Wie du NFT erstellst und handelst

Die NFT-Technologie wird ein Milliardenmarkt und bietet auch für Unternehmen neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten das eigene Marketing zu pushen. Meist werden fertige NFT-Bilder gekauft und verkauft. Wie man jedoch ein NFT selbst erstellt und eventuell handelt, ist vielen noch unklar. Wir fassen dir dazu das Wichtigste in einer Übersicht zusammen.

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Wie du NFT erstellst und handelst

NFT starten im Jahr 2022 durch

Spätestens seit den Erfolgen von CryptoPunks, CryptoKitties und der Versteigerung des digitalen Werkes "Everydays" bei dem renomierten Auktionshaus Christie`s für umgerechnet rund 69 Millionen Dollar haben NFT den Mainstream erreicht. Analysten von  Goldman Sachs schätzten das Marktvolumen im Oktober 2021 auf 17 Milliarden Dollar. Einige Experten sehen in 2022 mit einer NFT-Revolution den Durchbruch der NFT-Technologie.

Wie du NFT im Untenehmen einsetzen kannst, ist vielfältig. Nicht nur Stars, Künstler und professionelle Gamer können von der auf der Blockchain-Technologie basierenden Dokumente profitieren. Dabei setzen diese vermehrt auf bestehende NFT. 

Wie erstellt und handelt man eigene NFT?

Die Erstellung eines NFT und dessen Verkauf ist frei möglich. Jedoch müssen dafür einige Voraussetzung erfüllt sein. So musst du die Urheber- oder Eigentumsrechte an dem zu digitalisierenden Dokument haben, insbesondere wenn du das NFT wieder verkaufen möchtest. NFT-Portale können diesen Aspekt schwer prüfen.

Du benötigst für die Erstellung und den Handel mit NFT eine Krypto-Wallet und entsprechende Krypto-Coins. Dies bekommst du meist auf dem von dir ausgewählten Marktplatz mit angeboten. In der Krypto-Wallet werden dann die NFT und Coins gehalten. Mit den Krypto-Coins bezahlst du anfallende Gebühren und wickelst die Zahlung beim Verkauf der eigenen NFT ab.

Sind die Bedingungen erfüllt und der Marktplatz ausgesucht, ist der Ablauf meist der folgende:

  1. Prägung oder Minting: Bezeichnet die Prägung deines Dokuments auf der Blockchain. Beachte, dass du die einmal gespeicherte Datei nicht mehr bearbeiten kannst. Schliesslich garantiert das die Einzigartigkeit und Unveränderlichkeit deines NFT.
  2. Upload: Dein Dokument wird auf die Plattform hochgeladen. Zusätzlich werden weitere Informationen zur Datei gefordert. meist ist dies ein Namen für das NFT sowie eine Beschreibung. Auch kann die Story zum NFT angegeben werden oder was das Alleinstellungsmerkmal deines NFT ist.
  3. Payment: Damit du dein NFT handeln kannst, muss es für potentielle Käufer freigegeben werden. Über einen Sell-Button, aktivierst du die Kaufoption. Dazu kannst du Krypto-Coins auswählen, welche du als Zahlungsmittel akzeptierst. Ausserdem legst du die Verkaufsoptionen fest, wie etwa Verkauf zum Festpreis oder via Auktion. Bei der Auktionsfunktion musst du dann noch weitere Optionen festlegen. Auch kannst du hier Smart Contracts anlegen, wie etwa den Prozentsatz, den du als NFT Ersteller immer erhältst, wenn der NFT den Besitzer wechselt.

Interessierte Käufer können dein NFT nun auf dem Marktplatz sehen, es kaufen oder Gebote abgeben.

Welche Markplätze gibt es?

Willst du einen eigenen Non-Fungible Token erstellen, kaufen oder verkaufen, benötigst du Zugang zu einer entsprechenden Handels-Plattform. Zu den bekanntesten Handelsplätzen, wo du deine selbst erstellten oder gekauften NFT handeln kannst, sind unter anderem:

  • Binance
  • FTX
  • OpenSea
  • Nifty Gateway
  • SuperRare
  • Rarible

Die Anmeldeprozedere sind bei den meisten Plattformen gleich. Auch kannst du dort dein FIAT-Geld wie Euro oder Dollar in Kryptowährungen tauschen. Plattformen wie SuperRare schalten noch selektierende Prozesse vor einen Verkauf, um exklusiv zu sein.

Auf welchen Blockchains basieren NFT?

Die meisten NFT-Prägungen finden derzeit noch auf der Ethereum-Blockchain statt. Daher ist in den meisten Fällen der Kauf von der Kryptowährung "Ether" eine Voraussetzung für das Erstellen und Verkaufen deines NFT. Darüberhinaus unterstützen folgende Blockchains die Erstellung von Non Fungible Token:

  • Ethereum
  • Solana
  • Binance Smart Chain
  • Polkadot
  • Tron
  • EOS
  • Tezos
  • Kosmos
  • WAX

Willst du dein NFT in einem bestimmten Metaversum verwenden oder auf besonderen Marktplätzen handeln, dann solltest du die Blockchain entsprechend danach auswählen. Dies gilt auch für den Aspekt der Nachhaltigkeit von Blockchains.

Was kostet die Erstellung eines NFT?

Die Kosten für das Erstellen und das Verkaufen eigener NFT sind je nach Plattform unterschiedlich. Auf vielen Marktplätzen können NFT inzwischen kostenlos erstellt werden, wodurch sich das NFT-Angebot und somit die Konkurrenz erhöht.

Welche Plattform du für die Erstellung und den Handel mit eigenen NFT verwendest, solltest du also im Voraus vergleichen. Anbieter, bei welchen du dein NFT kostenlos erstellen kannst, verlangen dafür beim Handel eine Verkaufsgebühr in Prozent vom Verkaufspreis.

Diese "Wechselgebühr" wird fällig, da der Verkauf noch auf der jeweiligen Blockchain gespeichert werden muss. Dieses erneute Prägen bzw. Minting muss von der Blockchain an die dafür bereitgestellten Rechenleistung oder an Staker honoriert werden. Dies können auch sogenannte Gasgebühren sein, wie die Transaktionsgebühren von der Ethereum-Blockchain.

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Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat die letzten 20 Jahre erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung von Gründern und Unternehmer aufgebaut. Damals wie heute adressiert er gemeinsam mit seinem Team Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern. Daraus entstanden ist auch unternehmenswelt.de, die mittlerweile größte Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern.

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