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Businessplan Einzelhandel – Ihre Strategie zur Ladeneröffnung

Sie träumen davon Ihren eigenen Laden zu eröffnen? Egal ob Lebensmittelhandel, Inneneinrichtungsgeschäft, Kiosk oder eine Mode-Boutique – ein guter Businessplan ist auch im Einzelhandel entscheidend. Damit sind Sie perfekt ausgestattet für den Start in Ihre Existenzgründung.

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Ein Businessplan fasst Ihre Geschäftsidee zur Eröffnung des eigenen Ladens strukturiert zusammen. Beginnend bei der Planung der Geschäftsstrategie inklusive Standort des Ladenlokals und Warenbestand bis hin zur Planung der darauffolgenden Meilensteine und Geschäftsjahre wird im Businessplan für den Einzelhandel alles beschrieben.

Dabei ist die Erstellung dieses Konzepts für Ihr eigenes Ladengeschäft nicht bloß ein weiteres ToDo in der stressigen Zeit der Existenzgründung.

Betrachten Sie Ihren Businessplan als Ihren Leitfaden, als die Dokumentation Ihrer Strategie. Damit haben Sie auch für die nächsten Geschäftsjahre ein hilfreiches Werkzeug, mit dem Sie jederzeit Ihre Strategie im Blick behalten.

Gleichzeitig dient der Businessplan auch im Einzelhandel als Grundlage zur Beantragung von Unterstützungen. So muss er z.B. zu folgenden Gelegenheiten vorgelegt werden:

Mit unserem kostenlosen Businessplan Tool können Sie einen individuellen Businessplan für die Eröffnung Ihres Ladengeschäfts erstellen. Im Tool können Sie flexibel alle Anpassungen vornehmen, die Sie sich wünschen und den Businessplan anschließend perfekt formatiert als pdf downloaden.

Möchten Sie selbst mit der Ausgestaltung Ihres Businessplans beginnen, sollten Sie einige inhaltliche und formale Vorschriften beachten. Hier finden Sie ein Muster für die Erstellung Ihres Businessplans im Einzelhandel.

Folgende Bestandteile sollte Ihr Businessplan dabei aber immer haben:

  1. Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte des Businessplans
  2. Geschäftsidee
  3. Gründerprofil
  4. Markt und Wettbewerb im Handwerk
  5. Marketing und Vertrieb
  6. Unternehmensorganisation
  7. SWOT-Analyse
  8. Finanzierung

Diesen Punkt des Inhalts nehmen Ihre Leser als erstes wahr. Im Optimalfall verfassen Sie diese Einleitung zum Schluss, damit Sie eine gute Überleitung zum restlichen Inhalt bietet.

Denken Sie hier vor allem daran, dass Sie keine wichtigen Elemente zu Ihrer Geschäftsidee und Ihnen als Gründer oder Gründerin vergessen. Haben Sie dabei auch im Hinterkopf, dass diese Einleitung Ihre beste Chance ist, den Leser zur weiteren Lektüre zu überzeugen.

Die Geschäftsidee bildet den Mittelpunkt Ihres Businessplans. Daran knüpfen die folgenden Kapitel des Konzepts inhaltlich an.

Beschreiben Sie hier ausführlich, welche Art von Geschäft Sie an welchem Standort eröffnen möchten. Beschreiben Sie die angebotenen Waren möglichst detailliert. Wollen Sie als Lebensmittelhändler z.B. ausschließlich Biowaren verkaufen? Eröffnen Sie einen Laden für Wohnaccessoires und konzentrieren sich dabei voll auf den nordischen Einrichtungsstil? Eröffnen Sie eine kleine Modeboutique oder werden Sie als Handelsvertreter einer etablierten Marke agieren?

Überlegen Sie an dieser Stelle auch genau, was Ihre Pläne für den neuen Laden in den nächsten Jahren sind. Planen Sie weitere Ladengeschäfte zu eröffnen? Wo soll ihr Standort sein? Warum passt gerade der gewählte Standort hinsichtlich Größe und Lage so gut zu Ihren Produkten und Ihrer Zielgruppe?

Ihre Aufgabe ist es nun, den Leser von sich als Gründerperson und zukünftigem Ladeninhaber zu überzeugen.

Beschreiben Sie hier detailliert welche Fähigkeiten Sie mitbringen, die Ihnen bei der Gründung helfen werden. Haben Sie z.B. bereits eine Ausbildung im Einzelhandel? Sind Sie Experte im Skifahren und deswegen besonders gut für die Eröffnung eines Sportgeschäfts geeignet?

Erwähnen Sie hier auch Weiterbildungen und die sogenannten Soft Skills. Als Ladeninhaber sollten Sie, sofern Sie planen, selbst auch zu verkaufen, besonders gut mit Kunden umgehen können. Beratung sollte zu Ihren Stärken gehören. Auch weitere Aufgabengebiete werden auf Sie zukommen. Erwähnen Sie also auch gern, wenn Sie Ihre Stärken in der Mitarbeiterführung oder in der Bewältigung administrativer Aufgaben sehen. Lassen Sie dabei auch Ihre Schwächen nicht unerwähnt. Versuchen Sie aber gleichzeitig Pläne zu erläutern, wie Sie diese eventuell vorhandenen Schwächen oder fehlenden Erfahrungen z.B. durch Weiterbildung zu Ihren Stärken machen können.

In diesem Kapitel sind zwei Bereiche besonders entscheidend: Eine Standortanalyse (für ihr geplantes Ladengeschäft) und eine Analyse des Gesamtmarktes bzw. von Markt- und Wettbewerb am Standort.

