eG | eingetragene Genossenschaft

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Bei dieser Gesellschaftsform handelt es sich um eine sog. Personenvereinigung. Das Unternehmen wird von natürlichen bzw. juristischen Personen gemeinsam und gleichberechtigt geführt und auch als genossenschaftlicher Geschäftsbetrieb bezeichnet. Genossenschaften verfolgen in erster Linie ökonomische Zwecke, was durch die gesetzlich vorgegebene Förderung der Mitglieder zum Ausdruck kommt.

Ergänzend muss angeführt werden, dass seit einer Gesetzesnovelle nunmehr auch soziale und kulturelle Zwecke bedient werden können. Aus diesem Grund findet mittlerweile auch hier der Zusatz "e. G." Verwendung. Das zentrale Anliegen von Genossenschaften ist, gemeinsame wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen. Die eingetragene Genossenschaft ist eine juristische Person. Miteigentümer bzw. Träger von Genossenschaften sind zugleich Geschäftspartner und Eigenkapitalgeber.

Was die Haftung der Mitglieder anbelangt, ist eine Begrenzung für getätigte Geschäfte auf das Vermögen der e. G. möglich. Die Mitglieder der eingetragenen Genossenschaft haften also nicht mit dem vollen Privatvermögen, was diese Gesellschaftsform sehr interessant machen kann. Wichtig ist dabei die folgende Unterscheidung. Bei bespielsweise den Wohnungsbaugenossenschaften und Genossenschaftsbanken sind die Mitglieder auch zugleich Geschäftspartner. Bei beispielsweise den Handelsgenossenschaften sind die Mitglieder hingegen als Unternehmer anzusehen.


In Deutschland ist fast ausschließlich die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft relevant. Nicht eingetragene Genossenschaften sind zwar möglich, spielen in der Praxis aber so gut wie keine Rolle. Tatsächlich vergleichbar ist die e. G. in mancher Hinsicht mit einem eingetragenen Verein (e. V.) und quasi eine Weiterentwicklung des sog. wirtschaftlichen Vereins.

Die organisatorischen Aufwendungen bei einer Gründung fallen auf Seiten der Genossenschaft allerdings höher aus. Eine e. G. muss aus mindestens drei Gründern bestehen und ist in das Genossenschaftsregister des zuständigen Amtsgerichts einzutragen. Die Satzung der Genossenschaft muss über einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestinhalt verfügen. Darüber hinaus ist die Mitgliedschaft in einem Genossenschaftsverband, der u. a. rechtlich, steuerlich und betriebswirtschaftlich betreuen soll, Pflicht.

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