09.12.2020

Conversational Search: Google Update weiß, wonach Kunden wirklich suchen

Kein Content ohne Kontext. Wisse, was deine Kunden wollen. So nutzt du Googles Conversational Search für dein Content Marketing. Das neue Google Update will komplexe Nutzeranfragen noch besser mit passenden Suchergebnissen matchen. Auf deiner Website, Blog oder im Online-Shop kannst du mit den richtigen Keywords als bester Anbieter punkten.

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Google hört zu und kombiniert: Conversational Search Update

Google hat ein neues Update veröffentlicht, das Nutzeranfragen noch zielgenauer mit den passenden Suchergebnissen zusammenführen will. Conversational Search ist die Fähigkeit bei mehreren nacheinander folgenden Suchanfragen sinnvolle den Kontext der übergeordneten Suchanfrage jeweils abbildende Suchergebnisse auszuspielen.

Google erklärt das Update an einigen praktischen Beispielen. Stell dir vor, du führst ein Gespräch, im Verlauf dessen du mehrere themenbezogene Fragen an deinen Gegenüber stellst. Wäre es nicht seltsam, wenn dieser jedes Mal vergessen hätte, wovon zuvor die Rede war? Ein bisschen so verhielt es sich zuletzt in den Google-Suchergebnissen, besonders häufig z.B. im Fall von Mehrdeutigkeiten bei Wortbedeutungen.

Viele Google-Suchanfragen sind Teil einer längeren Reihe von Abfragen zu einem Thema, in deren Verlauf die Suchmaschine aber nicht immer den Kontext von einer Abfrage auf eine andere zu übertragen imstande war. Insbesondere wenn in der nächsten Suche mehrere Interpretationen enthalten waren, fielen Ergebnisse möglicherweise ungenau aus. 

BERT, Conversational Search oder Signal Page Experience 

Google versucht regelmäßig das Nutzererlebnis zu verbessern und spielt unter Betreibern teils gefürchtete Core-Updates aus, welche die Performance deiner Website oder deines Online Shop empfindlich beeinflussen können. Wer sich rechtzeitig mit Anpassungen und Neuerungen vertraut macht, sichert sich im besten Fall Wettbewerbsvorteile.

Zu einigen wichtigen Core-Updates zählen u.a. BERT, das im Dezember 2019 in Deutschland ausgerollt wurde. BERT steht für "Bidirectional Encoder Representations from Transformers". Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich die Fähigkeit des Algorithmus den Zusammenhang einzelner Wörter innerhalb einer Suchanfrage besser zu verstehen. BERT erkennt und unterscheidet z.B. zwischen den Präpositionen "für" und "nach" und lieferte bereits wichtige Daten für die kontextuelle Suche, die Conversational Search jetzt weiter verfeinern soll.

Ab 2021 wird darüber hinaus Googles Page Experience Update für Unternehmen wichtig. "Signal Page Experience" folgt fest definierten Kenngrößen (Core Web Vitals), die entscheiden, ob und wie positiv Nutzer die Interaktion mit deiner Website wahrnehmen. Wer hier dem Forderungskatalog nicht entspricht, kann schnell einige Plätze im Ranking verlieren.

Wie funktioniert Contextual Search genau?

Conversational Search arbeitet mit neuesten Sprachverständnisfunktionen und will Nutzer noch einfacher zum Kern ihrer spezifischen Suchanfragen leiten. Im besten Fall erfährt dein Kunde zusätzliche seine Anfrage berührende Informationen, die er selbst noch gar nicht im Sinn hatte, die aber einen echten Mehrwert bieten.

Gleichzeitig sollen durch die neue Conversational Search Funktion relevantere Folgefragen möglich sein. Nutzer erhalten dann im Abschnitt "Ähnliche Fragen" noch zielgenauere Ergänzungen/Hinweise, als es bislang möglich war.

In der Holiday Season bedient sich Googles Webmaster des beliebten "Truthahn"-Suchbegriffs als Beispiel für die komplexe Funktionsweise der Conversational Search. Sucht ein Kunde z.B. im Anschluss an eine Anfrage rund um das Thema "Truthahn" danach, wie man Servietten zu einem Fächer faltet, würde Google ab sofort im Rahmen der ähnlichen Fragen beispielsweise vorschlagen: "Wie faltet man eine Serviette zu einem Truthahn?".

Wie profitieren Unternehmen von Conversational Search?

Egal, ob für deine Website, Blog oder Online-Shop: Wenn du mit deinem Content hoch in den Google-Suchergebnissen ranken willst, solltest du die Bedürfnisse deiner Kunden rund um ein Thema genau kennen.

Eine richtige Keywordanalyse unter Vergleich deiner zum Suchbegriff rankenden Mitbewerber und Nutzung einschlägiger Tools ist die Grundlage für die Erstellung suchmaschinenoptimierter Inhalte. 

Conversational Search und Contextual Marketing: 5 praktische Tipps 

  1. Überlege, welche Informationen deine Kunden "rund um" ein Thema interessieren könnten.
  2. Nutze Short- und Long Tail Keywords, die semantische Zusammenhänge abbilden.
  3. Verwende ähnliche Suchanfragen in Textbausteinen mit relevantem Bezug zu deinem Hauptthema.
  4. Platziere "Das könnte dich ebenfalls interessieren" Vergleichsangebote im Online-Shop.
  5. Biete Cross Selling an.

Google Update: Introducing Conversational Search 

Bobby Weber erklärt The new conversational Search experience we’re thankful for ausführlich im Google Blog. 

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Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt. Neue Ideen und Konzepte, disruptive Technologien und nachhaltiges Unternehmertum bilden ihre Interessenschwerpunkte. Zuvor war Kathleen als Redakteur für die Social Startup-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig.

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