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19.04.2020

Corona-Krisenmanagement, Homeoffice Tools & Mutmacher Stories

Kleine Händler dürfen nach Beschluss der Bundesregierung ihr Tagesgeschäft ab sofort wieder aufnehmen. Wir erklären den neuen Arbeitsschutzstandard COVID 19, den du dabei beachten musst. Entdecke Online Meeting und Social Tools für deine nahtlose Kommunikation im Homeoffice. In unseren Mutmacher Stories erfährst du, wie andere Unternehmer die Krise bewältigen.

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Unsere Titel-Themen der Woche

Tools I: Online Meeting und Web Conferencing Tools

Als Freiberufler oder Remote Team im Homeoffice brauchst du ein Online Meeting Tool, das dich mit Kunden und Kollegen jederzeit und überall verbinden kann. Von Zoom bis Jitsi geben wir dir einen Überblick zu einigen kostenfreien Optionen für dein nächstes interaktives Online Meeting.

Tools II: Kostenfreie Kommunikation und Social Tools

Übersichtliche Kommunikationsverläufe, themenspezifische Channel und dabei immer die volle Zugriffskontrolle - digitale Messenger Dienste und Social Tools machen Spaß und können deine interne Unternehmenskommunikation vereinfachen. Von Chanty bis Slack: Wir erklären die wichtigsten Features von fünf digitalen Kommunikationstools, die du kostenfrei nutzen kannst.

Liqiudität sichern: Steuererleichterungen für KMU

Im Rahmen des Corona-Schutzschirmpakets hat die Bundesregierung steuerliche Erleichterungen für Unternehmer und Arbeitgeber beschlossen. Wir beantworten wesentliche Fragen zum Umfang der Maßnahmen. Erfahre hier, welche Steuern du jetzt stunden kannst, wie lang eine Stundung maximal währt und wo du deinen formlosen Antrag stellst.

Krisenmanagement: Der neue Arbeitsschutzstandard COVID 19

Für Einzelhändler mit einer maximalen Ladenfläche bis 800 qm ist der behördlich verordnete Lockdown vorüber, sie dürfen ihr Tagesgeschäft ab sofort wieder aufnehmen. Damit dies ohne Bußgeldbescheid geschieht, solltest du den ebenfalls in dieser Woche vom Bundesarbeitsministerium beschlossenen Arbeitsschutzstandard COVID 19 befolgen. Wir erklären die wichtigsten Regeln in unserem Beitrag.

Mutmacher I: Marc Mittfeld von Vision Softfair

Marc Mittfeld, Gründer von Vision Softfair, wünscht sich derzeit von Gesetzgeber und Behörden „eine einfache und für alle verständliche Vorgehensweise, die so wenig bürokratisch wie möglich ist.“ Im Interview erzählt Marc, wie er als Software- und Webentwickler die Corona-Krise erlebt.

Mutmacher II: Nazyf Spaija von Taxi LUMI

Für Nazyf Spaija von Taxi LUMI ist die Corona-Krise „die größte Belastungsprobe“ seiner bisherigen unternehmerischen Laufbahn. Dennoch bleibt er gelassen. Wie ihm das gelingt, erzählt uns Nazyf im Interview.

Mutmacher III: Silvia Fritzsch von Familie und ich

„Digitaler werden, wo immer es sinnvoll, möglich und rechtlich zulässig ist.“ Das ist die Empfehlung von Silvia Fritzsch von "Familie und ich". Wie es der Heilpraktikerin für Psychotherapie in der Krise geht, erzählt sie uns im Gespräch.

Newsticker: Was sonst noch passiert ist

Von 60 auf 80 Prozent: Kommt die Erhöhung des Kurzarbeitergelds? / Corona-Schutzschirm

Bislang bekommen Arbeitnehmer in Kurzarbeit staatliche Zuschüsse von 60 beziehungsweise 67 Prozent. Gewerkschaften, Verbände und zahlreiche Politiker fordern seit Wochen einen Anstieg des Kurzarbeitergelds auf 80 Prozent. Dem schließt sich nun auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil an. WirtschaftsWoche fasst die Ereignisse zusammen.

Vorsicht Fake: Nach NRW stoppt auch Sachsen Auszahlung von Soforthilfen / Soforthilfen Corona

Nachdem betrügerische Websites in mehreren Bundesländern versucht haben, persönliche Daten von Antragstellern zu phishen, um ihrerseits selbst einen Antrag auf Soforthilfe zu stellen, haben die Behörden nun reagiert und - zum Leidwesen der tatsächlich Betroffenen - die Antragsverfahren einstweilen ausgesetzt. In Sachsen ermittelt Generalstaatsanwalt Hans Strobl persönlich. Mehr dazu liest du auf tag24.de.

