· Businessplan Vorlagen

Businessplan KfW: Checkliste zum Gründerdarlehen

Ein KfW-Kredit ist Katalysator für jede Gründung. Mit unserer kostenfreien Businessplan Vorlage beantwortest du die richtigen Fragen zum Finanzierungsgespräch und erhöhst deine Chancen auf ein Gründerdarlehen.

Erstelle deinen Businessplan für ein KfW-Gründerdarlehen

Ein Mann und eine Frau ordnen am heimischen Arbeitsplatz ihre Finanzen.
Mit einem soliden Finanzplan gehst du entspannt und gut vorbereitet ins Bankgespräch.

Businessplan KfW Muster: Alle Inhalte im Überblick

Die Gliederung deines Businessplans für einen KfW-Kredit besteht im Wesentlichen aus den folgenden Punkten:

  1. Executive Summary 
  2. Geschäftsidee
  3. Gründerprofil 
  4. Markt und Wettbewerb 
  5. Marketing und Vertrieb
  6. Unternehmensorganisation
  7. SWOT-Analyse 
  8. Finanzplan

Formuliere in einfachen und klar verständlichen Sätzen und bedenke, dass sich dein Businessplan an fachfremde Leser/-innen richtet. Vermeide deshalb zu viele branchenspezifische Begrifflichkeiten. 

Besonderheiten im Businessplan Beispiel KfW

Um ein Förderdarlehen der KfW zu erhalten, müssen Gründerinnen und Gründer die Tragfähigkeit ihrer Geschäftsidee herausstellen. Achte deshalb im Unternehmenskonzept auf realistische Aussagen zu perspektivischen Umsätzen und erwartbaren Kosten.

Dein Finanzplan ist das A und O einer erfolgreichen Kreditanfrage. Zu den elementaren Bausteinen im Geschäftsplan zählen:

  • eine realistische Umsatz- und Kostenplanung,
  • eine Rentabilitätsberechnung,
  • eine Rohertragsberechnung und
  • eine Liquiditätsplanung (ab 250.000 EUR Kredithöhe)

Die 5 Säulen einer soliden Finanzplanung

Businessplan-Finanzplan

Businessplan Finanzplan: Diese Punkte musst du beachten

Entscheidend für deinen unternehmerischen Erfolg ist die Finanzierbarkeit deines Geschäftsmodells, welche du in deinem Businessplan mit einem Finanzplan klärst. In diesem schaust du so realistisch wie möglich in deine finanzielle Zukunft, wodurch dieser auch Rentabilitätsvorschau genannt wird. Besonders wichtig ist dieser Punkt bei Fremdfinanzierungen.

KfW Businessplan Checkliste: FAQ

Die KfW unterstützt deine Bemühungen zum Erhalt eines ERP-Gründerkredits. Verschiedene KfW-Checklisten geben dir deshalb konkrete Fragestellungen an die Hand, auf die du im Businessplan Antworten finden solltest. Schritt-für Schritt erstellst du so eine Businessplan Vorlage, die den Ansprüchen deiner Finanzierungspartner gerecht wird. 

Auf folgende Fragen solltest du im Businessplan Beispiel für die KfW eingehen:

FAQ Geschäftsidee

  • Was ist deine Geschäftsidee (Produkt oder Dienstleistung)?
  • Welchen Nutzen hat dein Angebot?
  • Wie bekannt ist dein Produkt/deine Dienstleistung?
  • Welchen Service bietest du?
  • Was bietest du im Unterschied zu anderen Wettbewerbern (USP)?
  • Warum soll jemand dein Produkt/deine Dienstleistung kaufen?

FAQ Gründerprofil

  • Über welche schulische bzw. berufliche Ausbildung verfügst du?
  • Ist deine berufliche Qualifikation für eine Selbstständigkeit ausreichend?
  • Welche Fähigkeiten hast du (nicht), um ein Unternehmen zu führen?
  • Besitzt du ausreichende kaufmännische Kenntnisse?
  • Welche Erfahrungen hast du in der Branche deines Unternehmens?
  • Welche finanziellen Verpflichtungen hast du?
  • Wie ist es um deine Gesundheit bestellt?
  • Wer hilft dir bei Krankheit oder Unfall?
  • Unterstützt dein Partner dein Geschäftsvorhaben? 

