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24.06.2019

Die Digital HUB Initiative

Das Bundeswirtschaftsministerium sowie verschiedene namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft stehen hinter der Digital Hub Initiative, die 2017 ins Leben gerufen wurde. Das Netzwerk fördert an deutschlandweiten Standorten Gründer und Startups bei der Entwicklung innovativer Projektideen zu Digital- und Technologiethemen. Als Kernziel verfolgt die Initiative ein Vorantreiben der Digitalisierung in den Kernbereichen der deutschen Wirtschaft. Wir stellen Ihnen ausgewählte Coworking Spaces der Digital HUB Initiative vor.

Die Digital Hub Initiative - Was genau ist das?

Die Digital Hub Initiative ist ein deutschlandweites Netzwerk für Gründer und StartUps, die Problemlösungen für digitale Fragestellungen entwickeln. Die Zusammenarbeit der insgesamt 12 HUBs an 16 Standorten koordiniert die HUB Agency mit Sitz in Berlin. Im Beirat der Digital Hub Initiative sitzt bereits ein prominentes Unterstützernetzwerk für die Gründer und nach Willen der Initiatoren „nächsten Einhörner Deutschlands“. Prof. Christoph Meinel, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Direktor des Hasso-Plattner-Instituts, Florian Nöll, Vorsitzender vom Bundesverband Deutsche StartUps, Janina Kugel, Chief Human Resources Officer und Mitglied des Vorstands der Siemens AG oder Dr. Bernd Welz, Chief Knowledge Officer bei SAP zählen u.a. zu den Beiratsmitgliedern.

Die nationale Hub Agency kümmert sich außerdem um Vernetzung und Weiterentwicklung der einzelnen HUBs und unterstützt die Mitglieder bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen. Regelmäßige Pitch Nights an den einzelnen Standorten bringen Gründer außerdem mit potenziellen Investoren zusammen.

Die Digital Hub Initiative und das BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert die Hub Agency (RCKT) als zentralen Betreiber. Darüber hinaus erhält Germany Trade & Invest (GTAI), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik für die Vermarktung der Digital HUB Initiative im Ausland finanzielle Förderung über einen Zeitraum von drei Jahren.

Wer gehört zum Netzwerk der Digital Hub Initiative?

Es gibt insgesamt 12 Digital Hubs in 16 deutschen Städten. Dazu zählen Digital HUBs in Berlin, Dortmund, Frankfurt a. M. und Darmstadt, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Leipzig und Dresden, Ludwigshafen und Mannheim, München, Nürnberg und Erlangen, Potsdam sowie Stuttgart.

Wie wurden die Standorte ausgesucht?

Interessenten konnten sich bis März 2017 als potenzieller Digital Hub-Standort beim BMWi bewerben. Dies wiederum entschied nach objektiven Kriterien und unter Hinzuziehung eines unabhängigen Experten-Beirats mit Vertretern aus der Digital- und Technologiebranche über die Bewerbungen. An den einzelnen Standorten selbst werden die HUBs von hiesigen Institutionen, Verbänden, Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützt.

Aufgaben und Inhalte der Digital HUB Initiative - „Das nächste Unicorn kommt aus Deutschland!“

Die Themenfelder, die in konkreten Innovationsprogrammen bearbeitet werden, erstrecken sich über Logistics, Smart Systems, Artificial Intelligence, InsurTech, Smart Mobility, Digital Health bis hin zu Cybersecurity über alle Bereiche der economy 4.0.

Eine Visionärskraft wie in Silicon Valley soll nach Willen der Digital HUB Initiative allerdings nur teilweise als quasi analoges deutsches Prinzip verwirklicht werden. Nichts weniger als die gesamte deutschlandweite Expertise der genannten Bereiche soll national und international in und durch die HUBs gefördert werden.

Die Ziele der Digital Hub Initiative - Wer profitiert davon?

