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05.02.2011

unternehmenswelt Gründer-Story „Kerkermode“

Um die Unternehmensgründung mit der richtigen Portion Unternehmergeist und viel Herzblut angehen zu können, kann es nicht schaden, wenn sich Existenzgründer mit der Selbstständigkeit einen Traum erfüllen und ihr Hobby zum Beruf machen. Bei der Gründerin Anja Kammer ist dies der Fall. Sie macht sich im Bereich Modedesign selbstständig und setzt dabei auf Latex. Über ihre Gründung berichtet sie hier.

unternehmenswelt Gründer-Story „Kerkermode“

Um die Unternehmensgründung mit der richtigen Portion Unternehmergeist und viel Herzblut angehen zu können, kann es nicht schaden, wenn sich Existenzgründer mit der Selbstständigkeit einen Traum erfüllen und ihr Hobby zum Beruf machen. Bei der Gründerin Anja Kammer ist dies der Fall. Sie macht sich im Bereich Modedesign selbstständig und setzt dabei auf Latex. Über ihre Gründung berichtet sie hier.

Was ist Ihre Geschäftsidee?
Anja Kammer: Ich designe und fertige Modeaccessoires aus dem ungewöhnlichen Material Latex an. Dabei steht nicht der Latexfetisch meiner Kunden im Vordergrund, sondern eine romantische, weibliche Mode. Meine Kunden sind überwiegend Fetischisten und Fotomodelle aus der Gothicszene. All meine Schmuckstücke werden zusammen mit dem Kunden entworfen und mit Liebe gefertigt.

Aus welcher beruflichen Situation heraus haben Sie gegründet?
Anja Kammer: Ich habe meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste in den Stadtbibliotheken von Berlin-Mitte absolviert. Nahtlos habe ich einen Ein-Jahresvertrag in der Öffentlichkeitsarbeit der Bibliotheken des Bezirks bekommen. Dort arbeitete ich ständig auf mich allein gestellt und trug eine große Verantwortung. Als mein Vertrag auslief, wusste ich bereits, dass ich mein Hobby zum Beruf machen wollte. Nachdem ich mich von der Agentur für Arbeit beraten ließ, startete ich sofort in die Selbstständigkeit.

Was waren Ihre ersten Schritte bei der Existenzgründung?
Anja Kammer: Zuerst erledigte ich alle Behördengänge und schrieb meinen Businessplan. Noch bevor ich diesen allerdings bei der Agentur für Arbeit abgab, um den Gründungszuschuss zu beantragen, startete ich mein erstes Großprojekt. Diese Vorgehensweise würde ich keinem Existenzgründer empfehlen, da eine finanzielle Grundlage verständlicherweise viel wichtiger ist, als seinem Drang nach Verwirklichung vorschnell nachzugehen.

Thema Standortwahl: Wo befindet sich Ihr Atelier?
Anja Kammer: Mein Atelier befindet sich in meiner Wohnung am grünen Rand Berlins. Bis sich meine Kreationen herumgesprochen haben und ich meinen eigenen Laden eröffnen kann, wird es noch eine Weile dauern. Aber natürlich würde dieser im Herzen Berlins zu finden sein.

Wie sind Sie an die Erstellung des Businessplans herangegangen?
Anja Kammer: Zuerst habe ich mir viel Literatur über die Themen Selbstständigkeit und Businessplan beschafft. Außerdem sprach ich mit meinen Eltern, die selbst seit 20 Jahren selbstständig sind und mir meine Fragen beantworten konnten. Mein Konzept habe ich vor allem mit vielen Bildern und sehr detaillierten Preiskalkulationen versehen, was auch bei der Prüfung durch die IHK sehr geschätzt wurde.

Haben Sie einmal ein Existenzgründerseminar besucht?
Anja Kammer: Ich habe fast alle Seminare während meines Urlaubs besucht, als ich noch abhängig beschäftigt war. Es bereitete mir sehr viel Freude, immer mehr darüber zu lernen und sicherer zu werden. Insgesamt habe ich 3 mehrtägige Gründerseminare hinter mich gebracht und muss sagen, dass dies auch sinnvoll ist, da jeder Dozent die Schwerpunkte anders verteilt.

Welches Marketing werden Sie machen?
Anja Kammer: Ich nutze vor allem Social Media, Blogs und werbe auf Social Network Plattformen wie Facebook. Mein Ziel ist es, auf allen wichtigen Plattformen des Web 2.0 präsent zu sein. Außerdem wirken allein die ästhetisch eleganten Produktbilder sehr anziehend auf potenzielle Interessenten. In diesem Jahr werde ich auch meine Mode selbst als Laufstegmodel bei großen Fetisch-Messen und Events tragen.

Wie finanzieren Sie Ihre Gründung?
Anja Kammer: Ich habe meine Gründung aus dem Nichts finanziert. Lediglich ein
knapper Gründungszuschuss, der sehr an die Einkünfte eines ALG 2 Empfängers erinnert, hielt mich über Wasser. Sinnvoll ist es auch, sich ein gefülltes Warenlager anzuschaffen, bevor man in die Selbstständigkeit tritt - dies hat mir geholfen, durchzuhalten.

Wir wünschen der Gründerin Anja Kammer für die Zukunft viel Erfolg!

Links zur Gründer-Story
Hier gelangen Sie zum persönlichen Profil von Anja Kammer
Hier gelangen Sie zum Unternehmensprofil von Kerkermode

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Über den Autor

Verena Freese