29.09.2019

Unternehmernews der Woche 39/2019

Unternehmerstory mit DERMASAAL®, Checkliste: So klappt die Gründung Ihres Fitnesstudios, Passgenaue Besetzung: Bund verlängert Programm für Willkommenslotsen u.v.m.

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Erfolgreicher Kick-Off mit dem eigenen Fitnesstudio: Mit unserer Checkliste sind Sie fit für Ihre Gründung. Auf bereits mehr als 60 Jahre Firmengeschichte blickt das Familienunternehmen DERMASAAL® zurück. Peter Saalmann erzählt im Interview von seiner Motivation als Gründer, wie er mit schwierigen Zeiten umging und was er sich für die Zukunft wünscht. Das hierzu auch Crowdfunding zählt, verwundert nicht. Investitionen in Unternehmen sind über zahlreiche Plattformen möglich und keine Seltenheit mehr. Wir stellen Ihnen einige Anbieter vor und erläutern rechtliche Rahmenbedingungen. Dies und mehr in den Unternehmernews der Woche.

Checkliste: So klappt die Eröffnung Ihres Fitnesstudios

Weltweit wurden im Jahr 2018 etwa 94 Milliarden USD Umsatz in der Fitness-Industrie erzielt. Der im Ländervergleich mit Abstand höchste Erlös wurde in den USA verzeichnet, gefolgt von Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Laut statista trainieren hierzulande etwa 4,3 Millionen Mitglieder mehrmals wöchentlich in fast 10.000 Studios. Wer sich in diesem motivierten Umfeld als Fitness- oder Yogatrainer selbständig machen möchte, muss sich unter teils aggressiven Mitbewerbern behaupten. Mit der Checkliste zur Gründung Ihres eigenen Fitnesstudios sind Sie bestens vorbereitet für einen erfolgreichen Kick-off.

Enlightening Your Health: Unternehmerstory mit Peter Saalmann von DERMASAAL®

Das Unternehmen DERMASAAL® vertreibt medizinische Geräte für die Phototherapie und ist Familienbetrieb seit mehr als 60 Jahren. Gerhard Saalmann gründete die Saalmann GmbH bereits 1957. 2005 übernahm sein Sohn, der Physiker Peter Saalmann, die Firmengeschicke. Nach schwerem Unfall und unternehmerischer Zwangspause gelang Peter Saalmann 2017 mit der geschützten Marke Dermasaal® dann der Neustart. Im Interview berichtet er von seiner unternehmerischen Motivation und wie es ihm gelang auch schwere Zeiten erfolgreich zu meistern.

Schwarmintelligenz nutzen: Crowdfunding als Investitionsform für KMU

Laut einem Evaluierungsbericht der Bundesregierung hat sich Crowdinvestment in den vergangenen Jahren zu einer immer beliebteren Investitionsform sowohl unter Anlegern als auch Emittenten entwickelt. Insgesamt 300 Mio. EUR konnten für verschiedene Projekte im Jahr 2018 eingenommen werden. Am häufigsten investierten die Anleger in Immobilienprojekte (212 Mio EUR), Unternehmen (80 Mio EUR) und Energieprojekte (6 Mio. EUR). Welche Plattform passt am besten zu Ihrem Unternehmen und Kapitalbedarf? Welche gesetzlichen Richtlinien gelten für Anleger, die als Business Angel tätig werden wollen? Welche aktuellen Investitionsprojekte sind vielversprechend? Wir folgen dem Schwarm.

Passgenaue Besetzung: Bund verlängert Förderung von Willkommenslotsen

Bereits seit 2016 unterstützen der Europäische Sozialfonds (ESF) und das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) KMU mit dem Programm “Passgenaue Besetzung” in der nachhaltigen Sicherung ihres künftigen Fachkräftebedarfs. Zum 11. September 2019 hat der Bund das Programm um weitere 4 Jahre bis 2023 verlängert. Interessierte Unternehmen können sich bundesweit an sogenannte “Willkommenslotsen” wenden, die sie bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von Geflüchteten in hiesige Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse unterstützen. Finden Sie hier alle wichtigen Informationen für ein optimales Recruiting.

