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05.08.2020

ERP-Mittelstandsförderung: Zinsgünstig finanzieren

Zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital - Das neue ERP-Wirtschaftsplangesetz 2021 unterstützt KMU mit 7,9 Milliarden Euro Fördervolumen. KMU sollen auch 2021 in Wachstum und Innovation investieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Als Gründer und Unternehmer profitierst du branchenübergreifend von zinsgünstigen Finanzierungsangeboten.

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ERP-Wirtschaftsplangesetz 2021: Zinsgünstige Finanzierung finden

Das Bundeskabinett hat Ende Juli den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2021 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können auf dieser Grundlage im Jahr 2021 zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital mit einem Volumen von rund 7,9 Milliarden Euro erhalten. Das neue Wirtschaftsplangesetz wird mit Verkündung im Bundesanzeiger seinen Vorgänger ERP-Wirtschaftsplangesetz 2020 ablösen und die neue Rechtsgrundlage für deinen Antrag auf Förderung ab 2021 bilden.

Das ERP-Sondervermögen stammt aus Mitteln des Marschallplans und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verwaltet. Im Fokus der Förderung stehen bereits seit 70 Jahren kleine und mittlere Unternehmen und hier besonders Existenzgründer sowie junge Unternehmen. Die ERP-Förderung soll die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen und der freien Berufe stärken sowie Arbeitsplätze schaffen und sichern.

Wer wird gefördert?

Branchendivers kleine und mittlere Unternehmen gemäß EU-KMU-Richtlinie sind in den einzelnen nach Schwerpunkten differenzierten Förderprogrammen antragsberechtigt.

Kreative StartUps, Handwerksbetriebe, Handel- und Dienstleistungsunternehmen, Gastronomen, Freiberufler u.v.m. können sich für die einzelnen Förderprogramme bewerben. 

Was wird gefördert?

Die Mittel im neuen Wirtschaftsplanjahrgesetz verteilen sich entlang von maßgeblich drei Förderschwerpunkten:

  1. Wagniskapital- und Beteiligungsfinanzierung:  Finanzierungslösungen, die deutschen Gründern und Unternehmern Zugang zu Wagniskapital eröffnen sollen. 
  2. Aufbau und Modernisierung bestehender Unternehmen in strukturschwachen Regionen: Am 1. Januar 2020 startete zudem ein gesamtdeutsches Fördersystem für strukturschwache Regionen. Dabei werden bislang auf Ostdeutschland beschränkte Förderprogramme auf alle strukturschwachen Regionen in Ost und West ausgeweitet. Hierzu zählen neben regionalen Schwerpunkten ebenso strukturelle Hilfen nach Gewerken wie z.B. Strukturhilfen für die Braunkohleregionen.
  3. Innovations- und Digitalisierungsförderung: ERP Innovationskredit und ERP Gründerkredit sollen Gründung, Innovationskraft und Skalierung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland stärken.

Wie wird gefördert?

In den bezeichneten Kreditlinien und Förderprogrammen des BMWi und der KfW kannst du im Förderzeitraum ab 2021 günstige Kredite und Beteiligungskapital für deine digitale Transformation, neue Geschäftsmodelle und dein  individuelles Wachstum erhalten.

Allein für den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit stellt das BMWi im Jahr 2021 ein Gesamtkreditvolumen von 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Dadurch soll "Digital Made in Germany" und ganz allgemein Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben in kleinen und mittleren Unternehmen vorangetrieben werden.

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Überbrückungshilfen: Jetzt Antrag stellen

Phase 2 der Überbrückungshilfen für die Fördermonate September bis Dezember 2020 ist gestartet. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Voraussetzungen für Antragsteller und den Link zur Registrierung findest du hier.

Start-up Hilfen Corona: Zukunftstechnologie fördern

In der Corona-Krise unterstützt die Bundesregierung jetzt Start-ups und kleine Mittelständler mit Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierungen. Gefördert werden Investitionen und laufende Kosten wie Miete und Gehälter. Du hast als kleines innovatives Unternehmen in der Krise Kapitalbedarf? Hier findest du alle Voraussetzungen für deinen Förderantrag.

NEUSTART KULTUR: Was steckt im Rettungspaket?

Das Rettungspaket NEUSTART KULTUR stellt bis Ende 2021 rund eine Milliarde Euro zusätzliche Mittel für Unternehmen der Kulturwirtschaft bereit. Die Mittel des Programms können u.a. für Investitionen, Personalkosten oder die Erstellung digitaler Kulturangebote genutzt werden. Clubbetreiber, Konzerthausveranstalter oder Theaterbetriebe zählen zum Kreis der förderberechtigten Institutionen.

Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt. Neue Ideen und Konzepte, disruptive Technologien und nachhaltiges Unternehmertum bilden ihre Interessenschwerpunkte. Zuvor war Kathleen als Content Creator für die Social StartUp-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig. Seit 2019 recherchiert die studierte Kulturwissenschaftlerin für dich alle Fakten und Zusammenhänge, die du in deinem Tagesgeschäft brauchst.