10.04.2019

Unternehmerstory mit Ina Strauch von inaBär Erziehungscoaching

„Wenn es etwas gibt, was dich wirklich begeistert, dann tue es einfach! Trau dich und lebe Deine wahre Bestimmung!“

Ina Strauch ist Coach und Autorin zum Thema Kindererziehung für Alleinerziehende und speziell für Teilzeit-Papas. Im Interview erzählt sie uns von ihrer jungen Selbständigkeit und wie sie die Herausforderungen, die ihr auf dem Weg vom öffentlichen Dienst zum Erziehungscoaching begegnet sind, gemeistert hat. Sie wollen mehr über das junge Unternehmen und dessen Pläne erfahren - dann lesen Sie die ganze beeindruckende Geschichte in der Unternehmerstory der Woche.

Hallo Frau Strauch, stellen Sie sich und inaBär Erziehungscoaching doch kurz vor!

Ina Strauch

Mein bürgerlicher Name ist Ina Strauch. Ich bin 50 Jahre alt und habe zwei fantastische Kinder, die jetzt 22 und 17 Jahre alt sind. Anfang 2019 habe ich meinen Angestelltenjob aufgegeben und bin seitdem hauptberuflich selbstständig mit InaBär – Erziehungscoaching. Ina Bär ist übrigens mein Mädchenname, den ich auch bald wieder im richtigen Leben annehmen werde.


Ich war selbst 13 Jahre alleinerziehend. Anfangs war ich damit total überfordert. Das war so schlimm, dass es gesundheitliche Folgen hatte. Da habe ich gemerkt, dass ich etwas verändern muss und begonnen, an mir zu arbeiten. Und durch meine eigene Veränderung änderte sich auch das Verhalten meiner Kinder. So entstand eine enge vertraute Bindung zwischen uns. Wir hatten viel Spaß und die Erziehung wurde plötzlich kinderleicht. Da erkannte ich, dass Erziehung bei Dir selbst beginnt, mit eigener Persönlichkeitsentwicklung.


In meinen Online-Coachings zeige ich Eltern, wie sie eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufbauen, wie sie Harmonie im Alltag schaffen, selbst wieder Entspannung finden und so ihre Familie langfristig stärken. Überwiegend begleite ich Alleinerziehende - entweder ganz individuell im Einzelcoaching oder auch in der Gruppe. Außerdem werde ich demnächst Tages-Seminare hier vor Ort in Leipzig anbieten. Um besonders viele Eltern mit diesem Thema zu erreichen, werde ich bald auch als Keynote-Speaker auf die Bühne gehen.

Wie ist die Idee zu inaBär entstanden?

Für mich war Harmonie im Alltag und die gute Beziehung zu meinen Kindern irgendwann völlig normal. In meinem Umfeld unter Kollegen und Freunden merkte ich jedoch, dass viele Probleme mit der Erziehung ihrer Kinder haben und ihren Alltag zu Hause als Stress empfinden. Da fing ich an, dem ein oder anderen Tipps im Umgang mit den Kindern zu geben. Diese Leute kamen immer wieder zu mir. Über die Zeit war es wie ein Coaching und die Mütter waren mir sehr dankbar, weil sich bei ihnen so vieles positiv verändert hatte. Da kam ich auf die Idee, darüber ein Buch zu schreiben, um auch anderen bedürftigen Eltern helfen zu können. Zum Buch schreiben nahm ich mir einen Mentor. Dieser wohnte allerdings weit von mir entfernt. Deswegen fand das Coaching online statt. Plötzlich kam mir die Idee, so ein Online-Coaching mit meinem speziellen Thema anzubieten. Da ich in meinem Angestelltenjob schon lange keine Erfüllung mehr gefunden habe, war es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Umsetzung.

Was ist das Besondere an inaBär Erziehungscoaching?