Märkte und Trends

Coworking: Flexible Büroflächen auch in B-Märkten auf Wachstumskurs

Das Immobilien- und Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) hat in einer kürzlichen Marktanalyse Status Quo und Potenziale von Coworking Spaces und Flexflächen in deutschen Metropolen und ländlicheren Regionen untersucht. Demnach expandieren Betreiber aktuell nicht nur in den “Big 7”, sondern auch in sogenannten B-Märkten oder Secondary Cities (z.b. Bremen oder Nürnberg). Dieser Trend lässt sich mit den Autoren in allen Angebotssegmenten von Coworking bis Hybrid-Modell feststellen. ‚Flex-Hauptstadt‘ in Deutschland ist nach wie vor standesgemäß Berlin. Doch auch in der Peripherie ist Bewegung. Neben den bereits seit vielen Jahren etablierten Business Centern in mittelgroßen und Kleinstädten, entstehen nun nach und nach auch Coworking Spaces auf dem Land. Rund 80 Städte von mehr als 100.000 Einwohnern und fast 50 Städte mit einem Büroflächenbestand von jeweils über 1 Mio. m² gibt es in Deutschland und damit “höchst interessante Perspektiven” für Flex-Anbieter. Einen umfassenden Einblick in Markt- und Wachstumszahlen erhalten Sie auf jll.de

Kundengewinnung und Vermarktung

Absichten erkennen: So passen Sie Ihre Content-Strategie an die Search Intent Prämisse von Google an

Verschiedene Updates bei Google haben jüngst zu Veränderungen innerhalb der Ranking Faktoren geführt. So ist z.B. die Wortanzahl kein relevanter Faktor (mehr) für den SERP-Content, sondern der Fokus liegt vielmehr auf dem Search Intent des Nutzers, der sich letztlich konkret in der Suchanfrage widerspiegelt. Google möchte, dass die Nutzer so lange wie möglich bei Google bleiben und so filtert der Algorithmus anhand des Search Intent alle relevanten Informationen bereits in der SERP-Auswahl. Im schlimmsten Fall erhält ein Nutzer bereits auf dieser alle Informationen, die er benötigt, ohne jemals auf Ihrer Website gewesen zu sein. Im besten Fall erhöht sich Ihr Trust, weil der Nutzer eben genau das findet, was er sucht, wenn er tatsächlich auf Ihre Landing Page migriert.

Das bedeutet für Webmaster nun, dass Sie Ihren Content und Ihre Meta-Descriptions in jedem Fall verstärkt am Search Intent der Nutzer ausrichten müssen, wollen Sie a, weiterhin hoch ranken und b, den Nutzer gleichzeitig zum eigenen Angebot lenken.

ONLINEMARKETING.DE benennt 4 Formen von User Intent und erklärt, wie Sie diese in Ihrer Content-Strategie am besten berücksichtigen.

Recht und Steuern

Änderungen bei Meister- und Aufstiegs-BAföG ab 2020: Mehr Geld, Mehr Förderung

Die Bundesregierung plant einen substanziellen Ausbau des Meister-BAföGs und stellt dafür 350 Millionen Euro für die Aufstiegsförderung zur Verfügung. Nicht nur der Weg zum Meister wird künftig unterstützt, sondern auch andere Weiterbildungsstufen Zu den 3 wichtigsten Neuerungen zählen

  1. Erhöhung des BAföG-Höchstsatzes; derzeit liegt der Höchstsatz für Alleinstehende bei 768 EUR pro Monat, ab August 2020 soll er auf 892 EUR steigen
  2. Aufstiegs-Bafög wird ab August 2020 anders als bisher für jede einzelne Fortbildungsstufe im Rahmen der Weiterbildungsmöglichkeiten einzelner Berufsgruppen gewährt
  3. bei vollzeitschulischen Fortbildungsmaßnahmen sollen in Zukunft alle Kosten übernommen werden, statt wie bisher lediglich die Hälfte

Weitere geplante Neuerungen für Existenzgründer und einen Überblick der geförderten Weiterbildungsmaßnahmen finden Sie auf deutsche-handwerks-zeitung.de.

Achtung Betriebsprüfung:Vorsorglicher Antrag auf Teileinkünfteverfahren

Erhält der Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft eine Gewinnausschüttung, unterliegen diese grundsätzlich der Abgeltungsteuer. Bei hohen Werbungskosten kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Antrag auf Besteuerung nach dem Teileinkünfteverfahren gestellt werden. Welche steuerlichen Konsequenzen das hat und warum der Antrag sogar vorsorglich zu stellen ist, erläutert die DeutscheHandwerksZeitung mit Bezug auf ein entsprechendes Urteil des Bundesfinanzhofs. Dieser empfiehlt einen vorsorglichen Antrag selbst dann, wenn keine Gewinnausschüttungen erwartet werden als vorsorgliche Maßnahme bei der “häufig rechtlich problematischen oder zweifelhaften Qualifizierung von Einkünften” (vgl. den Wortlaut unter Entscheidungsgründe Punkt 31 und 32) wie Sie im Rahmen einer Betriebsprüfung zu Tage treten können.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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