Businessplan Fitnessstudio

ein gesundes Konzept für die Eröffnung Ihres Studios

Businessplan kostenfrei erstellen

  • Businessplan einfach & selbst erstellen
  • Existenzgründung & Übernahme
  • Gründungszuschuss & Einstiegsgeld

Die Fitnessbranche erlebt auch im Jahr 2019 wieder ein kräftiges Plus. 11,09 Millionen Mitgliedschaften in 9.343 Fitnessstudios bringen ihren Besitzern einen Umsatz von 5,33 Milliarden Euro. Wer unter diesen gleichbleibend konstant prognostizierten Bedingungen eine Gründung anstrebt, hat aktuell günstige Ausgangsbedingungen. Ein solider Businessplan schärft darüber hinaus Ihr Profil gegenüber Partnern, Investoren und Mitbewerbern.

Die gemeinsam vom Branchenverband DSSV, dem Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erhobenen Zahlen platzieren das Fitnesstraining, vor Fußball und Turnen, als mitgliederstärkste Trainingsform in Deutschland. Diese positive Nachfrage für Ihr Gründungsvorhaben können Sie entsprechend nachweislich im Punkt Markt und Wettbewerb hervorheben. Wir erklären Ihnen im Folgenden Schritt für Schritt, auf welche Punkte Sie außerdem bei der Erstellung Ihres Businessplans achten müssen.

So erstellen Sie Ihren Businessplan

Businessplan Muster: Die Gliederung des Businessplans
Businessplan Muster: Die Gliederung des Businessplans
Ihr Businessplan legt den Grundstein für eine optimale Vorbereitung auf Ihre Existenzgründung und den Weg als Unternehmer. Viele Gründer gelangen hier bereits an Ihre Grenzen. Was gehört in meinen Businessplan? Was muss ich bei den einzelnen Businessplan Kapiteln beachten? Hier finden Sie alle Antworten.

Die wichtigsten Inhalte für Ihren Businessplan

1. Zusammenfassung Ihres Businessplans

Formulieren Sie eine Zusammenfassung Ihrer Idee und warum Sie selbst als GründerIn am besten dazu geeignet sind, diese umzusetzen.

2. Geschäftsidee

Eine genaue Beschreibung Ihres geplanten oder zu übernehmenden Fitnesstudios inklusive der angebotenen Leistungen sollte hier zusammenfassend erscheinen. Machen Sie sich bewusst, dass der Fitnessmarkt immer dichter wird und bringen Sie zum Ausdruck, wie sie sich von der Konkurrenz abheben:

Sind sie besonders günstig im Preis bei vollem vergleichbaren Angebotsspektrum?

Kann man bei Ihnen zusätzliche Leistungen buchen, z.B. Ernährungsberatung

Welche besonders erwähnenswerten Ausstattungsmerkmale gibt es? (Pool; innovative Geräte; Trainer mit besonderen Lizenzen)

3. Gründerprofil

Überzeugen Sie die Leser von sich als GründerIn z.B. durch einen Hintergrund als Physiotherapeut*in, Fitnesstrainer*in oder Sportlehrer*in, Fitnessökonom*in oder -fachwirt*in;

Dokumentieren Sie jeweils relevante Fortbildungen und Qualifikationen mit den entsprechenden Zertifikaten. Eine betriebswirtschaftliche Ausbildung ist im Hinblick auf Bankengespräche erwähnenswert.

4. Markt und Wettbewerb

Der Punkt Markt und Wettbewerb widmet sich Standort- und Wettbewerber-Fragen.

Machen Sie zunächst eine Standortanalyse und definieren Sie das Einzugsgebiet Ihrer potentiellen Kundschaft:

  • Vor- und Nachteile des Standorts benennen
  • aktuelle Wirtschaftslage des Einzugsgebietes dokumentieren und eine Prognose der Zukunftsaussichten (die Industrie- und Handelskammern und jährliche Berichte aus dem Wirtschaftsdezernat können hier als Quellengrundlage dienen)
  • Mit wie viel Konkurrenz müssen Sie das Einzugsgebiet teilen? Wie planen Sie sich abzuheben?

Denken Sie bei der Standortanalyse bereits an Ihre Zielgruppe und wo sich diese demografisch bevorzugt verortet.

In der Konkurrenzanalyse nehmen Sie Bezug auf Ihre zuvor ermittelten Mitbewerber.

  • Wer sind die Mitbewerber?
  • Wo liegen Stärken und Schwächen der Mitbewerber?
  • Wie wollen Sie sich unter diesen behaupten? (Bekräftigen Sie Ihre Aussagen mithilfe einer Kunden-/Mitgliederanalyse und einer Analyse des Nachfragepotentials; benennen Sie besondere Vertragsbedingungen, z.B. Nutzungsverträge mit längeren Laufzeiten zu günstigeren Konditionen, aber auch besondere Serviceangebote)

5. Marketing und Vertrieb

Wer ist Ihre Zielgruppe und über welche Kanäle wollen Sie Ihre Mitglieder gewinnen? Mögliche Marketingfelder und Vertriebslösungen erstrecken sich von der essentiellen Online-Präsenz Ihres Unternehmens über Social Media-Kanäle bis hin zu automatisierten Online-Terminvereinbarungen, Quick-Check-In, Take Your Friends With – Angebote etc.

Legen Sie im Marketingplan fest, welche Inhalte an welche Zielgruppen kommuniziert werden sollen und konzentrieren Sie Ihre Werbeaussagen auf maximal ein bis zwei wesentliche Punkte.

Das Marketingkonzept sollte folgende Punkte grundsätzlich umfassen:

  • Situationsanalyse
  • zeitliche Planung
  • Einsatz der verwendeten Mittel
  • Art der Marketingmaßnahmen – Marketing-Controlling

6. Unternehmensorganisation

Hier beschreiben Sie, wie Ihr Unternehmen zukünftig aufgebaut werden soll:

  • In welcher Rechtsform wollen Sie gründen (Einzelunternehmer, GbR, UG, GmbH)?
  • Arbeiten Sie allein oder haben Sie von Beginn an Mitarbeiter?
  • Gewerbeanmeldung Ja oder Nein? - Eine normale Trainertätigkeit, egal ob die Leitung von Kursen oder auf der Trainingsfläche, bedarf keiner Gewerbeanmeldung und kann freiberuflich ausgeübt werden. Beachten Sie hier auch, dass bei Vorlage der Bedingungen u.U. die Kleinunternehmerregelung für Sie gelten kann. Dann müssen Sie keine Umsatzsteuer ausweisen und auch nicht an das Finanzamt abführen. Diese Regelung gilt nur, wenn sich Ihr Umsatz des Vorjahres auf nicht mehr als 17.500 Euro beläuft und der Umsatz des laufenden Jahres 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Haben Sie hohe Anschaffungskosten, weil Sie ein eigenes Studio eröffnen wollen, empfiehlt sich diese Lösung allerdings nicht. In diesem Fall sollten Sie die Umsatzsteuer ausweisen, um vorsteuerabzugsberechtigt zu sein.

In welcher Rechtsform empfiehlt sich die Gründung?

Sobald Sie im Team gründen, empfiehlt sich ein schriftlich formulierter Gesellschaftsvertrag (GbR) oder die Gründung einer Kapitalgesellschaft. Letztere musste bislang von einem Notar beurkundet werden. Eine Liberalisierung der Bedingungen durch den Gesetzgeber verspricht hier künftig jedoch eine effizientere und kostengünstigere Abwicklung

Wie hoch ist Ihr Personalbedarf und wie wollen Sie ihn decken?

Trainer, Kurskräfte, Personal Check-In und Theke wollen engagiert und besetzt sein. Welche Kosten der Personalbeschaffung und darüber hinaus Kosten der Personalqualifikation fallen an?

7. SWOT Analyse

Analysieren Sie Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, um zu zeigen, dass Sie an alles gedacht haben. Wenn Sie bereits in der Fitnessbranche tätig gewesen sind und eine fachspezifische Qualifikation nachweisen können, ist dies ein klarer Vorteil. Banken goutieren außerdem betriebswirtschaftliche Kenntnisse im Rahmen eines Förderantrags.

Bemühen Sie sich um eine Zertifizierung nach DIN-Norm 33961. Diese belegt Studiobesitzern die Qualität ihres Angebots und macht diese gegenüber dem Kunden, und auch Kooperationspartnern, sichtbar. Verantwortet von einem starken Partnernetzwerk aus DIN e.V., Deutsches Institut für Normung, TÜV Rheinland GmbH u.v.a. garantiert das Siegel hohe Qualitätsstandards.

Die Kooperationsgemeinschaft aus Ersatzkassen, den Betriebskrankenkassen, Allgemeinen Ortskrankenkassen, Innungskrankenkassen, Knappschaft und SVLFG prüft und zertifiziert darüber hinaus einzelne Kurse kostenfrei. Die maßgeblichen Handlungsfelder sind Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung/Entspannung und Suchtmittelkonsum. Entsprechend orientierte Präventionskurse können zertifiziert werden und damit als von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt gelten.

Ihre Vorteile einer Kurszertifizierung:

Sie erreichen über 63 Millionen Versicherte. Ihr Kurs erscheint in der zentralen Kursdatenbank auf den Internetseiten der Krankenkassen. Versicherte erfahren sofort, dass die Krankenkassen die Kosten für ihre Präventionskurse anteilig oder vollständig übernehmen.

8. Finanzierung

Der Zahlenteil ist ebenso wichtig wie die Geschäftsidee selbst. Hier planen Sie die finanziellen Aussichten Ihres Fitnesstudios und welche Kosten auf sie zukommen.

Umsatzplanung:

Welches Trainerhonorar werden Sie aufrufen bzw. welche Mitgliedschaftssysteme möchten Sie einrichten?

Investitionsplanung:

Die Investitionen setzen sich hauptsächlich aus den nachfolgenden Punkten zusammen:

  • Anschaffungskosten und Sicherungskosten der Immobilie (Ausstattung: Geräte (Fitness-, Cardio- und sonstiges Trainings-Equipment), Umkleideschränke, Sonnenbänke, Saunen, Theke, Dekoration, Musikanlage EDV, Spiegel, Lichtanlage, Außenwerbung etc.), eine Studiohaftpflichtversicherung
  • Erwerbskosten (Makler, Notar, Grunderwerbssteuer)
  • Umbaumaßnahmen

*Tipp:Es ist zu empfehlen, die Umbauten bei gemieteten Räumlichkeiten nicht selbst zu zahlen. Diese sollten vom Vermieter übernommen werden. Zu den Umbauten zählen unter anderem das Ziehen von Trennwänden, der Einbau von Sanitäranlagen etc.

  • Gründungskosten (Beratungskosten, Kosten für Marketing und Werbung (Eröffnungswerbung), sonstige Gebühren)
  • Besteht eine Investitionsreserve?

Kostenplanung erstellen:

Ausgaben für Studiomiete, Haftpflichtversicherung, Steuerberatung und Buchführung, Reisekosten für Ausbildung und Fortbildung (diese sind in einigen Bundesländern jährlich vorgeschrieben), Genehmigungen, Nachweise

Liquiditätsplanung erstellen:

Wie betreiben Sie Vorsorge für umsatzschwächere Zeiten?

Finanzierungsplan erstellen:

  • In welcher Höhe liegen eigene Mittel vor? (15-20% Eigenkapital wird empfohlen)
  • Berechnung der Kreditbelastung
  • Finanzierung mit/ohne Fördermittel
  • Welche Sicherheiten können für die Kredite eingebracht werden

Rentabilitätsvorschau erstellen:

- für die ersten 3 Geschäftsjahre

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