Businessplan für Onlineshop: So erstellst du einen guten Plan

Ein Businessplan für deinen Online-Handel, ist der perfekte Einstieg in eine lukrative, zukunftsträchtige Branche und hilft dir im Geschäftsalltag klare Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es egal ob du dich mit eigenem Online-Shop oder als Marktplatzhändler etablieren willst. Hier erfährst du, welche Aspekte ein Businessplan enthalten muss.

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Businessplan Online-Shop: kostenfreies Muster

Warum profitiere ich als Online-Händler von der Erstellung eines Businessplans?

Die Kosten für einen professionellen Online-Shop hängen zwar stark davon ab, wieviel du bereit bist in individuelle Software und Support zu investieren und ob du Versand und Logistik maßgeblich eigenverantwortlich betreust oder etwa auslagerst (Amazon FBA). In jedem Falle solltest du dich auf Investitionen einstellen, die sich zwischen eher austauschbaren Zero-Investment und Open-Source Varianten bewegen, bis hin zu einem individuellen Premium Package das in Summe schnell 50.000 EUR kosten kann.

Kreditgeber und Partner wollen hierbei realistische Erfolgs- und Umsatzzahlen belegt wissen. Dein Businessplan somit das maßgebliche Dokument für genau diesen Zweck. Im Businessplan ist es deine Aufgabe etwa die Geschäftsentwicklung für die ersten drei bis fünf Jahre zu kalkulieren, ein Zeitraum, in dem sich das Investment also schrittweise bereits lohnen muss.

Neben der übersichtlichen Präsentation der Geschäftsvorschau sollen auch deine Fähigkeiten als Gründer und die Schlagkraft deines Geschäftsmodells für jeden Leser deutlich werden. Der Businessplan ist deine Visitenkarte als Gründer.

Aber nochvielmehr dient dir dein Businessplan als Leitfaden und Soll/Ist-Vergleich für dich selbst. Gerade als Gründer hast du mit vielen neuen Abläufen zu kämpfen und wegweisende Entscheidungen zu treffen. Ein erstellter Businessplan kann dir die nötige Ruhe bei deinen Entscheidungen geben. Wobei der Businessplan kein Dogma darstellt, sondern ständig an Aktualität und Weitsicht zu überprüfen ist.

Wir zeigen dir mit diesem Businessplan Muster den Weg zur Erstellung auf.

Online-Shop eröffnen: Diese Inhalte gehören in deinen Businessplan

Der Businessplan enthält standardmässige Inhalte, welche du individuell mit deinem Geschäftsvorhaben ausgefüllt werden müssen. Im Nachfolgenden haben wir die wichtigsten Abschnitte für dich aufgelistet:

1. Zusammenfassung des Businessplans

Fasse in diesem Abteil kurz und präzise den Kern deiner Geschäftsidee zusammen. Das sogenannte "Executive Summary" soll den Leser neugierig machen auf die kommenden Seiten. Hier entscheidet sich, ob du Interesse wecken kannst für dein Vorhaben.  Es empfiehlt sich aus Effizienzgründen diesen ersten Teil, als letzten zu verfassen.

2. Geschäftsidee

Das Herzstück deiner Existenzgründung ist natürlich die Geschäftsidee, deren Alleinstellungsmerkmal es hervorzuheben gilt. Bist du ein Hersteller, der ein ohnehin stationär etabliertes Portfolio in neue Verkaufskanäle migriert? Willst du als FBA-Händler mit einem Nischenprodukt noch unerschlossene Märkte erreichen? Der Punkt "Geschäftsidee" deines Geschäftsplans gibt dir Gelegenheit alle grundlegenden Fragen zu deinem Angebot und dessen unternehmerischer Notwendigkeit deutlich zu machen.

3. Gründerprofil

Du als Gründer stehst hauptverantwortlich hinter deinem Projekt. Welche besonderen Fähigkeiten und Qualifikationen kannst du nachweisen, die den Erfolg als E-Commerce-Händler stützen? Was zeichnet dich gegenüber anderen Marktteilnehmern aus, so dass ein investment in deine Idee besonders aussichtsreich ist? Stelle dich und dein Team dem Leser vor. Du darfst wie explizit weiter unten im Punkt "SWOT" noch zu geschehen auch hier neben herausragenden auch weiter auszubildende Fertigkeiten benennen. 

4. Markt und Wettbewerb

Je nachdem, worauf dein Angebot zielt - Massen- oder Nischenmarkt, solItest du im Punkt "Markt und Wettbewerb" erläutern, inwiefern deine Geschäftsidee nachhaltig tragfähig oder schlicht machbar ist. Du solltest Annahmen über deinen Markterfolg immer mit aussagekräftigen Daten und Zahlen belegen, dazu zählen repräsentative Studien und Umfragen, aber auch deine eigenen Ermittlungen am Zielmarkt. Mache deutlich , dass du den Markt und deine Mitbewerber kennst. So stellst du sicher, dass du Herausforderungen meistern wirst. Eine ausführliche Markt- und Wettbewerbsanalyse ist außerdem Voraussetzung für eine fundierte Finanzplanung.

