02.02.2010

Mehr Finanzierungsmöglichkeiten für Gründer

Der Mikrofinanzfonds Deutschland nimmt langsam Fahrt auf. Nachdem die GLS-Bank den Zuschlag vom Bundesarbeitsministerium zum Ausbau des Mikrokreditgeschäftes bekommen hat, kann nun mit der Vergabe der ersten Mikrokredite begonnen werden. Dabei werden in den nächsten Monaten auch die deutschlandweit aktuell vorhandenen 15 Mikrofinanzinstitute ausgebaut, welche

Der Mikrofinanzfonds Deutschland nimmt langsam Fahrt auf. Nachdem die GLS-Bank den Zuschlag vom Bundesarbeitsministerium zum Ausbau des Mikrokreditgeschäftes bekommen hat, kann nun mit der Vergabe der ersten Mikrokredite begonnen werden. Dabei werden in den nächsten Monaten auch die deutschlandweit aktuell vorhandenen 15 Mikrofinanzinstitute ausgebaut, welche dem Antragsteller als Anlaufstelle dienen und u. a. auch den Businessplan prüfen werden.

Ingesamt stehen 100 Mio. Euro zur Verfügung, welche zu 60% aus dem Europäischen Sozialfonds und zu 40% vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgebracht werden. Im Durchschnitt werden pro Antragsteller zwischen 7.000 und 10.000 Euro bewilligt. Somit können ca. 10.000 Gründer bzw. Unternehmer finanziell unterstützt werden und das mit einer Finanzierungssumme, welches die meisten Gründer als Kapitalbedarf haben, um sich eine berufliche Existenz aufzubauen.

Der Mikrofinanzfonds soll dabei die Lücke füllen, welche private Geldgeber und auch Banken hinterlassen haben, weil es für sie entweder zuviel Geld ist (private Unterstützung) oder zuwenig (Banken), damit es sich rechnet. Der Zinssatz liegt derzeit bei 7,5 Prozent und die Laufzeit bei bis zu 3 Jahren. Der Fond dient dabei als Absicherung der GLS-Bank vor möglichen Zahlungsausfällen, welche insbesondere bei einer Existenzgründung zu erwarten sind.

Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat die letzten 20 Jahre erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung von Gründern und Unternehmer aufgebaut. Damals wie heute adressiert er gemeinsam mit seinem Team Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern. Daraus entstanden ist auch unternehmenswelt.de, die mittlerweile größte Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern.