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Arbitrage

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Als Arbitrage bezeichnet man das Ausnutzen von Preisunterschieden für ein Gut auf verschiedenen Märkten. Die Arbitrage hat eine ausgleichende Wirkung und somit gleichen sich die Preise auf den verschiedenen Märkten einander an. Dieser Effekt findet jedoch meist nur eine bestimmte Zeit statt. In der Praxis kauft der Arbitrageur, meist kreditfinanziert, die günstige Ware an dem einen Ort und verkauft sie dann wieder theoretisch teurer an einem anderen Ort, ohne dass er wirkliche Nettoausgaben hat.

Nimmt man die strenge Definition des Begriffes Arbitrage, dürfte sie nur durchgeführt werden, wenn die Gewinnerzielung nicht nur risikoarm, sondern risikolos ist. Es gibt verschieden Arten der Arbitrage. Die kulturelle Arbitrage nutzt kuturbedingte Eigenheiten und Traditionen aus. Die geografische Arbitrage nutzt z. B. die Vorteile geringer Transportkosten aus. Bei der mathematischen Arbitrage geht es um historische Korrelation zweier Güter, die jedoch nur kurzfristig ist. Alle Formen der Arbitrage sind ökonomischer Natur.

Die Auswirkungen der Arbitrage werden im Allgemeinen als nützlich verstanden, da sie zur Markteffizienz führt. Ein österreichischer Wirtschaftwissenschftler schuf den Begriff des wenig innovativen Arbitrage-Unternehmers, der für den individuellen Wohlstand die Preisdifferenzen ausnutzt. Im Gegensatz zu ihm steht der schöpferische Unternehmer, welcher seine Geschäftsidee auf andere Weise umsetzt. Unter Arbitrage-Bedingung versteht man, dass mit dem Angleichen der Preise keine risikolose Gewinnerzielung mehr möglich ist.