Titelbild cc
19.09.2013

PayPal verspricht Besserung

Letzte Woche berichteten wir, wie PayPal Gelder für Crowdfundingkampagnen zurückgehalten hatte. Diese Woche verspricht das Online-Bezahlsystem Besserung. PayPal geriet die letzten Wochen in sehr starke Kritik, da es Auszahlungen von Geldern für mehrere Projekte aus Crowdfundingkampagnen verweigerte und zudem Konten einfror. PayPal wolle zuerst Ergebnisse sehen, bevor es die Gelder auszahlen würde.

Letzte Woche berichteten wir, wie PayPal Gelder für Crowdfundingkampagnen zurückgehalten hatte (zum Artikel). Diese Woche verspricht das Online-Bezahlsystem Besserung. PayPal geriet die letzten Wochen in sehr starke Kritik, da es Auszahlungen von Geldern für mehrere Projekte aus Crowdfundingkampagnen verweigerte und zudem Konten einfror.

PayPal begründete diese Entscheidung damit, dass es von den Unternehmen zuerst Ergebnisse sehen wolle, bevor es die Gelder auszahlen würde. Sprich: Es wurde nach einem vorzeigbaren marktreifen Produkt gefragt. Diese Begründung traf auf großes Unverständnis seitens der Crowdfundingcommunity, da Crowdfundinggelder als Vorfinanzierung für eben jene Projekte und Produkte eingesammelt werden.

Es stellt sich natürlich nun die Frage, woher sich PayPal das Recht nimmt, Gelder zurückzuhalten, die ihnen gar nicht gehören? Weiter scheint PayPal den Sinn von Crowdfunding nicht recht verstanden zu haben. Mit den eingesammelten Summen sollen nämlich die Ergebnisse, die PayPal sehen will, erst verwirklicht werden.

PayPal hat wohl Angst vor zahlreichen Rückbuchungen oder gar Rückforderungen, sollte die Projektleiter das Geld einfach verprassen oder in den Sand setzten. Mittlerweile hat PayPal aber alle Gelder wieder freigegeben und verspricht Besserung für die Zukunft. Man wolle sich mit den Crowdfundingplattformen zusammen setzten, um einen sicheren Rahmen für Projekte schaffen zu können. Das Einlenken PayPals ist wohl auf das große negative Medienecho zurückzuführen.

Über den Autor

Sven Philipp