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Kopfsteuer

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Unter einer Kopfsteuer versteht man eine Steuer, bei der jeder Steuerpflichtige den gleichen absoluten Steuerbetrag zahlt - ohne Berücksichtigung persönlicher Verhältnisse wie Einkommen, Vermögen, Familienstand und Leistungsfähigkeit. Ebenso ist die Kopfsteuer unabhängig vom beruflichen Status. Die Kopfsteuer trifft gleichermaßen den Unternehmer nach der Existenzgründung wie den Freiberufler, nichtselbstständig Beschäftigte, Rentner und Privatiers.

Vorteile der Kopfsteuer bestehen in der Einfachheit der Ermittlung mit nur geringem verwaltungstechnischen Aufwand sowie in der ökonomischen Effizienz. Befürworter der Kopfsteuer sind auch der Meinung, dass durch diese die Wirtschaft begünstigt wird, was gerade Existenzgründer begrüßen. Die Begünstigung besteht darin, dass durch einen fixen Steuerbetrag die wirtschaftliche Aktivität nicht bestraft würde (derzeit: je mehr wirtschaftliche Aktivität und Gewinn = höhere Steuerlast).

Ein Problem der Kopfsteuer ist, dass sie keine Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit ermöglicht. Demzufolge wird sie oft als sozial ungerecht kritisiert. Bei einem Steuersystem, was auf einer Kopfsteuer beruht, würden Bezieher kleinerer Einkommen eine deutlich höhere Steuerlast tragen müssen, als die Bezieher hoher Einkommen. Damit ist eine Kopfsteuer in hohem Maße regressiv, im Gegensatz zu einem neutralen Steuersystem mit einkommensunabhängiger prozentualer Steuerquote.