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24.04.2020

Mutmacher Story: Peter Saalmann von DERMASAAL®

Unter der geschützten Marke DERMASAAL® hilft Peter Saalmann, Problemstellungen im Bereich der Dermatologie für Mensch und Tier effektiv zu lösen. Die Corona-Krise ist nicht die erste Krisensituation, die Peter erlebt, annimmt und zu meistern gedenkt: „Denn jede Krise, jede Niederlage, bietet eine Chance zum Wachstum.“

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Hallo Peter, schön, dich wieder im Interview zu haben! Magst du uns erzählen, welche unmittelbaren Auswirkungen die aktuelle Corona-Krise auf dein Unternehmen und Tagesgeschäft hat?

Peter Saalmann von DERMASAAL®

Vielen Dank für die erneute Gelegenheit! 

Leider kam durch die Corona-Krise alles ruckartig und nahezu komplett zum Erliegen! 

Hat dich die Bundesregierung in dieser Situation ausreichend unterstützt bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf dein Unternehmen?

Was die Soforthilfe des Landes NRW betrifft, ist mir fürs Erste geholfen worden. Dafür bin ich sehr dankbar! 

Was genau wünschst du dir jetzt vom Gesetzgeber und allen für Unternehmer relevanten nachgestellten Behörden?

Eine möglichst sachgerechte und schnelle Wiederherstellung der Arbeitsmöglichkeiten wie vor der Krise.

Kannst du einschätzen, wie es deinem Unternehmen in sechs Monaten wirtschaftlich gehen wird? Bist du eher optimistisch oder pessimistisch?

Solch eine Krise hat es meiner Ansicht nach seit dem 2. Weltkrieg nicht gegeben. Die Entwicklungen der Aktienindizes, Ölpreise und so weiter sind ein Beispiel für die aktuelle Situation. Ich fürchte, es wird eine Regression oder Rezession sämtlicher relevanter Industrien und deren Marktdaten geben. Eine Prognose mag ich nicht erstellen.

Dennoch bin ich grundsätzlich optimistisch, sonst hätte ich mich vor einigen Jahren, nach meinem schweren Unfall und damit dem Verlust unseres fast 60-jährigen Familienunternehmens, nicht wieder für die Selbstständigkeit entschieden. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Erkennst du vielleicht sogar Chancen, die du aufgrund der Corona-Krise als Unternehmer jetzt verstärkter wahrnimmst?

Mir fällt auf, dass es inzwischen mehr direkte Gespräche gibt, dass Menschen also besser zuhören. Und diese höhere Aufmerksamkeit zeitigt wiederum eine größere Akzeptanz. 

Kürzlich wurde in einem Gespräch mit dem Zukunftsforscher Matthias Horx über das Thema „Glokalisierung“ gut herausgestellt, wie eine Synthese aus globalem und lokalem Denken und Handeln in der Auflösung dieser Paradoxien entstehen kann und zu positiven Effekten führt! Diese Chance sehe ich als mögliche Folge der Corona-Krise für mich als Unternehmer und damit auch für mich als Mitglied dieser Gesellschaft. 

Wie reagierst du im Tagesgeschäft auf die derzeitigen Beeinträchtigungen regulärer Wirtschaftskreisläufe?

Indem ich mich aktiv um die Aufrechterhaltung meines Tagesgeschäftes kümmere und versuche, auch kleine Gelegenheiten zu nutzen! 

Hat die Krise grundsätzlich Einfluss auf deine angebotenen Dienstleistungen?

Allerdings! Mir fehlt die Mobilität, also meine Reisetätigkeit, und ich kann nur versuchen, sie durch Telefonate zu ersetzen und mit bestehenden Kunden, weniger mit Neukunden, zu kommunizieren.

Wie kommunizierst du deinen Kunden die besondere Ausnahmesituation?

Das ist bei der allgemeinen Ausnahmesituation nicht besonders schwierig, da jeder mehr oder weniger starke Einschränkungen erlebt und daher viel Verständnis mitbringt. Leider werden Geschäftsabschlüsse größeren Volumens in der Regel jedoch auf „bessere Zeiten“ verschoben.

Bekommt Digitalisierung für dich und dein Geschäftsmodell einen neuen Stellenwert?

Es wäre schön, wenn ich nun endlich mein Online-Geschäft weiter ausbauen und einen funktionierenden Online-Shop installieren könnte, doch das ist aus zeitlichen und finanziellen Gründen sehr schwierig. 

Du hast vorhin deinen Unfall und den Verlust eures Familienunternehmens angesprochen. Ist die Corona-Krise trotzdem dein schwerster Meilenstein?

Nein, es ist bei weitem nicht der schwerste Meilenstein in meiner unternehmerischen Karriere!

Wie ihr wisst, war ich Nachfolger in einem fast 60-jährigen Familienunternehmen und habe erfolgreich Entwicklungen in der Medizintechnik in Konkurrenz zur extrem marktverzerrenden, finanzstarken Pharmaindustrie getätigt, ich habe einen sehr schweren Autounfall erfolgreich überstanden, ich habe dabei unser Familienunternehmen verloren, ich habe mich wieder in die Selbstständigkeit begeben, und ich bereue es keinen Tag!

Das klingt ausgesprochen energiegeladen! Welchen motivierenden Rat, möchtest du anderen Gründern und Unternehmern für ihr Krisenmanagement mit auf den Weg geben?

Sondiere deine individuellen Problemstellungen und finde Lösungen, gegebenenfalls mit einem Mentor oder einem Berater deines Vertrauens.

Fokussiere dich auf deine elementaren Ziele, ohne aktuelle Verpflichtungen zu negieren.

Sei mutig, lass deine Fantasie spielen und trau Dich was, auch wenn es daneben gehen kann. Denn jede Krise, jede Niederlage, bietet eine Chance zum Wachstum. Nutze sie für dich und andere, denn nur, wenn deine Tätigkeit allen nutzt, wird sie dich auch erfüllen! 

Vielen Dank, dass du wieder Zeit für uns gefunden hast, Peter!

Wir haben euch DERMASAAL® im September 2019 bereits ausführlich vorgestellt. Hier kannst du das ursprüngliche Interview mit Peter Saalmann nachlesen. 

So kannst du Peter und DERMASAAL® erreichen

Hier geht's zur Website von DERMASAAL®:
https://dermasaal.de

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Möchtest du mehr darüber lesen, wie Peter seine schwerste Krise überstanden hat?

Peter Saalmann

Unternehmerstory mit Peter Saalmann von DERMASAAL®

Das Unternehmen DERMASAAL® vertreibt medizinische Geräte für die Phototherapie und ist Familienbetrieb seit mehr als 60 Jahren. Nach schwerem Unfall und unternehmerischer Zwangspause gelang Peter Saalmann 2017 mit der geschützten Marke Dermasaal® ein Neustart. Im Interview berichtet er von seiner unternehmerischen Motivation und wie es ihm gelang, schwere Zeiten erfolgreich zu meistern.

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Über den Autor

Iris Kirchhoff

Ich bin seit Anfang 2020 im Redaktionsteam der unternehmenswelt.de, wo ich mich vorrangig um die Unternehmerstories kümmere. Ich habe selber 13 Jahre lang einen inhabergeführten Einzelhandel verantwortet und weiß, wie der Alltag eines Unternehmers aussieht. Schreiben kann ich, weil ich nach meinem Studium der Filmwissenschaften, American Cultural Studies und Publizistik als Pressereferentin und Texterin für deutsche und internationale Unternehmen tätig war.