Alltagsmasken: Mit dieser Kennzeichnung entgehst du Abmahnungen / E-Commerce, Recht und Steuern

Viele Freiberufler und kleine Unternehmen versuchen aktuell krisenbedingte Umsatzausfälle durch einen Produktionswechsel mithilfe der Herstellung von nicht medizinischen "Alltagsmasken" auszugleichen. Bei Marketing und Vertrieb gilt es jedoch auf genaue Kennzeichnung zu achten, um nicht wegen fälschlicher odee irreführender Produktinformation abgemahnt zu werden. Die Rechtsexperten von Lampmann, Haberkamm und Rosenbaum geben Tipps für zweifelsfreie Etikettierung.

Tools: Google Meet erhält Zoom Layout / Online Meeting und Conferencing Tools

Unter den Online Meeting und Web Conferencing Tools ist Google Meet eine Instituiton, die sich gleichsam agil weiterentwickelt. So hat Google kürzlich Meet mit einigen neuen Features versehen. Dazu zählen ein Layout, das ähnlich wie bei Zoom eine simultane und gleichberechtigte Anzeige vieler Teilnehmer der Konferenz ermöglicht. Außerdem können User die Calls künftig direkt aus Gmail annehmen. Einzelheiten erfährst du im Bericht von ONLINEMARKETING.DE.

DEHOGA Bayern: Söder unterstützt Forderung nach 7% MwSt.Satz im Gastgewerbe / Außer-Haus-Markt

Die Forderung nach einer Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf 7 Prozent ist nicht neu und wurde zuletzt immer wieder deutlich untermauert von DEHOGA Bayern Präsidentin und Chefin der Traditionsbrauerei Ayinger Angela Inselkammer. Diese Rufe scheinen Gehör zu finden. In seiner Presseerklärung am Donnerstag hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nun ebenfalls dafür ausgesprochen, im Gastgewerbe den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent einzuführen. food-service.de bringt die für Gastronomen gute Nachricht auf den Punkt.

Corona-Krisenmanagement: Berater und Bestsellerautor Prof. Fredmund Malik gibt Tipps / Wirtschaftsweiser

"Man kann versuchen, eine hochkomplexe Verkehrskreuzung mit einer komplizierten und teuren Ampellösung zu regeln. Man kann es aber auch mit einem Kreisverkehr machen – elegant, wirksam und billig, mit Senkung der Unfallraten um bis zu 60 Prozent." Fredmund Malik,  Professor für Unternehmensführung an der Universität St. Gallen, schildert im Gespräch mit Handelsblatt, warum Unternehmer gerade in Krisenzeiten Komplexität nicht mit Kompliziertheit verwechseln sollten und warum die Kybernetik ein anschauliches Beispiel dafür liefert, wie Führungskräfte die "Kunst des Steuerns" nutzen können, um effizient auf Unvorhergesehenes zu reagieren.

Unternehmerstimme: "Wie reagieren wir in zwei Jahren beim nächsten «unbekannten» Virus?" / Meinung

Georges Bindschedler ist promovierter Jurist, Verwaltungsratspräsident der SMH Verlag AG, die den «Schweizer Monat» herausgibt, und Unternehmer in Bern. In einem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung spricht Bindschedler öffentlich aus, was viele Unternehmer derzeit beschäftigt, jedoch aus Furcht als "Verharmloser oder Leugner" zu gelten, zumeist nur hinter vorgehaltener Hand. Selbstverständlich ist der Schutz von Menschenleben oberste Prioriät, doch sind die "Kollateralschäden" nachhaltig kalkuliert? Bindschedler fragt zurecht: "Wie reagieren wir in zwei Jahren beim nächsten «unbekannten» Virus? Mit einem weiteren zerstörerischen Lockdown? Was können wir noch tun, wenn die Wirtschaft nicht mehr anspringt?"

Diese Fragen sind insbesondere legitim, als der pandemische Ernstfall in Deutschland bereits im Jahr 2012 ausführlich durchexerziert wurde. Hierzu hat sich vor kurzem nun auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit einer Stellungnahme geäußert und stellt den zur damaligen Zeit erarbeiteten Risikoplan als PDF zur Verfügung. Bemerkenswert ist die Aussage des BBK bezüglich der praktischen Erfolge der aus den gleichen Steuergeldern bezahlten Risikoanalyse, wie die jetzigen Soforthilfemaßnahmen: 

"Ob und welche Maßnahmen in den Ländern auf Grundlage der Risikoanalyse 2012 getroffen wurden, entzieht sich unserer Kenntnis. Die Fortschreibung, Übung und Bereitstellung der nötigen Ressourcen liegt in der Verantwortung jeder einzelnen Behörde, jedes einzelnen Unternehmens, so z.B. auch vor allem der Unternehmen, die zu den Kritischen Infrastrukturen zählen."

Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt. Neue Ideen und Konzepte, disruptive Technologien und nachhaltiges Unternehmertum bilden ihre Interessenschwerpunkte. Zuvor war Kathleen als Content Creator für die Social StartUp-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig. Seit 2019 recherchiert die studierte Kulturwissenschaftlerin für dich alle Fakten und Zusammenhänge, die du in deinem Tagesgeschäft brauchst.