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22.07.2020

Unternehmerstory mit Stephan Wegerer von boostinnovation aus Schwaig bei Nürnberg

"Was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert werden." Daran besteht für Stephan Wegerer von boostinnovation kein Zweifel. Im Interview erläutert er, warum er fest an eine digitale Zukunft glaubt, was ihn am Methodenberatertum stört und was für ihn eine kompetente, manchmal radikale und dadurch erfolgreiche Beratung ausmacht.

Zur Neukundengewinnung in deiner Region

Stephan Wegerer von boostinnovation

Hallo Stephan, bitte stelle dich und boostinnovation kurz vor.

Mein Name ist Stephan Wegerer und ich arbeite seit ungefähr 20 Jahren im Themenbereich Strategie, Innovation und Digitalisierung.

Ich habe bereits in Unternehmen gearbeitet, zum Beispiel als Leiter der Digitalen Innovationsabteilung bei adidas, in Beratungen, beispielsweise als Partner in der Unternehmensberatung Weissman & Cie, und habe eigene Unternehmen gegründet und geleitet, wie die ITONICS GmbH, bei der ich als Managing Director tätig war.

Wie du dir vorstellen kannst, habe ich hierbei unglaublich viel Wissen und operative Expertise sammeln können, welche ich nun seit Januar 2018 in der boostinnovation als Experte, Berater, Begleiter und Speaker Unternehmen anbiete, welche sich zukunftsfit aufstellen wollen. 

Ich helfe Unternehmen und Unternehmern sowohl strategisch als auch operativ bei der Sicherung ihrer Zukunft und dabei, dass diese zu den Gewinnern des Marktes gehören werden, indem sie ihre jeweiligen Zukunftspotentiale bestmöglich nutzen.

Ich verfolge hierbei einen sehr kundenzentrierten Ansatz und daraus entstehen dann Marktchancen nach außen und Effizienzpotentiale nach innen.

Was ist der „Future-Fit-Check“?

Der „Future-Fit-Check“ ist ein kleines Tool, mit dem Unternehmen in maximal zehn Minuten checken können, in welchen Bereichen des Unternehmens sie bereits gut für die Zukunft vorbereitet sind und wo es noch deutliches Potential zur Verbesserung gibt. Jeder Teilnehmer bekommt zeitnah eine Auswertung von mir, wo aus meiner Sicht Handlungsbedarf besteht und kann mit dieser Erkenntnis dann frei verfahren.

Was unterscheidet deine Unternehmensberatung von Wettbewerbern, was sind deine Stärken und Besonderheiten?

Viele Wettbewerber betreiben eine reine Methodenberatung und die jeweiligen Berater haben entweder noch nie selbst die Herausforderung des Unternehmens, welches beauftragt, bewältigen müssen, oder nur einzelne Bestandteile der Aufgabe. Ich habe schon so viele Themen erfolgreich umgesetzt, dass neben der methodischen Grundlage noch handfestes Umsetzungs-Know-how hinzukommt. Ich arbeite alleine und habe keine Junioren aus irgendwelchen Universitäten, die sicherlich smart sind, aber eigentlich keine Ahnung haben. So bekommt der Kunde, für den ich entscheide zu arbeiten, meine volle Unterstützung. Kein Blabla, sondern echte Maßnahmen in den Bereichen Managementberatung, Unternehmensberatung, Unternehmensentwicklung, die das Unternehmen spürbar nach vorne bringen. Weiter können Unternehmen von meinem riesigen Netzwerk an Top-Experten profitieren, seien es Start-Ups, Agenturen oder Softwareanbieter.

Wer ist deine Zielgruppe und wie gewinnst du Neukunden aus diesem Bereich?

Meine Zielgruppe sind Familienunternehmen, die wirklich Lust haben, die Chancen zu nutzen, die die aktuelle Zeit bietet. Wir leben in Goldgräberzeiten, denn noch nie war es so einfach, durch die richtigen Maßnahmen erfolgreich zu sein. Denk nur daran, wieviele kostengünstige Vertriebskanäle es gibt, wie günstig High-End-Technologien heute zu erwerben sind und und und.

Meine Neukunden gewinne ich vor allem durch Key-Notes und Vorträge, die ich gebe, und durch zahlreiche Empfehlungen, die meine Bestandskunden aussprechen. Weiter versuche ich möglichst viel meines Wissens auf Business-Plattformen wie Linkedin oder Xing kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Du hast boostinnovation auf Zandura, unserer Plattform zur Neukundengewinnung, registriert. Warum? Was erwartest du von einer Unternehmerplattform?