Das Besondere ist, dass man das Coaching online per Video durchführen kann. Man ist also räumlich und zeitlich unabhängig. Das heißt, ich muss als Mama oder Papa nicht zu einer bestimmten Zeit irgendwo hinfahren als zusätzliche Belastung, sondern kann mich bequem von zu Hause aus coachen lassen, z.b. am Abend, wenn mein Kind im Bett ist. Dabei stehe ich als Coach meinen Kunden bei Fragen und Problemen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung.


Außerdem habe ich ein ganz besonderes Angebot - speziell für sogenannte Teilzeit-Papas. Es gibt etliche Väter, die getrennt sind und ihr Kind nur hin und wieder, z.B. jedes zweite Wochenende, bei sich haben. Wenn Väter beruflich besonders engagiert sind, fehlt ihnen manchmal die enge Beziehung zum Kind. Dann sind sie unsicher oder sogar überfordert, was die Zeit mit ihrem Kind betrifft. Sie wissen nicht, was sie mit ihrem Kind sinnvollerweise tun können, was man kindgerecht zu essen anbietet, ob und wie man sich um Schulaufgaben kümmern muss, wie man mit dem Kind ins Gespräch kommt usw. Dafür habe ich ein spezielles Coaching.

Wann haben Sie sich dazu entschlossen ein Unternehmen zu gründen und was haben Sie davor beruflich gemacht?

Ina Strauch Erziehungsrategbär

In März 2018 kam mein Buch "Der ErziehungsratgeBÄR" heraus. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits die Idee, selbstständig ein Erziehungscoaching anzubieten. Ich habe also versucht, das neben meinem Angestellten Job zu entwickeln. Außerdem wollte ich mein Buch vermarkten. Das war enorm viel Arbeit und ich hatte keine Freizeit mehr. Ich traute mich aber auch nicht, meine Anstellung aufzugeben. Im Oktober 2018 war ich dann auf einem Motivationsseminar. Dort ging es darum, Ängste durch praktische Erlebnisse überwinden zu lernen. Trotz Höhenangst sprang ich beim Canyoning aus 8 Metern Höhe ins Wasser. Das war sozusagen mein Befreiungssprung. Als ich auftauchte, wusste ich: jetzt kann ich alles schaffen. In diesem Moment habe ich beschlossen, meine Anstellung aufzugeben.


Ich habe zuvor 20 Jahre lang im öffentlichen Dienst (überwiegend an der Uni) in der klinischen Forschung gearbeitet. Einerseits habe ich in einem Klinikum alle Studien koordiniert und als Vermittler zwischen den Ärzten und den Pharma- und Medizinprodukte-Firmen fungiert. Andererseits war ich im Datenmanagement mehrerer großer Studien tätig. Wirklich Spaß gemacht hat mir nur das Organisieren und Koordinieren. Aber es war für mich die falsche Branche, weil man immer nur mit Krankheiten zu tun hatte. Außerdem wollte ich irgendwann nichts mehr mit Pharma-Firmen und dergleichen zu tun haben.

Wie sehe Ihre berufliche Laufbahn aus, wenn Sie kein Unternehmen gegründet hätten?

Wahrscheinlich hätte ich fast noch 20 Jahre weiter die gleiche Tätigkeit ausgeübt. Es wäre keine Möglichkeit zur Weiterentwicklung da gewesen, weder finanziell noch in Bezug auf meine Aufgaben und die Karriere an sich. Ich hätte mich wohl noch viele Male gefragt: "Was mache ich hier eigentlich?"

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse konnten Sie in die Gründung einbringen? Und in welchen Bereichen gab es noch Nachholbedarf?

Meine Fähigkeiten in der Erziehung basieren auf meinen Erfahrungen und sind nachweisbar an meinen Kindern und unserer fantastischen Beziehung zueinander zu sehen.


