bericht für Juli veröffentlich, darunter auch die Zahlen zum Gründungszuschuss als ein wesentliches Instrument zur Förderung von der Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit. Umso bezeichnender der stetige Rückgang der Anzahl der insgesamt geförderten Personen mit einem erneuten Jahrestief im Juli sowohl was die Anzahl der geförderten Personen als auch die der Neuanträge betrifft.

Die Bundesagentur für Arbeit hat Ihren Bericht für Juli veröffentlich, darunter auch die Zahlen zum Gründungszuschuss. Dieser gilt als ein wesentliches Instrument zur Förderung von der Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit. Umso bezeichnender der stetige Rückgang der Anzahl der insgesamt geförderten Personen mit einem erneuten Jahrestief im Juli. Im vergangenen Monat befanden sich insgesamt 124.000 Personen in einem laufenden Bezugszeitraum für Förderung durch den Gründungszuschuss, 15 % weniger als im Vorjahr. Im Juli wurden 11.000 Neuanträge zur Förderung durch den Gründungszuschuss bewilligt, dies sind 20 % weniger als im Juli des Vorjahrs.

Aussagen zu den Ursachen der Ergebnisse, macht die Bundesagentur für Arbeit nicht. Angekündigte Neuregelungen beim Gründungszuschuss können in nächster Zeit zwar einen Anstieg von Neuanträgen zur Folge haben, jedoch ist danach von weiter sinkenden Zahlen beim Gründungszuschuss auszugehen, denn Gründer aus der Arbeitslosigkeit, die Arbeitslosengeld I beziehen haben es künftig schwerer. Die Änderungen treten voraussichtlich bereits am 1. November 2011 in Kraft und nicht wie zunächst geplant erst im April 2012. Das Einstiegsgeld, das nur ALG II Empfänger bekommen können, soll nicht eingeschränkt werden, die Einschnitte beim Gründungszuschuss sind jedoch massiv:

1. Hatten Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit bisher einen Rechtsanspruch auf die Förderung, so entscheidet künftig der jeweilige Bearbeiter der Arbeitsagenturen, ob der Gründer den Zuschuss erhält.

2. Die Grundförderung in Höhe des ALG I plus einer Pauschale von 300 Euro für Beiträge zur Sozialversicherung wird künftig nur noch sechs Monate lang ausgezahlt. Bisher erhielten Gründer diese Grundförderung neun Monate lang. Dafür erhalten Gründer die 300 Euro monatlich zukünftig neun statt sechs Monate lang, wenn die erste Phase des Gründungszuschusses ausgelaufen ist.

3. Arbeitslose müssen sich künftig schneller für den Schritt in die Selbständigkeit entscheiden: Bisher mussten sie ihr Unternehmen spätestens dann gründen, wenn sie noch einen Restanspruch von 90 Tagen auf das Arbeitslosengeld I haben. Nun wird dieser Restanspruch auf 150 Tage ausgedehnt.

Über den Autor

Verena Freese

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
08.11.2018

Gründungszuschuss: Minijob erlaubt!

Minijob in der Startphase der geförderten Selbständigkeit als Zusatzeinkommen möglich

Gründungszuschuss: Minijob erlaubt!

Mit dem Gründungszuschuss unterstützt die Agentur für Arbeit ALG I-Empfänger, die in die Selbständigkeit starten. Wer den Zuschuss erhält, muss mindestens 15 Stunden Arbeit in der Woche in die selbständige Tätigkeit investieren. Wer mit einem Minijob etwas dazu verdienen muss, kann das unter bestimmten Bedingungen tun.

30.08.2018

Wenn eine Gründungsidee fehl schlägt – Scheitern als Ansporn weiterzumachen

Vom Scheitern und was sich daraus lernen lässt - Wir berichten über den Umgang mit einer gescheiterten Existenzgründung

Wenn eine Gründungsidee fehl schlägt – Scheitern als Ansporn weiterzumachen

In Teil II unserer Serie über das Scheitern geht es um den Umgang mit einer gescheiterten Existenzgründung. Viele Gründer, die mit einem Projekt schon einmal einen Misserfolg erlebt haben, plädieren für eine offenere Fehlerkultur. Dafür, Scheitern als einen Teil eines Lernprozesses zu verstehen und für das nächste Projekt die Strategie anzupassen.

16.08.2018

Die Angst vor dem Scheitern – und 8 Tipps, wie man sie überwindet

Wie man Angst als Sensor für Risiken bei der Gründung konstruktiv begegnet, zeigen wir in unserer Artikelserie zum Thema Scheitern.

Die Angst vor dem Scheitern – und 8 Tipps, wie man sie überwindet

Die Angst, mit dem Projekt Selbständigkeit zu scheitern – wer kennt sie nicht. Sie ist ein häufiger Grund, warum Existenzgründungen nicht zustande kommen. In Teil I unserer zweiteiligen Serie zeigen wir, wozu Angst gut ist und wie man ihr mit einer Kombination aus Begeisterung für die eigene Idee und Planung, Beratung und Austausch begegnen kann.

unternehmenswelt