03.06.2014

europatriates-Kongress

Auf dem Kongress in Saarbrücken wird ein Pilotprojekt zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa vorgestellt.

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Jugendarbeitslosigkeit stellt derzeit in vielen europäischen Ländern ein gravierendes Problem dar. In Saarbrücken treffen sich vom 23.06. bis zum 25.06. 2014 Arbeitsmarktexperten beim zum ersten Mal veranstalteten europatriates-Kongress, um neue Konzepte zur Lösung vorzustellen und zu diskutieren. In sechs Workshop-Modulen kann man sich über das europatriates-Pilotprojekt informieren.

Auf dem Europatriates-Kongress in Saarbrücken, der vom 23.06. bis zum 25.06.2014 zum ersten Mal stattfindet, sollen Konzepte zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa vorgestellt und diskutiert werden. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft des EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso.

Jugendarbeitslosigkeit ist in weiten Teilen Europas ein großes Problem. Besonders in Südeuropa aber auch in Deutschlands Nachbarländern sind die Arbeitslosenzahlen unter Jugendlichen erschreckend hoch. Die Frage, wie dieses Problem zu lösen sei, bedarf also dringend der Diskussion. Neue Ansätze sind gefragt, wie man jungen Leuten eine berufliche und persönliche Perspektive verschaffen kann. Im Rahmen des Europatriates-Kongress treffen nun Personalverantwortliche großer Unternehmen, Arbeitsmarktpolitiker und Vertreter wichtiger Arbeitsmarktakteure zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Diskutiert werden soll, inwieweit Erfahrungen im nationalen Rahmen auf die europäische Ebene übertragbar sind.

In Workshops werden neue Methoden und Tools wie das Beschäftigungsradar und die Talentdiagnostik präsentiert, die Teil des europatriates-Konzeptes sind, das von Fachleuten und Wissenschaftlern entwickelt wurde. Vorbild hierfür ist das Expatriates-Prinzip, bei dem Fachkräfte im Auftrag international agierender Unternehmen für einige Zeit in ausländische Zweigstellen entsandt werden, um später wieder in ihr Heimatland zurückzukehren. So sollen auch die Jugendlichen, die im Rahmen des Pilotprogrammes im Ausland ausgebildet werden, irgendwann wieder in ihre Heimatländer zurückkehren, um diese dann mit ihrem neu gewonnenen Wissen zu bereichern.

In sechs Modulen wird das aus den Erfahrungen in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland gewonnene Konzept auf dem Kongress vorgestellt. Das Konzept sieht verschiedene Formen der Ausbildung vor, die von den Jugendlichen in einem europäischen Partnerland absolviert werden sollen. Zu dem Pilotprogramm gehören eine zwei- bis dreijährige Ausbildung und daran anschließend ein Coaching zum Aufbau der Selbstständigkeit im Heimatland oder eine Vermittlung in ein Angestelltenverhältnis zu einem der Unternehmen, die das Programm unterstützen. Begleitend sollen Sprach- und Integrationskurse den Jugendlichen Unterstützung geben.

Die Talentdiagnostik soll zunächst die individuelle Eignung des Jugendlichen feststellen. Das Beschäftigungsradar ist eine speziell entwickelte Software, die es ermöglichen soll, regional nach freien Ausbildungs- und Arbeitsplätzen zu suchen. Mittels dieses Tools soll das Potential bestimmter Tätigkeitsbereiche in einer Region ermittelt werden, so dass regional eine gezieltere Entwicklung des Arbeitsmarktes möglich ist. Das setzt dann wieder Impulse für die Wirtschaft der gesamten Region. Langfristig soll so eine positive Wechselwirkung zwischen europäischer Ebene und lokalen Verhältnissen etabliert werden.

Zum Ende noch ein kleiner Hinweis auf ein nicht ganz so ernstes Thema in diesem Zusammenhang: der Inhaber des Webdesign-Portals iButler berichtet im Rahmen des Kongresses aus dem Blickwinkel seiner Erfahrung als Jungunternehmer über das Thema und möchte diese Gelegenheit für ein kleines Gewinnspiel nutzen. Mitspielen und Gewinnen!

Über den Autor

Stephan Leistner

unternehmenswelt