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21.02.2014

unternehmenswelt Gründer-Story "Thomas Goral" - Kasalla Motion Design

Bereits während seines Studiums entwarf Thomas Goral das Corporate Design für sein Unternehmen. Bis zur eigentlichen Selbststänidg sollten dann aber noch ein paar Jahre der Berufserfahrung folgen. Mit hilfe des Gründungszuschuss gründete er schließlich doch seine eigene Werbeagentur. Auf was man als Unternehmer bei einer "One-Man-Show" achten muss, verrät Thomas Goral in seiner Gründer-Story auf unternehmenswelt

unternehmenswelt Gründer-Story "Thomas Goral" - Kasalla Motion Design

1. Wie sind Sie auf den Namen Ihres Unternehmens gekommen?

Thomas Goral: Während meines Studiums sollten wir im Fach Grafik-Design unser eigenes Corporate Design entwerfen. In diesem Zuge habe ich schon weiter gedacht und ein komplettes CD für mein zukünftiges Unternehmen "Kasalla" entworfen. Das Wort Kasalla kommt aus dem Kölner Raum und bedeutet soviel wie "Dampf machen" oder "Gas geben". Das fand ich für mein Unternehmen sehr passend, da ich für meine Projekte immer "Vollgas gebe"! Nach einigen Jahren Unternehmenserfahrung in Werbeagenturen, kam dann endlich der Entschluss meine eigene Werbeagentur zu gründen und mein eigener Chef zu sein.

2. Haben Sie die Gründung einer Mini GmbH in Betracht gezogen?

Thomas Goral: Ja habe ich. Ich habe das auch mit meinem Steuerberater durchgesprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Gründung einer Mini GmbH für meinen speziellen Fall momentan keinen Sinn macht.

3. Wo sehen Sie derzeit noch Schwachstellen?

Thomas Goral: Die größte Schwachstelle bei einer "One-Man-Show" ist die Akquise. Es ist äußerst schwer als Einzelperson sich zum einen zeitlich um die Neugewinnung von Kunden zu kümmern und zum anderen alleine bei Unternehmen aufzutreten. Auch der Auftritt in sozialen Netzwerken oder Jobbörsen ist äußerst schwer, da man sich in der breiten Masse über Wasser halten muss.

4. Gibt es Unternehmen oder Konzepte, die Ihnen als Vorbilder dienen?

Thomas Goral: Es gibt natürlich einige Werbeagenturen und Künstler zu denen ich aufschaue. Allerdings hat das nur mit dem gestalterischen bzw. künstlerichen Aspekt zu tun. Was meinen Unternehmensweg angeht, so habe ich einen Teil im Studium vermittelt bekommen. Den Großteil meiner Unternehmensgründung bin ich allerdings im Dunkeln getappt und musste mir das meiste selbst aneignen und mein eigenes Konzept aufbauen. Es gibt leider kein Allgemeinrezept dafür, welches nun der einzige und richtige Weg bei der Unternehmensgründung ist. Ich habe vor und während meiner Unternehmensgründung mit vielen Kollegen, Finanz- und Steuerberatern gesprochen. Jeder hatte ein anderes Konzept. So blieb mir nur die besten Sachen rauszupicken und mein eigenes Konzept zu gestalten.

5. Welche Möglichkeiten der Finanzierung haben Sie, welche Quellen stehen Ihnen zur Verfügung?

Thomas Goral: Als ich mich 2011 selbstständig gemachte habe, konnte ich auf einen neun monatigen Gründungszuschuss vomArbeitsamt zurückgreifen. Dieser Zuschuss half mir im ersten Jahr meine Miete und Versicherungen zu zahlen und zu schauen, ob meine Geschäftsidee überhaupt funktioniert. Danach war und bin ich auf mich selbst angewiesen. Als Freiberufler erhalte ich noch nicht einmal ein Dispo von meiner Bank, obwohl ich noch nie Schulden hatte oder rote Zahlen geschrieben habe. So bin ich jeden Monat darauf angewiesen genügend Umsatz zu erzielen, um meine Fixkosten zu tragen und ggf. für schlechte Zeiten was an die Seite zu legen.

6. Wie haben Sie sich über die Möglichkeit von Fördermitteln und Gründungszuschuss informiert?

Thomas Goral: Ein damaliger Arbeitskollege gab mir den Tipp zum Thema Gründungszuschuss. Daraufhin habe ich im Internet recherchiert und einen Termin beim Arbeitsamt vereinbart, um mich umfassend zu dem Thema beraten zu lassen.

7. Wer ist Ihre Zielgruppe?

Thomas Goral: Meine Hauptzielgruppe sind Unternehmen und Werbeagenturen. Dabei kommt es vor, dass ich einfache Flyer für Unternehmen gestalte, die sich dann direkt an den Endkunden richten. Andere Unternehmen dagegen verlangen Werbemittel im B2BBereich, so dass ich z.B. Imagefilme erstelle, die sich dann an andere Unternehmen richten. Bei Werbeagenturen ergänze ich häufig die Teams im Bereich 3D und Motion Design, da diese Fähigkeiten häufig in der Agentur fehlen. D.h. ich arbeite den Teams zu und gebe dem Gesamtkonzept den letzten Schliff.

8. Ihr Unternehmen basiert auf einer Onlinepräsenz? Wie machen Sie Marketing im Internet?

Thomas Goral: Wie bereits weiter oben erwähnt halte ich mich auf diversen Jobbörsen und sozialen Netzwerken auf. Natürlich habe ich auch eine eigene Onlinepräsenz (www.kasalla.eu), auf der ich kurz mein Unternehmen und vor allem meine Arbeiten vorstelle. Die beste Werbung für mich ist allerdings immer noch die klassische Mundpropaganda. Die Unternehmen und Werbeagenturen, die ich betreue, empfehlen mich immer gerne weiter, so dass ich neue Projekte generieren kann.

9. Wie sind Sie bei der Auswahl der Lieferanten und Großhändler vorgegangen?

Thomas Goral: Da ich hin und wieder Werbemittel im Printbereich für meine Kunden erstelle, war es anfangs schwierig herauszufinden, welche Großdruckerei am besten geeignet ist. Durch Empfehlungen von Kollegen und Internetrecherche habe ich dann die passende Onlinegroßdruckerei für mich gefunden.

Wir bedanken uns bei Thomas Goral und wünschen weiterhin viel Erfolg!

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Sven Philipp