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22.06.2013

Trend: Soziale Banken

"Mehr, mehr, mehr! Billiger, billiger, billiger!" - so lautete das Motto der letzten Jahre. Das bedeutete auf Unternehmerseite kleinstmögliche Preise und schnelles, ständiges Wachstum. Mittlerweile jedoch orientieren sich viele Unternehmer um und suchen nach ganz anderen Geschäftsmodellen - und nach ethisch korrekten Banken für ihr Unternehmen. Zwei Kontomodelle möchten wir im Folgenden kurz vorstellen:

"Mehr, mehr, mehr! Billiger, billiger, billiger!" - so lautete das Motto der letzten Jahre. Das bedeutete auf Unternehmerseite kleinstmögliche Preise und schnelles, ständiges Wachstum. Mittlerweile jedoch orientieren sich viele Unternehmer um und suchen nach ganz anderen Geschäftsmodellen - und nach ethisch korrekten Banken für ihr Unternehmen. Soziale Geschäftskontomodelle haben eine gemeinsame Grundvoraussetzung: Der Kunde, sprich das Unternehmen, Verein, NGO, Stiftung etc. muss ethisch, sozial, ökologisch korrekt handeln. Zwei in unseren Augen besonders stimmige Modelle für ein Geschäftskonto möchten wir im Folgenden kurz vorstellen:

Ein Möglichkeit ist beispielsweise das soziale Geschäftskonto der Ethikbank. Empfohlen vom Magazin "der Handel", wurde dieses Kontomodell im Oktober 2010 auch von der Fachzeitschrift "Finanztest" besonders empfohlen - vor allem für diejenigen, die ihr Geschäftskonto online verwalten möchten. Es handelt sich um ein reines Online-Geschäftskonto, welches im ersten Jahr kostenlos ist. Buchungen jeglicher Art kosten 13 Cent (egal ob Überweisung, Lastschrift, Dauerauftrag). Inhaber dieses Kontos erhalten kostenlos Bargeld an 19.000 Automaten der Volks- und Raiffeisenbanken und Transaktionen zu einem einem Konto dieser Banken werden in derselben Sekunde ausgeführt. Des Weiteren bietet die Ethikbank eine unkomplizierte Kontoeröffnung für Gründer, die gerade eine GmbH gründen, also den offiziellen Status "GmbH in Gründnung" haben.

Auch die GLS, die älteste unter den sozialen Banken in Deutschland, bietet ein ethisches Geschäftskonto. Die GLS gehört dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken an und wurde in einer breiten Umfrage der Zeitschrift Börse Online und des Nachrichtensenders n-tv mit Abstand zur Bank des Jahres 2010, 2011 und 2012 gewählt. Grundsätzlich gleicht das GLS Geschäftskonto dem GLS Girokonto, nur dass es sich an juristische Personen, Freiberufler und Selbstständige richtet. Als Kunde der GLS Bank kann man selbst entscheiden, welche Projekte finanziell unterstützt werden, indem man den Verwendungszweck des angelegten Geldes bestimmt und somit gezielt Mehrwerte schaffen kann. Die GLS berechnet 5 Euro monatliche Kontoführungsgebühr, die Kontoführung kann online oder schriftlich erfolgen. Die Online-Buchungskosten betragen 15 Cent für Überweisungen, Gut- und Lastschriften. Bargeld erhält man kostenlos an 19.000 Automaten der Genossenschaftsbanken. Das Angebot der GLS ist zeitgemäß—sozial, ökologisch und ethisch korrekt. Eingehender über das GLS Bank Geschäftskonto können Sie sich auf der offiziellen Website der GLS informieren.

Über den Autor

Verena Freese