  • Digitalisierung der Kernbereiche der deutschen Wirtschaft soll vorangetrieben werden durch nationale und internationale Vernetzung im Themenfeld
  • Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle
  • Austausch von technologischer und wirtschaftlicher Expertise, von Programmen und Ideen
  • „das nächste Einhorn kommt aus Deutschland!“

Coworking Spaces und die Digital Hub Initiative als Partner am Beispiel von Leipzig, Berlin und München

Neben vielfach eigens neu konzipierten Standorten oder ortsunabhängigen Projekt-Kooperationen gibt es unter einigen der deutschen Digital HUBs Coworking Spaces, die entweder durch Trägerschaft oder besondere Accelerator-Programme hervortreten. Das SpinLab in Leipzig, die Factory in Berlin und Werk1 in München zählen dazu.

Digital Hub Initiative am Standort Leipzig – Smart Infrastructure

In Leipzig dominiert das Thema Smart Infrastructure, das am Standort SpinLab in Kooperation mit etablierten Unternehmen ausgerichtet und koordiniert wird. StartUps entwickeln hier seit 2015 im Rahmen des sechsmonatigen HHL Accelerator-Programms ihre Projekte aus den Bereichen Energie, Smart City und E-Health. Ein attraktives Konditionen-Programm mit zusätzlicher Möglichkeit der Coworking-Wanderschaft für 1-2 Tage und bei freiem Zugang zu allen der 12 offiziellen HUBs in Deutschland erwartet die Gründer im von der HHL Leipzig Graduate School of Management ausgerichteten Innovationsprogramm.

Zu den weiteren Partnern zählen auf politischer Ebene die Stadt Leipzig und der Freistaat Sachsen. Regionale Unternehmen/Niederlassungen wie die VNG Gruppe, die Leipziger Gruppe, die EEX European Energy Exchange, Porsche oder Arvato Systems und AOK Plus zählen u.a. zu den Unterstützern aus der Wirtschaft. Das UFZ Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, das Deutsche Biomasseforschungszentrum, das Fraunhofer IMW und das Institut für Angewandte Informatik bieten den Gründern erstklassige Einblicke in relevante Bereiche der Angewandten und Grundlagenforschung.

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SpinLab

„Innovative und unternehmerisch denkende Teams, die ihr Start-Up skalieren wollen“ im SpinLab Accelerator der HHL Leipzig und ihrem Partnernetzwerk

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Coworking in Leipzig

Mehr als 20 Coworking-Spaces hat Leipzig zu bieten. Große Anbieter wie Design Offices oder rent24 eignen sich besonders für eine mobile internationale Klientel und befinden sich an innerstädtischen Knotenpunkten. Klassische Coworking Spaces mit weitreichendem Vernetzungs- und Förderangebot richten sich an Freiberufler und Start-Up´s der aufstrebenden Metropole. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Leipziger Coworking-Szene.

Digital Hub Initiative am Standort Berlin – FinTech & IOT

Der thematische Arbeitsschwerpunkt des Digital Hubs in Berlin liegt in den Bereichen FinTech und Internet of Things (IoT). Insbesondere die Factory ist als einer der Träger für die Netzwerkarbeit an insgesamt verschiedenen stadtweiten Standorten mitverantwortlich und gilt als einer der zentralen Anlaufpunkte für Gründer aus allen Produktbereichen.

Außerdem getragen wird die Innovationswerkstatt von der Stadt Berlin, vertreten durch Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Next Big Thing, FinLeap, dem Leistungszentrum Digitale Vernetzung (ein Kooperationsprojekt der vier Berliner Fraunhofer-Institute FOKUS, HHI, IPK und IZM) und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Die Coworking Szene am Standort Berlin

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Die Factory in Berlin Mitte

Ein HUB für die hellsten Köpfe aus Technologie, Politik, Kunst und Wissenschaft im Geiste der berühmten Factory von Andy Warhol in New York. Die Factory Berlin will Coworking als Arbeitswelt von morgen etablieren. Wer immer schon seinen Schreibtisch neben Soundcloud, Uber oder IOTA haben wollte, ist hier richtig.

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Mit seiner kreativen, innovativen und lebhaften Start-Up-Szene schafft es Berlin im europaweiten Vergleich der Coworking-Szene 2019 auf Platz 7. Deutschlandweit liegt die Hauptstadt sogar auf Rang 1, wenn es um die Ausschöpfung vorhandener und noch zu gestaltender Coworking-Strukturen geht. Zwischen St.Oberholz in Mitte und dem betahaus in Kreuzberg hat sich in mehr als 10 Jahren Coworking-Geschichte ein weites Netzwerk von Anbietern etabliert, wie an keinem anderen Standort in Deutschland.