FAQ Markt & Wettbewerb

  • Kennst du für deinen Markt Betriebsvergleichszahlen der Kammern oder Verbände?
  • Trittst du als einziger Anbieter in einem neuen oder als zusätzlicher in einem bereits bestehenden Markt auf?
  • Wer sind deine Konkurrenten?
  • Wo ist deine Konkurrenz besser/schlechter als du?
  • Wie kannst du deinen Kunden mehr Nutzen bieten?  
  • Welche Bedingungen muss der Standort erfüllen?
  • Kennst du geeignete Standorte?
  • Gibt es genügend Kunden im Einzugsgebiet des Standortes?
  • Wie ist die Verkehrsanbindung des Standortes?
  • Welche Kunden willst du ansprechen?
  • Bist du evtl. von wenigen Großkunden abhängig?
  • Wie groß ist das Marktvolumen dieser Zielgruppe?
  • Hast du schon Kundenkontakte?
  • Kennst du die Wünsche, Sorgen & Nöte deiner Zielgruppe (Buyer Persona)?

FAQ Marketing & Vertrieb

  • Wie (mit welchen Maßnahmen) erreichst du deine Zielgruppe?
  • Welche Kosten veranschlagst du für deine Marketingaktivitäten?
  • Wie willst du deine Betriebsprozesse strukturieren (vom Einkauf über die Herstellung bis zum Vertrieb)?
  • Welche Materialien, Maschinen, Einrichtungen brauchst du zur Herstellung deines Produktes bzw. zur Bereitstellung deiner Dienstleistung?
  • Was benötigst du zum Vertrieb deines Produktes/deiner Dienstleistung?
  • Wie stellst du die Bevorratung sicher?
  • Welche Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen benötigst du für welche Zeiträume?
  • Welche Teilleistungen kannst du bei Lieferanten einkaufen?

FAQ Unternehmensorganisation

  • Welche Rechtsform soll dein Unternehmen haben?
  • Welche Gesellschafterstruktur planst du?
  • Bei mehreren Gesellschaftern: Wer übernimmt welche Funktionen im Unternehmen?

FAQ SWOT-Analyse

  • Welche Ziele hast du dir für deine Firma gesetzt? Sind diese realistisch?
  • Mit welchen Maßnahmen willst du deine Ziele erreichen?
  • Wie könnte die Entwicklung deiner Branche in den kommenden Jahren aussehen?
  • Wie wird sich die Nachfrage nach deinem Angebot entwickeln?
  • Rechnest du mit mehr Konkurrenten in deinem Markt?
  • Wie reagierst du auf negative Markt-/Nachfrageveränderungen?
  • Gibt es vergleichbare Branchen, die Orientierungshilfe bieten?

FAQ Finanzplan

Die entscheidende Frage zum Schluss: Wie viel Geld brauchst du für deine Gründung?

Im Investitionsplan skizzierst du die wichtigsten Kostenfaktoren, dazu zählen u.a.:

  • Grunderwerbskosten inkl. Nebenkosten (Grundstück, Gebäude)
  • Gewerbliche Baukosten
  • Maschinen, Geräte
  • Einrichtungen, Büroausstattung
  • Fahrzeuge
  • Übernahme/Kauf von Unternehmensanteilen
  • Einmalige Patent-, Lizenz-, Franchisegebühr
  • Warenlager/Materiallager
  • Markterschließungskosten (Kosten für extern erworbene Beratungsdienstleistungen, die einmalige Informationserfordernisse bei der Erschließung neuer Märkte oder Einführung neuer Produktionsmethoden sicherstellen; Kosten für erste Messe-Teilnahmen)

Darüber hinaus sind deine Betriebsmittel hinzuzurechnen, um abzüglich vorhandener Eigenmittel den Gesamt-Kapitalbedarf zu beziffern. Hierunter fallen u.a.:

  • Personalkosten (inkl. Lohn- und Lohnnebenkosten)
  • Miete
  • Heizung, Strom, Wasser, Gas
  • Werbung
  • Kraftfahrzeugkosten
  • Reisekosten
  • Telefon, Fax, Internet
  • Büromaterial
  • Verpackung
  • Reparatur/Instandhaltung
  • Versicherungen
  • Beiträge (z.B. Kammern, Fachverbände)
  • Leasing
  • Buchführungskosten, Beratungskosten
  • Sonstige Aufwendungen

Hilfe bei der Erstellung deines Businessplans inkl. Finanzplan

Damit du einfach und sicher deinen Businessplan mit Finanzplan erstellen kannst, haben wir dank unserer langjährigen Erfahrungen für dich ein Businessplan Tool entwickelt. Mit diesem wirst du Schritt für Schritt durch deinen Businessplan bis zum Finanzplan geführt und musst lediglich deine individuellen Angaben ergänzen.

Am Ende erhältst du einen mit unseren geprüften Texten formulierten Businessplan inkl. Finanzplan, der sofort einsatzbereit ist.

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Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt über die wichtigsten Business-Themen & Trends für Gründer & Unternehmer. Zuvor war Kathleen als Redakteurin für die Social Startup-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig.

Bild-Urheber:
iStock.com/Delmaine Donson