Mir ist es extrem wichtig, dass Unternehmen aus Deutschland im internationalen Vergleich nicht abgehängt werden, denn der Mittelstand ist für den Wohlstand in unserem Land hauptverantwortlich. Dafür brauchen diese Unternehmen Unterstützung, weil ihnen oft noch die Kompetenz fehlt, die besten Entscheidungen zu treffen. Schon alleine deshalb ist es wichtig, dass Unternehmer den Vergleich haben und nicht irgendwelchen angeblichen Experten aufsitzen, die eigentlich keine Ahnung, sondern nur mal ein Buch gelesen oder irgendeinen x-beliebigen Onlinekurs zum Thema besucht haben.

Ich erwarte von Zandura, dass Unternehmer und Unternehmen einen guten Vergleich haben, wer ihnen wirklich weiterhelfen kann und wer der oder die Beste für sie ist.

Was sind deine sonstigen Marketing-Kanäle?

Wie schon erwähnt, bin ich Speaker bei Speakers Excellence und gewinne Neukunden durch extrem gute Key-Notes oder Vorträge, ich nutze Businessplattformen wie Linkedin oder Xing, ich werde sehr oft weiterempfohlen, ich bin Autor von Büchern wie „Digitaler Wandel in Familienunternehmen“ und habe natürlich eine Webseite, auf der ich viele Artikel veröffentliche oder kostenfrei Inhalte wie den „Future-Fit-Check“ oder eBooks anbiete.

Lässt der Berater sich beraten? Beispielsweise in Finanzangelegenheiten?

Selbstverständlich! Ich bin absolut überzeugter Fan von „Profitum“. Ich weiß ganz genau, was ich gut kann und was lieber ein Profi übernehmen sollte. Es ist einfach ein riesiger Unterschied, ob man als Amateur an einem Thema rumdoktert oder ob ein Profi gleich die richtigen Dinge tut.

Hatte der Corona-Lockdown Auswirkungen auf dein Geschäftsmodell? Wie sieht es derzeit aus? Und kannst du eine Prognose für die nächsten sechs Monate abgeben?

Ich bin ganz okay durch die Krise gekommen. Natürlich wurden leider all meine geplanten Vorträge als Speaker abgesagt und das hatte natürlich sowohl finanziell als auch hinsichtlich potentieller neuer Kunden negative Auswirkungen für mich. Aber es gibt immer Rückschläge im Leben und wichtig ist nur, wie man damit umgeht. Das Zauberwort heißt hierbei Resilienz.

Erkennst du vielleicht sogar Chancen, neue Wege oder eine neue Herangehensweise aufgrund der Corona-Krise?

Ich hoffe sehr für die Unternehmen da draußen, dass sie in Krisenzeiten nicht in Schockstarre verfallen, sondern jetzt – vielleicht noch mehr als früher – die Themen angehen, die gelöst werden müssen. Es kann doch eigentlich nicht sein, dass zum Beispiel noch so viele Unternehmen so hart mit Homeoffice-Themen zu kämpfen haben. Ich finde, jedes Unternehmen sollte sich mit flexiblem Arbeiten beschäftigen, denn darum geht es ja eigentlich im Kern. Mitarbeiter müssen jederzeit von überall auf der Welt produktiv sein können. 

Also ja, es besteht die Chance, dass Unternehmen krisenbedingt endlich verstehen, dass es Zeit ist zu handeln und sich durch die sinnvolle Verwendung von Technologie Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Welchen Stellenwert haben digitale Tools für dein Unternehmen? Was denkst du, wird Digitalisierung immer wichtiger für deine Branche?

Aktuell ist in der Branche die Verwendung von digitalen Tools noch sehr überschaubar. Ich nutze schon seit Jahren digitale Tools im Zuge der digitalen Strategieentwicklung, beispielsweise den Technologie-Radar, Trend-Radar, Szenario-Technik, Future-Roadmaps und so weiter.

Natürlich werden Projekt-Kollaborationstools wie Slack immer mehr Verwendung finden und Videokonferenztools wie Zoom. 

Skype oder Teams, aber auch das aus meinen Augen sehr unterbewertete und sichere Jitsi sind ja durch Corona bereits etabliert.

Also auch hier ein klares Ja! Die Digitalisierung wir überall wichtig, in allen Branchen in allen Unternehmen, denn was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert werden. Deshalb glaube ich ja auch schon lange nicht mehr an den Methodenberater, der bald digitalisiert werden wird, sondern nur noch an den wirklichen Experten, der wirklich in der Lage ist Unternehmen zu begleiten und zu beraten!

Danke für das Gespräch, Stephan!

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Über den Autor

Iris Kirchhoff

Ich bin seit Anfang 2020 im Redaktionsteam der unternehmenswelt.de, wo ich mich vorrangig um die Unternehmerstories kümmere. Ich habe selber 13 Jahre lang einen inhabergeführten Einzelhandel verantwortet und weiß, wie der Alltag eines Unternehmers aussieht. Schreiben kann ich, weil ich nach meinem Studium der Filmwissenschaften, American Cultural Studies und Publizistik als Pressereferentin und Texterin für deutsche und internationale Unternehmen tätig war.