Digital Hub Initiative am Standort München – Mobility & InsurTech

Die beiden eng agierenden Themenbereiche Mobility und InsurTech finden am Standort München ein quasi natürliches Habitat vor. Die Automobilbranche mit fast 30 Prozent Umsatzanteil und die Versicherungsbranche mit über 100.000 Beschäftigten bilden die stärksten Industriezweige in Bayern und am Innovationsstandort München. Die Affinität der beiden Schwerpunkte besteht außerdem inhaltlich. Die Zukunft des Autonomen Fahrens und hieraus sich ableitende neue Geschäftsmodelle mit bisher ungekannten Gefahren-Optionen (z.B. Unfälle führerloser Fahrzeuge und hier zu klärende Verantwortlichkeiten) verlangen nicht nur innovative Infrastruktur sondern ebensolche Versicherungsmodelle.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium und das Zentrum Digitalisierung Bayern stehen hinter dem Digital Hub München. Das Coworking Space Werk1 ist als Kooperationspartner Ausrichter eines Accelerator-Programms für InsurTech-Gründer bzw. Seed-Unternehmen. Das Interesse an der Versicherung digitaler Risiken ist in der Wirtschaft bereits breit aufgestellt und die Partner des Digital HUB München lesen sich wie das Who is Who der Versicherungsbranche: ADAC Schutzbrief Versicherungs AG, Allianz SE, ARAG, Die Bayerische, Generali Deutschland, HUK Coburg, LV 1871, Münchener Verein Versicherungsgruppe, Munich Re, NÜRNBERGER Versicherung, Versicherungskammer Bayern und die WWK Lebensversicherung a.G. zählen dazu.

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Werk1

40 digitale Startups und ein Café arbeiten gemeinsam in einer ehemaligen Kartoffelwerkstatt im Herzen von München. Das WERK1 versteht sich als Kreativquartier direkt am Puls der digitalen Startup-Szene.

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Coworking in München

Im Rahmen einer Studie von Deloitte aus dem Jahr 2018 zur Bewertung und Einschätzung digitaler Tech-Hubs in Deutschland anhand von ökonomischen Indikatoren und Kennziffern des Arbeitsmarktes hat München zuletzt den 1. Platz unter insgesamt 30 deutschen Metropolregionen erzielt. Und auch sonst sind die Werte der bayrischen Landeshauptstadt herausragend. Im Europäischen Wirtschaftsvergleich von 295 Regionen in 32 europäischen Ländern durch LaSalle Investment Management konnte München 2018 einen ebenfalls beachtlichen 5. Platz verbuchen. Trotz angespannter Immobilienlage bleibt die Stadt nach wie vor als Arbeits- und Lebensmittelpunkt attraktiv. Zahlreiche Coworking Spaces bieten hierfür die optimale Infrastruktur. Eine Auswahl von zentralen Coworking Spaces haben wir Ihnen mit ihrem jeweiligen Angebot gelistet.

Digital HUB Initiative – Bewerbung und Kontakt

Aktuell nimmt das BMWi keine Bewerbungen für neue Standorte innerhalb der Digital HUB Initiative entgegen. An den bereits teilnehmenden HUBs selbst können Gründer und StartUps nach den individuell geltenden Bewerbungs- und Eintrittsbedingungen aufgenommen werden. Hierzu erkundigen Sie sich bitte über die Fristen und Vorbedingugen der einzelnen Programme auf der jeweiligen Website der teilnehmenden HUBs.

Generelle Anfragen zur Initiative können Sie prinzipiell jederzeit an die HUB Agency in Berlin richten via Telefon unter +49 (0)30 220 122 49 oder via mail an hubagency@rckt.com.

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Immer mehr Freiberufler, Einzelunternehmer und KMU nutzen Coworking Spaces als kostengünstige Alternative zur festen Büroadresse, Networking inklusive. Wie hat sich Coworking entwickelt von "nur" freiem WLAN-Zugang in zweckentfremdeten Räumen hin zu attraktiven Metropolstandorten? Welche Modelle eignen sich für welche Personen- und Berufsgruppen? Wir stellen ausgewählte Coworking Spaces vor.

Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.