Titelbild
20.08.2010

Frisches Kapital für MyGall

Wie es bei vielen Branchen der Fall ist, kann sich auch die Kultur- und Kreativwirtschaft nicht dem Social-Media-Trend entziehen. Bestes Beispiel dafür ist MyGall, eine Plattform zum Kaufen und Verkaufen von Kunstwerken mit integrierter Social Community. Das Konzept scheint aufzugehen und das Interesse von Investoren zu wecken: das Unternehmen kann sich jetzt über eine Wachstumsfinanzierung freuen.

Wie es bei vielen Branchen der Fall ist, kann sich auch die Kultur- und Kreativwirtschaft nicht dem Social-Media-Trend entziehen. Bestes Beispiel dafür ist MyGall, eine Plattform zum Kaufen und Verkaufen von Kunstwerken mit integrierter Social Community. Das Konzept scheint aufzugehen und das Interesse von Investoren zu wecken: das Unternehmen kann sich jetzt über eine Wachstumsfinanzierung freuen. Die MyGall GmbH, seit kurzem mit Sitz in der Hauptstadt, erhält eine Finanzierung von dem von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwalteten VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin.

Auf MyGall können Künstler ihre eigenen Werke verkaufen und ihre Arbeit in Form von Kunstdrucken, Postern oder Grußkarten vermarkten. Der Verkauf erfolgt über die zentrale Plattform mygall.net, kann aber auch über in Partnerseiten integrierte Shops abgewickelt werden. Bei der On-Demand-Produktion und beim Versand lässt sich MyGall von externen Partnern unterstützen. Mittlerweile finden sich rund 120.000 individuelle Motive auf der Plattform. Wer Schwierigkeiten bei der Auswahl hat, der kann sich von den rund 10.000 Mitgliedern beim Kauf beraten lassen - so die Idee hinter MyGall. Das 2007 gegründete Startup kombiniert damit den Community-Gedanken mit einem Marketplace-Konzept.

Für die IBB-Beteiligungsgesellschaft ist myGall besonders interessant, weil sich das Startup bisher erfolgreich in einer Marktlücke etabliert hat. Die Long-Tail-Kunst stelle jenseits der Masse vor allem in Europa vor dem Hintergrund der zahlreichen semiprofessionellen Künstler einen spannenden Markt dar, so Katja Kühnel, Investment Managerin der IBB-Beteiligungsgesellschaft. Das frische Kapital soll nun genutzt werden, um die Plattform auszubauen und die Vermarktung des Angebots noch intensiver voranzutreiben.

Über den Autor

Kristin Lux