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03.05.2010

News aus der Onlinewelt - Woche 2010/17

Microsofts Windows Live Messenger wird rundum erneuert und unterstützt nun auch deutsche soziale Netzwerke, AOL macht kurzen Prozess und verkauft den Instant Messenger ICQ an russische Internetfirma, Brandz Top 100: Google führt wieder einmal die Top 100 der wertvollsten Marken der Welt an

Windows Live Messenger wird sozial
Die neue Version des Instant Messengers hat 2010 neben optischen Verschönerungen noch etwas mehr zu bieten: der Messenger wird sozialer. Zusätzlich zum klassischen Instant Messaging und Videochat wird auch der Zugang zu sozialen Netzwerken ausgebaut. Neben Facebook, Twitter und Co. werden nun auch deutschsprachige Netzwerke unterstützt. So wird der Plauderkasten von schülerVZ, studiVZ sowie meinVZ auch seinen Platz in Microsofts Messenger finden. Ohne die Seiten der Netzwerke besuchen zu müssen, können in Zukunft alle Nutzer über den Messenger ihre Kommentare lesen, schreiben, chatten oder auch Fotos hochladen.

AOL verkauft ICQ
Und noch etwas in Sachen Instant Messaging: der angeschlagene Internet-Pionier AOL hat seine bekannteste Marke, den Chatdienst ICQ, an die russische Internet-Firma Digital Sky Technologies verkauft. 187,5 Millionen US-Dollar legt DST dafür auf den Tisch und spricht dabei von einer strategischen Verstärkung des Geschäfts. Das scheint gut in den Plan zu passen, denn schließlich ist DST bereits am Online-Netzwerk Facebook beteiligt. Der Verkauf von ICQ zeigt deutlich: AOL macht das rückläufige Geschäft stark zu schaffen und streicht das Konzernimperium immer weiter zusammen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Bereits im Januar hatte der einstige Internet-Gigant sein Deutschland-Geschäft dicht gemacht.

Die Top 100 der wertvollsten Marken der Welt
Seit 2006 werden sie jährlich veröffentlicht: die Brandz Top 100. Das Ranking der wertvollsten Marken der Welt macht dieses Jahr deutlich, wie gefragt Technologiefirmen 2010 wirklich sind. Diese verdrängen nämlich die klassischen Industrievertreter ganz gekonnt von der Spitze. Angeführt wird das Ranking erneut von Google mit einem Wert von 114,2 Milliarden US-Dollar. Der zweite Platz gehört IBM mit 86,3 Milliarden Dollar. Apple (83,2 Milliarden) und Microsoft (76,3 Milliarden) folgen. Unglaublich aber wahr, Technologieunternehmen haben Giganten wie Coca-Cola (Platz 5), McDonald´s (Platz 6) oder Marlboro (Platz 7) von den vorderen Plätzen verdrängt.

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Kristin Lux