5. Marketing und Vertrieb

Das beste Produkt nützt nichts, wenn es den Kunden nicht erreicht. Halte dich an die 4 P’s im Marketing-Mix - Product, Place, Price, Promotion und entwickle anhand dessen deine individuelle Marketing-Strategie. Dazu musst du zunächst einen Überblick sämtlicher Fakten zu Angebot, Preis, Vertrieb und Werbung erstellen. So kannst du bestimmen, wieviel du für deine Marketingmaßnahmen kalkulieren musst. Beschreibe deinem Leser, welche Kanäle du für dich nutzen willst. Gerade Pinterest und Instagram eignen sich gut für eine Koppelung deiner Shop- und Social Kanäle. Aber auch die direkte Ansprache via Messenger-Dienst wird unter Kunden immer beliebter. Lege fest, wie du on- und offline deine Kunden initial und fortlaufend erreichen willst und lege abschließend für diese Marketingstrategie das notwendige Marketingbudget fest. 

6. Unternehmensorganisation

In diesem Kapitel deiner Unternehmenskonzeption musst du dich zunächst für eine Rechtsform entscheiden. Die meisten Online-Händler entschieden sich in der Vergangenheit für die Wahl einer Kapitalgesellschaft (GmbH, UG, Ltd), gefolgt von Gründungen als Einzelunternehmen. Erst diesen nachrangig entschieden sich E-Commerce-Händler dafür eine Personengesellschaft (GbR, KG, oHG, GmbH & Co. KG) zu gründen. In Deutschland gilt jede eigenverantwortliche unternehmerische Tätigkeit zunächst als Gewerbe. Dies betrifft Industrie- und Handwerksbetriebe, Händler aller Art sowie die meisten Dienstleister inklusive Onlinehändler. Du kannst aber auch als Kleingewerbetreibender aktiv werden und dabei von vereinfachten Buchführungspflichten profitieren.

Im Punkt Unternehmensorganisation spielt außerdem die Frage eine Rolle, ob du Mitarbeiter beschäftigen willst, z.B. in Service und Logistik.

7. SWOT Analyse

In diesem Kapitel beweist du Weitblick. Neben den Stärken und Schwächen deines Unternehmens, solltest du in diesem Abschnitt vor allem den Chancen und Risiken große Aufmerksamkeit schenken. Was könnte deinen Markteintritt erschweren, welche äußeren und inneren Risiken und Hürden könnten deinen Erfolg behindern und wie willst du damit umgehen?

8. Finanzierung

Um deinen Finanzierungsbedarf zu berechnen, solltest du deine Recherchen nach Webshop-Dienstleistern, Programmierern und/oder Open-Source Software bereits abgeschlossen haben. Hier stellt sich immer die Frage wie individuell dein Online-Shop gestaltet sein soll, welche Basis- und Premiumfunktionen du dir wünschst und ob ein Kundensupport durch den Dienstleister gewährleistet wird. Hinzu kommt die Frage, ob du Versand und Logistik selbst verantwortest und hier Räume anmieten und ausstatten musst zzgl. evtl. weiteres zu beschäftigendes Personal, oder ob du diesen Part an Dritte z.B. als Amazon FBA-Händler auslagerst.

Die Kosten für die Errichtung deines Online-Shops und die Geschäftsaufnahme deines Unternehmens schwanken demzufolge zwischen einigen tausend bis 50.000 EUR.

Um den initialen Einsatz zu rechtfertigen, solltest du wissen, wie du in den nächsten drei bis fünf Jahren deinen Umsatz generieren willst. Um verlässliche Zahlen zu erheben, kannst du Vergleichszahlen deiner stärksten Mitbewerber analysieren oder allgemeine Branchenauswertungen. Du musst verlässliche Größen für die drei Positionen "Besucheranzahl", "Anteil der Käufer (Konversionsrate)" sowie "durchschnittlicher Bestellwert" ermitteln, damit du eine Kalkulation aufstellen kannst, die du dann auf deine Bedürfnisse anpasst. Also, wieviele Besucher und verifizierte Käufe benötigst du, um alle deine Fixkosten zu decken. Im Umkehrschluss bedeutet das zunächst alle deine monatlichen Ausgaben inklusive deiner Startfinanzierung zu kennen und dem prospektiven Umsatz gegenüberzustellen. Jetzt erkennst du bereits, ob die Branchenvergleichszahlen und dein monatlicher Bedarf übereinkommen oder an welcher Stelle du nachbessern musst durch Kosteneinsparung oder zusätzliches Marketing.

Auch im Tagesgeschäft hast du als E-Commerce-Händler Kosten. Dein Shop muss regelmäßig gewartet und aktualisiert werden. Bei gutem Start und hohem Bestellaufkommen kann dein Warenwirtschaftssystem schnell an seine Grenzen stoßen und du musst vielleicht nachrüsten. Kalkuliere mit unvorhergesehenen Kosten im Geschäftsalltag und richte dir genügend Puffer ein.

Neben der Geschäftsidee gehört der Finanzplan zu den wichtigsten Businessplan Inhalten. Hier schauen Investoren und Kapitalgeber genauer hin und prüfen dein Vorhaben mit ihren Erfahrungen.

Du benötigst Hilfe bei der Erstellung deines Businessplans?

Mithilfe unseres Businessplan Tools bist du nur einen Schritt von einem vollständigen Businessplan entfernt. Trotz  der vielen Businessplan Beispiele, ist eine Businessplanerstellung mühselig. Mit unserem Tool wirst du sukzessive durch die Erstellung deines Businessplans geführt. Mit deinen Angaben und unseren geprüften Ausformulierungen erhältst du am Ende deinen perfekt formatierten Businessplan als PDF-Dokument zum downloaden oder ausdrucken.

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Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat die letzten 20 Jahre erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung von Gründern und Unternehmer aufgebaut. Damals wie heute adressiert er gemeinsam mit seinem Team Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern. Daraus entstanden ist auch unternehmenswelt.de, die mittlerweile größte Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern.

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