22.11.2010

unternehmenswelt Gründer-Story „Wörterhexe“

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Das Internet hat die Kommunikation revolutioniert und die Marketingstrategien von Unternehmen beeinflusst. Texte sind nicht mehr länger nur Werkzeuge, mit denen Angebote an den Kunden gebracht werden sollen, sondern sie sind selbst zur Ware geworden. Das hat auch Liane Schwaß erkannt und sich als freiberufliche Texterin selbstständig gemacht. Über den Weg in die Selbstständigkeit hat sie berichtet.

unternehmenswelt Gründer-Story „Wörterhexe“

Das Internet hat die Kommunikation revolutioniert und die Marketingstrategien von Unternehmen beeinflusst. Texte sind nicht mehr länger nur Werkzeuge, mit denen Angebote an den Kunden gebracht werden sollen, sondern sie sind selbst zur Ware geworden. Das hat auch Liane Schwaß erkannt und sich als freiberufliche Texterin selbstständig gemacht. Über den Weg in die Selbstständigkeit hat sie berichtet.

Was ist Ihre Geschäftsidee?
Liane Schwaß: Ob Unternehmenspräsentationen, Werbe- oder Webseitentexte, Mailing-Aktionen, Unternehmensblogs oder Auftritte bei Social-Media-Anbietern: All diese Plattformen benötigen Texte. Es hat sich ein Markt entwickelt, den die traditionellen Werbeagenturen nicht mehr allein bedienen können. So ist Raum für ein Berufsbild entstanden, das früher eher ein Nischendasein führte: Der freiberufliche Texter. Ich schreibe für Unternehmen, die gute Texte zu schätzen wissen und die an einem persönlichen und fairen Miteinander interessiert sind. Eine Win-Win Situation und ein Lächeln für beide Seiten. Preislich befinde ich mich im mittleren Bereich. Mir ist die Qualität meiner Arbeit wichtig. Darüber hinaus entspricht es aber auch meiner Überzeugung, dass die Zeiten von Billig-Content zu Dumping-Preisen ihren Zenit überschritten haben. Auf Dauer kann sich niemand schlechte Texte leisten, wenn er konkurrenzfähig bleiben will.

Wie kam es zur Existenzgründung?
Liane Schwaß: Eine Phase des persönlichen Umbruchs erforderte auch eine berufliche Neuorientierung. Im August dieses Jahres bin ich zu meinem Partner gezogen. Um den Übergang fließend zu gestalten, habe ich mir hier bereits im Februar einen Teilzeitjob gesucht und bin gependelt. Im Juli begann ich nebenberuflich zu schreiben. Nun ist es an der Zeit, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Ich habe meinen Job gekündigt und bin damit offiziell erst einmal arbeitslos. Den Gründungszuschuss werde ich jedoch nicht erhalten, denn ich war bereits vorher schon selbstständig.

Der Businessplan: Wie haben Sie diesen erstellt?
Liane Schwaß: Meine ersten Schritte bei der Erstellung eines Businessplans haben mich auf unternehmenswelt.de geführt. Das Ausfüllen meiner Profile, das hier angebotene Baukastensystem für das Unternehmenskonzept und der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitern dieser Seite haben mir sehr geholfen, meine Gedanken zu strukturieren. Für den Zahlenteil musste ich mir eine eigene Tabelle erstellen. Basis meiner Berechnungen ist ein Wortpreis. Die anfänglich noch notwendige Aufstockung durch einkommensabhängiges ALG2 verkompliziert die Kalkulation zusätzlich. Durch diese Tabelle sehe ich auf einen Blick, wie sich die Veränderung meiner Einnahmen auf Rentabilität und Liquidität auswirken, an welchen Stellen es zu Engpässen kommt und wie ich dagegensteuern kann.

Welches Marketing werden Sie machen?
Liane Schwaß: Ich schreibe hauptsächlich für das Internet und dort finde ich auch neue Aufträge. Es gibt verschiedene Texter-Jobbörsen. Es ist wichtig, eine aussagekräftige Website zu besitzen, auf der sich potenzielle Auftraggeber ein Bild über mich, meine Art zu schreiben, meine Qualifikationen, meine Preise und Referenzen machen können. Darüber hinaus bin ich auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und in Unternehmer-Netzwerken aktiv. Für die Zukunft plane ich auch die Suchmaschinenoptimierung für meine Website.

Würden Sie die Gründung noch einmal so angehen?
Liane Schwaß: Da bin ich mir nicht sicher. Ich habe einfach angefangen und das war gut so. Die erste Zeit als Texter ist hart. Gewöhnlich schreibt man zu Beginn für Agenturen. Die Wortpreise sind da weitaus geringer als bei direkten Aufträgen. Um an die zu kommen, benötigt man jedoch Referenzen. Mir wurden diese ersten Schritte durch die Unterstützung einer Freundin, die seit Jahren erfolgreich als Texterin arbeitet, sehr erleichtert. Ohne diese Hilfe hätte mich der Vergleich zwischen den Zahlen meiner Tabelle und den ersten Rechnungen, die ich geschrieben habe, vermutlich sehr ernüchtert. Der Beginn in der Nebentätigkeit ersparte mir dies und ich konnte voller Enthusiasmus durchstarten. Ich sehe jetzt aber auch, wie viel gezielter ich mit dem Businessplan arbeiten kann. Meine Gründung war von einer großen Menge Glück und günstigen Zufällen begleitet. Ein zweites Mal würde ich mich darauf aber vermutlich nicht mehr verlassen.

Wir wünschen der Gründerin Liane Schwaß für die Zukunft viel Erfolg!

Links zur Gründer-Story
Hier gelangen Sie zum persönlichen Profil von Liane Schwaß
Hier gelangen Sie zum Unternehmensprofil von Wörterhexe

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Über den Autor

Kristin Lux

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