Titelbild
21.04.2013

News aus der Onlinewelt - Woche 2013/16

Ein Startuptraum geht in Erfüllung. Edelight wurde an Burda verkauft; Wenn der Ansprechpartner wechselt: App Gratis fliegt aus dem AppStore; Wie viel ist Scout24 wert? Scheinbar keine 2 Milliarden, denn Springer und Bertelsmann sind abgesprungen; Das Berliner Startupbootcamp erhalt prominente Partner; Mit 9Cookies soll das Geschäft vom iPad gesteuert werden können.

Edelight wurde an Burda verkauft.
Wahrscheinlich der Traum eines jeden, der eine Startupidee an den Markt bringt. Man arbeitet hart, baut sein Unternehmen, seine Idee auf und wird dann mit einer, zwei oder noch mehr Millionen Euro dafür belohnt. Ein solches Schicksal erlitten Peter Ambrozy, Tassilo Bestler (beide Gründer) und Steffen Belitz (Geschäftsführer) von Edelight. Edelight ist ein Stuttgarter Unternehmen, welches Menschen dabei unterstützt, eine gute Kauftscheidung zu treffen. Dieses geschieht auf der Grundlage von persönlichen Empfehlungen. Bei der Übernahme wurden übrigens auch die 40 Mitarbeiter mit einer insgesamt sechsstelligen Summe bedacht.

App Gratis fliegt aus dem AppStore.
Die in Deutschland beliebte App "App Gratis" ist vor einigen Tagen aus dem App-Store geflogen. Das Geschäftsmodell des Teams ist dabei ganz auf diese App ausgerichtet und wird von über zwölf Millionen Nutzern mittlerweile genutzt. Jeden Tag bietet die App eine sonst kostenpflichtige App gratis an. Das dieses öfter gegen Regeln von Apple verstoßen hat, war schon früher der Fall. Doch soweit konnten alle Verstöße mit dem Ansprechpartner von Apple geklärt werden. Manchmal wurde daraufhin die App entsprechend angepasst. Nun hat der Ansprechpartner seitens Apple gewechselt und die App wurde aus dem Store hinaus befördert.

Wie viel ist Scout24 wert?
Die beiden Interessenten Springer und Bertelsmann sind abgesprungen. Sie hatten Interesse an Scout24, nur zwei Milliarden Euro sind dann scheinbar doch zu viel. Scout24 das sind unter Anderen die Portale ImobilienScout24, FriendScout24 und AutoScout24. Zusammen machen sie geschätzte 350 Millionen Euro Umsatz und einen Ebitda von 80 Millionen Euro. Diesen Umsatz wollte sich der Eigentümer, die Deutsche Telekom, vergolden lassen. Da die Telekom auch nicht unter Verkaufszwang steht, kann sie dem Abspringen der Interessenten entspannt begegnen.

Das Berliner Startupbootcamp erhält prominente Partner.
Ein paar bekannte Namen, wie Bosch, Mercedes-Benz und HDI werden Partner des Startupbootcamps und lassen für zehn Unternehmen unter anderem je 15.000 Euro springen. Der Hintergrund ist der, dass die namhaften Industrieunternehmen in verschiedenen strategischen Bereichen mit dem Startupbootcamp und den geförderten Startups zusammen arbeiten wollen. Für das Startupbootcamp können sich Startups bewerben, die dann nach dem Umzug nach Berlin die Möglichkeit haben, ihre Idee weiter voran zu bringen. Dafür bekommt das Startup 15.000 Euro Finanzierung, einen Büroplatz und Zugang zu vielen Mentoren. Für das Startupbootcamp bedeuten die Investoren aus der Wirtschaft vor allem eine begrüßenswerte größere mediale Aufmerksamkeit.

Mit 9Cookies soll das Geschäft vom iPad gesteuert werden können.
Zukunftsvision? Sie betreten Ihr Lieblingsrestaurant und setzten sich ganz normal an einen Tisch. Nach dem Sie etwas in der Karte gefunden haben, kommt die Bedienung und nimmt Ihre Bestellung auf. Nur anstatt diese sich zu merken, wird sie in das iPadMini getippt und sofort an den Koch weitergeleitet. Dieser gibt dann auf seinem iPad durch, sobald die Bestellung fertig ist. Sollten bestimmte Zutaten zur Neige gehen, bekommt der Einkäufer fast automatisch eine Benachrichtigung. Für größere Restaurants gibt es solche oder ähnliche Lösungen bereits. Nur waren diese Lösungen für kleine und mittelgroße Restaurants und Lieferservices bisher viel zu kostenintensiv. Die Entwickler von 9Cookies arbeiten nun daran, dass kleine und mittelständische Unternehmen ihr Geschäft vom iPad aus steuern können. Begonnen wird mit dem GastroPad. Na dann wünschen wir einen guten Appetit.

Über den Autor

Sven Philipp