Im Einzelhandel ist die Lage Ihres Geschäftes ein wirklicher Erfolgsfaktor. Einige wichtige Faktoren bei der Standortwahl sind:

  • Laufkundschaft
  • Größe des Geschäfts muss zu Ihnen, Ihren Produkten und der Zielgruppe passen
  • Sind die Räume erweiterbar, falls das Geschäft schnell wächst?
  • Ist die Ausstattung und die Aufteilung der Räume angemessen?
  • Die Lage des Geschäfts muss zu Ihrer Zielgruppe passen (hält Sie Ihre Zielgruppe in dem gewählten Stadtviertel auf?)
  • Sind Parkplätze vorhanden?
  • Wie gut ist das Geschäft mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen?
  • Wie groß ist die Konkurrenz am gewählten Standort?
  • Wenn Sie größere Anlieferungen erwarten: Ist es möglich, Anlieferungen per LKW zu empfangen?
  • Gibt es behördliche Einschränkungen zur Nutzung der Geschäftsräume, die Sie betreffen?

Im zweiten Abschnitt dieses Kapitels können Sie konkrete Zahlen zur Entwicklung Ihrer Branche und dem generellen Konsumklima vorlegen. Wenn vorhanden, nutzen Sie im Optimalfall regionsbezogene Daten. Dazu können z.B. Daten aus dem Geschäftsklimaindex, Statistiken zum Einzelhandel in Deutschland (z.B. über Statista) oder Zahlen vom Handelsverband Deutschland nutzen.

So gibt es beispielsweise im Jahr 2018 300.000 Handelsunternehmen, mit einem Jahresumsatz von rund 513 Milliarden Euro. 3 Millionen Beschäftigte sind im Handel tätig. Gehen Sie auch gern auf die Preisentwicklung im Einzelhandel ein. Beschreiben Sie zudem, wie der Wettbewerb an Ihren Standort eingeschätzt werden kann.

Für dieses Kapitel sollten Sie sich Zeit nehmen, da eine gute Marketingstrategie langfristig gedacht werden will. Nur so können Sie alle entstehenden Kosten gut einplanen.

Denken Sie dabei an die 4 P´s im Marketing

  • Price (Preis)
  • Place (Standort)
  • Product (Produkt)
  • Promotion (Vertrieb)

Wie wird die Preisstruktur Ihrer Produkte sein? Welche Produkte werden Sie wo beschaffen? Warum werden genau diese Produkte so gut bei Ihrer Zielgruppe ankommen? Wer ist eigentlich Ihre Zielgruppe? Und wie können Sie Ihre potentiellen Kunden ansprechen?

Denken Sie auch einmal über das reine Ladengeschäft hinaus. Planen Sie hier mit „Multichannel“-Methoden zu arbeiten? D.H. denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob Sie die Produkte auch über Ihren eigenen Onlineshop oder bei größeren Marktplätzen wie Amazon oder Ebay anbieten möchten. Beschreiben Sie hier auch, wie Sie planen, Kunden in Ihr Geschäft zu locken. Das kann z.B. über eine innovative Schaufenstergestaltung (bei Laufkundschaft), richtiges Social Media Management, Anzeigen bei Google, Flyer oder Printanzeigen passieren.

Beschreiben Sie hier, wie Ihr Unternehmen strukturiert werden soll. Verkaufen Sie ausschließlich selbst im Geschäft oder haben Sie Angestellte? Welche Kontakte haben Sie schon zu Firmen zur Beschaffung Ihrer Waren? Versuchen Sie so konkret wie möglich die zukünftigen Abläufe und Strukturen zu erläutern. Beachten Sie immer auch die rechtlichen Vorgaben zu Themen wie Schaufenstergestaltung und Preisauszeichnung im Einzelhandel.

In diesem Kapitel legen Sie den Fokus auf die Bewertung der Stärken, Schwächen und Chancen und Risiken Ihres Unternehmens. Zeigen Sie vor allem auch auf, wie Sie mit Hilfe Ihrer Stärken die Risiken mildern und die Chancen optimal nutzen können.

Neben der Geschäftsidee und Kundengewinnung ist die Finanzierung Ihrer Existenzgründung und der ersten Geschäftsjahre entscheidend. In diesem Zahlenteil des Einzelhandelskonzepts planen Sie die finanzielle Zukunft Ihres Ladengeschäfts. Fassen Sie zusammen wie viel Eigenkapital Sie in die Gründung einbringen können und wie viel Fremdkapital Sie benötigen.

Dabei sollten sowohl einmalige Gründungskosten als auch laufende Kosten bedacht werden. Einige Beispiele zu planender Kosten:

Einmalige Ausgaben:

  • Gewerbeanmeldung
  • Kaution für die Gewerberäume
  • Geschäftsausstattung (nicht nur an die Ladenausstattung denken, sondern auch Pausenräume/Küche etc. beachten)
  • Kosten für eventuellen Umbau
  • Erste Bestellung an Waren zur Ausstattung des Geschäfts
  • Webseite erstellen (lassen)

Laufende Ausgaben:

  • Gehälter
  • Miete für das Geschäft
  • Strom und weitere Nebenkosten
  • Wareneinkauf
  • Versicherungen
  • Werbeausgaben

Erklären Sie auch, wie Sie Ihre Einkaufs-/Verkaufspreise kalkulieren und besonders die Einkaufspreise verhandeln. Eine gute Preisstrategie hat eine unmittelbare Auswirkung auf Ihren Gewinn.

Über unser Businessplan Tool können Sie sich kostenlos Ihre individuelle Businessplan Vorlage erstellen.

Es bietet sich zudem an, gemeinsam mit einem Gründungsberater den Plan durchzusprechen.

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