Übung in der Wissensvermittlung habe ich bereits im privaten Bereich, wo ich mehrere Eltern beraten habe. Übrigens habe ich auch in meiner bisherigen Tätigkeit teilweise schon als Dozent gearbeitet. Aber hier geht es ja eher um die Begleitung und das emphatische Zuhören, um das Zwischen-den-Zeilen-lesen, um die Persönlichkeitsentwicklung meines Gegenübers. Da habe ich in den letzten sechs Jahren sehr hart erfolgreich an mir selbst gearbeitet und kann auch das nun weitergeben. 
Nachholbedarf gab es jedoch in vielen anderen Bereichen: Wie gründe ich ein Unternehmen? Wie schreibe ich einen Businessplan? Buchhaltung. Welche Tools und Hilfsmittel gibt es? Wie positioniere ich mich auf dem Markt? Online Marketing. Wie und wo lerne ich, gute Vorträge zu halten? usw..


Deswegen absolvierte ich 2018 ein komplettes Jahr bei der Business Factory von GEDANKENtanken und lernte dort zu Themen wie Rhetorik, Vertrieb, Kaltakquise, Positionierung, Facebook, YouTube, Online Marketing und dergleichen mehr. 
Und ich bin mir im Klaren, dass man mit dem Lernen diesbezüglich nie aufhören sollte.

Haben Sie sich während der Existenzgründung beraten lassen? Welche Angebote haben Sie genutzt?

Neben der bereits genannten Ausbildung zu sämtlichen Themen der Existenzgründung und Selbständigkeit als Coach, Trainer und Berater, habe ich an einem Coaching teilgenommen zum Thema Sichtbarkeit und Kommunikation. Und ich muss sagen, jede Ausbildung hat mich immer ein Stück weitergebracht in meiner Entwicklung.

Welche Tipps würden Sie Menschen geben, die gerade mit dem Gedanken spielen, ein Unternehmen zu gründen? Was ist besonders während der Gründung und kurz danach wichtig?

Wenn es etwas gibt, was dich wirklich begeistert, dann tue es einfach! Trau dich und lebe Deine wahre Bestimmung! Gehe den Schritt aus deiner Komfortzone! Lass dich unterstützen und motivieren, suche Dir Gleichgesinnte. Und halte durch! Ich hatte auch schlaflose Nächte. Die gehen vorbei!

Bei welchem Unternehmen würden Sie gern mal einen Tag hinter die Kulissen schauen und warum?

Da gibt es tatsächlich etwas, was mich sehr begeistert. Das ist das Unternehmen NENI, gegründet von Haya Molcho. NENI ist eine Restaurantkette, inzwischen auch eine Lifestyle-Marke. Mich begeistert die Geschichte dahinter bzw. die Familie, denn NENI bedeutet auch Familie. NENI sind die Anfangsbuchstaben der vier Söhne von Haya und Samy Molcho. Haya Molcho ist eine bemerkenswerte und sehr beeindruckende Frau. Mit ihr würde ich mich sehr gern einmal persönlich unterhalten.

Wenn Sie für inaBär Erziehungscoaching einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?

Ich möchte mit meinem Thema möglichst viele Eltern erreichen. Ich möchte allen sagen und es in die Welt hinausschreien, wie leicht es ist, eine gute Beziehung zu seinen Kindern aufzubauen, wenn man nur bereit ist, ein klein wenig an sich selbst zu arbeiten. Das möchte ich gern ganz, ganz vielen Menschen mitteilen und sie motivieren, am liebsten im Fernsehen und auch auf der Bühne. Meine Vision für dieses Jahr wäre also ein Fernsehauftritt, in einer Talkshow z.B.

inaBär Erziehungscoaching, wo geht die Reise hin? Wie sehen Ihre Pläne für die nächsten 12 Monate aus?

Neben meinen Coachings werde ich noch mehr in die Öffentlichkeit gehen. Der nächste große Schritt ist meine Rede auf der Rednernacht von GEDANKENtanken am 19. Mai diesen Jahres in Köln. Außerdem plane ich für die zweite Jahreshälfte ein weiteres Buch.
Und wer weiß, vielleicht ist ja auch der Fernsehauftritt nicht mehr weit.

Dann drücken wir Ihnen die Daumen und bedanken uns für das nette Interview, Frau Strauch.

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Über den Autor

Janine Friebel

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