14.12.2019

Businessplan Finanzplan: Diese Punkte müssen enthalten sein

Die 5 Säulen einer soliden Finanzplanung im Überblick

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Bankdarlehen sind eine wichtige Finanzierungsform für KMU in Deutschland. Trotzdem berichten gerade kleine Unternehmen von hohen Zugangshemmnissen bei der Kreditvergabe. Entscheidend für die Bewilligung Ihres Antrags ist ein schlüssiger Finanzplan. Wir zeigen Ihnen, welche fünf Punkte Ihr Finanzplan unbedingt enthalten muss und welche häufigen Fehler Sie vermeiden sollten.

Banken überzeugen

Finanzplan erstellen: Die 5 Säulen einer soliden Finanzplanung

Der Finanzierungsmonitor 2019 hat Bedarf und Hemmnisse deutscher KMU bei der Finanzierung ihrer Vorhaben deutlich gemacht. 53,9 % der befragten Unternehmen haben 2018 Kreditverhandlungen geführt. Damit sind Bankdarlehen nach wie vor wichtige Finanzierungsquelle. Trotzdem berichten insbesondere KMU von Zugangsschwierigkeiten bei der Vergabe. Liegt das tatsächlich nur an geringer Eigenkapitalsicherung und den prinzipiell kleineren Kreditvolumina? Banken prüfen Ihren Business- und Finanzplan als Herzstück Ihrer Geschäftsidee. Diese fünf Säulen muss Ihr Finanzplan enthalten:

1. Umsatz- und Kostenplanung  

Ermitteln Sie alle variablen (umsatzabhängigen) Kosten (z.B. Material und Wareneinkauf) sowie die fixen Kosten (Löhne, Gehälter, Miete, sonstige laufende Kosten). Auf Basis dieser Kenngrößen können Sie den Deckungsbetrag errechnen (Differenz von Umsatz und variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten) und ermitteln, ab wann Ihr Unternehmen Gewinn erwirtschaften kann (Erreichen des Break Even=Gewinnschwelle nach Deckung aller Fixkosten).

2. Gründungskosten und Investitionen bestimmen im Investitionsplan/Kapitalbedarfsplan

Sämtliche Investitionen in Betriebsmittel des Anlage- und Umlaufvermögens sowie alle weiteren Gründungskosten (Genehmigungen; Gründerseminare; Notariatskosten etc.) müssen anhand eines zuvor aufgestellten Betriebsmittelplans bezeichnet werden. Zum Anlagevermögen zählen z.B. Grundstücke/ Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Geschäfts- und Betriebsausstattungen, IT-Ausstattungen, immaterielle Vermögensgegenstände (z.B. gewerbliche Schutzrechte) sowie Finanzanlagen (z.B. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen). Zum Umlaufvermögen zählen Vorräte  in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, (un)fertige Erzeugnisse und Waren, kalkulierte Reserven sowie ein fixer Kassenbestand u.a. Auch die laufenden Kosten sollten nicht zu gering beziffert und mit einem Liquiditätspuffer von 25% kalkuliert werden.

3. Liquiditätsplanung mit monatlich geschätzten Ein- und Auszahlungen

Die Liquidität Ihres Unternehmens ist der Indikator für Ihre künftige Zahlungsfähigkeit. Ihre kalkulierten Einnahmen werden hierfür den Ausgaben gegenübergestellt. Basis der Rechnung bilden Ihre liquiden Mittel als Bank- und Barguthaben zuzüglich Ihrer kalkulierten Einnahmen aus Umsatzerlösen, Privateinlagen, Gesellschaftereinlagen, eingenommener Mehrwertsteuer, Zins für Kapital und sonstigen Einzahlungen. Davon subtrahieren Sie sämtliche Ausgaben für Betriebsmittel, Investitionen, Tilgungszahlungen, private Entnahmen, abgeführte Mehrwertsteuer, Personalkosten, Wareneinkauf etc. und erhalten so idealerweise eine Überdeckung/Überschuss. Sollte ein Fehlbetrag entstehen, müssen Sie durch Eigen- oder Fremdkapital kurzfristig aufstocken. Prinzipiell sollten Sie dauerhaft Überschüsse erwirtschaften können, um ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Insofern gilt Ihre Liquiditätsplanung unbedingt für die ersten drei Geschäftsjahre.

4. Finanzierungsplan mit Gegenüberstellung von Eigenkapital und Fremdkapitalbedarf

Wieviel Fremdkapital Sie tatsächlich benötigen, ermitteln Sie, indem Sie Ihr Eigenlkapital vom oben errechneten Kapitalbedarf abziehen. Grundlegend gilt die Regel, dass mindestens 20% Eigenkapitalquote vorhanden sein sollten. Aber auch einzubringende Sicherheiten sind gemessen an Ihrer Verwertbarkeit und Nutzungdauer entscheidend für die Kreditvergabe. Sollten Sie weder Eigenkapital noch Sicherheiten vorbringen können, sind Finanzierungslösungen der Bürgschaftsbanken oder geförderte Leasingmöglichkeiten für Betriebsmittel eine alternative Finanzierungsform.

5. Rentabilitätsrechnung als Gewinn- und Verlustrechnung

Die erweiterte Gewinn- und Verlustrechnung zeigt Ihnen, ob Sie mit Ihrer Geschäftsidee Gewinne erwirtschaften werden. Hier ermitteln Sie Ihr Betriebsergebnis vor Steuern für die nächsten drei Jahre anhand einer Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Handelsgesetzbuch.

Businessplan Bankfinanzierung: Diese Punkte müssen enthalten sein

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Einen Businessplan für eine Bankfinanzierung benötigen Sie immer dann, wenn Sie Ihre Existenzgründung nicht ohne Fremdkapital realisieren können. Egal ob Hausbankdarlehen, die familiären Geldgeber oder gefördertes Darlehen, in der Regel wird ein Businessplan für die Bankfinanzierung notwendig sein. Wir unterstützen Sie bei der Realisierung Ihrer Vorhaben und zeigen Ihnen, was für die Erstellung eines bankfähigen Businessplans notwendig ist.

Finanzplan erstellen: Holen Sie sich professionelle Unterstützung

Ein professioneller Businessplan folgt inhaltlich vordefinierten Kriterien, anhand derer Sie die Tragfähigkeit Ihrer Geschäftsidee gegenüber Investoren demonstrieren sollen. Der Finanzplan ist die DNA Ihrer Überlegungen zu Markt und Wettbewerb und bestimmt den Erfolg Ihres Markteintritts entscheidend:

  • Ist meine Preiskalkulation nachhaltig?
  • Stehen kalkulierte Einnahmen und Ausgaben kurzfristig mindestens in einem deckenden Verhältnis?
  • Ab wann rechne ich mit Überschüssen?
  • Habe Ich genügend Puffer eingerechnet für unterschiedliche Geschäftsentwicklungen?
  • Wie ist das Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital?
  • etc.

Häufig schätzen Gründer zu Beginn der Selbständigkeit die Entwicklung Ihrer Geschäftsidee zu optimistisch ein oder kalkulieren die Kosten zu knapp. In den Existenzgründerseminaren von Unternehmenswelt erhalten Sie professionelle Unterstützung durch unsere Gründungsberater. Die Seminare finden bundesweit statt. Teilnehmen können alle Existenzgründer, welche sich innerhalb der nächsten 6 Monate im Haupterwerb selbständig machen möchten. Hier können Sie sich unverbindlich zum Existenzgründerseminar anmelden.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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