21.05.2018

Ethereum – alle Fakten zum smarten Coin

Ethereum ist hinsichtlich Marktkapitalisierung hinter Bitcoin auf Platz 2 anzusiedeln. Erfahren Sie mehr zum Coin.

Nach dem Start mit Bitcoin in der letzten Woche, führen wir unsere Vorstellung der wichtigsten Coins fort und widmen uns zunächst Ethereum. Dieser Cryptocoin ist hinsichtlich Marktkapitalisierung der Zweitplatzierte und auch sonst ein digitaler Zeitgenosse mit interessanten Features.

Ethereum

Eine kurze Geschichte des Coin Ethereum

Vitalik Buterin, ein kanadischer Programmierer mit russischen Wurzeln, steckt hinter dem Ethereum Konzept. Er erdachte und konzipierte das Wesen der Crypto-Währung 2013. Erstmals implementiert wurde es dann 2 Jahre später. Die zugehörige Währung ist der Ether. Mit aktuell knapp unter 700 USD pro Ether-Coin notiert die Krypto-Währung im Vergleich zu Bitcoin recht bescheiden. Doch das kann nicht von ihren besonderen Stärken ablenken.

Das Chamäleon unter den Coins genießt mit hohen Nutzerzahlen ungeheure Beliebtheit, die auch nach fork 2016 (Abspaltung von Ethereum Classic) ungebrochen ist. Die Ethereum Blockchain wächst seither unaufhörlich und ihr smartes Concept ist im Gegensatz zu Bitcoin nicht nur imstande besonders Bereiche des Finanzwesens zu revolutionieren (Bitcoin vs PayPal). Es kann ebenso unabhängig von vielfältigen Anwendungsbereichen im Bereich Datenverfügungsgewalt und Datensicherheit ein grundlegendes Nutzerproblem im Netz lösen. Manche sprechen gar vom ‚WorldComputer‘ Ethereum, der Server- und CloudHosting- Anbietern künftig Konkurrenz machen wird.

Das Wesen von Ethereum

Ethereum ist neben einem reinen Datenprotokoll, wie der Blockchain, ein intelligentes Anwendungsprogramm. Dieses kann für jeden gewählten Zweck mithilfe vorgefertigter Algorithmen (DApp's=Decentralized Apps) Befehle in der Blockchain generieren, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Die korrekte Ausführung der DApp's obliegt dabei der systemimmanenten Ethereum Virtual Machine (EVM). Will ich also, dass bei Aktion X Voraussetzung Y erfüllt ist, um Aktion Z zu starten, generiere ich einen Algorithmus via DApp, der fortan via EVM greift.

Immer wenn die durch den Algorithmus vorgegebenen Parameter durch eine Handlung in der Blockchain an den Nodes aktiviert werden, triggert dieser quasi im Sinne seines „Erzeugers“ diesen Moment. Das liefert dann die inhaltliche Vorbedingung für die nächste Aktion oder das zu wünschende Ergebnis. Das Ganze ist ein Beispiel für einen smarten contract, den Ethereum für unterschiedliche Zwecke anwenden kann (Finanzwesen, Supply Chain Management, Internet of Things, Datensicherheit im Netz).

Die Zukunft von Ethereum

Ethereum ist ein absolut vielversprechendes Projekt, das aufgrund seiner hohen Anwendungsbreite in der digitalen Wirtschaftswirklichkeit 4.0 einen entscheidenden Platz einnehmen kann. Lediglich hinsichtlich Performance gilt es im Haus der Entwickler in Zukunft weiter zu optimieren. Durch das dezentrale Prinzip der Blockchain laufen alle smart contracts immer an allen Nodes parallel und in Echtzeit. Das kann bei hohem Nutzeraufkommen und vielen gleichzeitig abzuwickelnden smart contracts zu verlangsamten Laufzeiten führen. Dieses dezentrale Wesen der Blockchain ist andererseits auch wieder Segen, wenn es um Datensicherheit geht. Keine Krake wird den Nutzer heimsuchen. Einmal gelöscht oder verändert, verschwindet oder passt sich diese Info an allen Stellen des Netzwerkes an.

Kurzum bleibt zu sagen, dass Ethereum abseits von reiner Wertnotation an Handelsplätzen und geschürften Coins einen spannenden ersten Einblick in die technischen Möglichkeiten bietet, die hinter den Crypto-Währungen im Einzelnen stecken.

In der nächsten Woche werden wir uns anschauen, was diesbezüglich im Hause Ripple und Litecoin getüftelt wird. Alle Fakten zum Bitcoin finden Sie hier.  – Stay crypton!

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Als freie Texterin fokussiert sie sich auf die Themen Nachhaltigkeit, innovative Entwicklungskonzepte und responsible tourism. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen.

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
18.08.2018

Crypto News der Woche 33/2018

Wir stellen die Õpet – Foundation vor und Nick Szabo in unserem Crypto-Portrait vor. Außerdem haben wir die wichtigsten Branchennews der Woche.

Crypto News der Woche 33/2018

Kursverfall- und Prognosen beschäftigen die Crypto – News und die Anleger. Erfreulicheres hingegen dürfen mittelfristig Kunden verschiedener internationaler Airlines erwarten, deren Blockchain – Initiativen teilweise erhebliche Beschleunigungen im Flugverkehr versprechen. - Unsere Crypto – News im Wochenrückblick!

17.08.2018

Nick Szabo – der smarte Kopf hinter den Smart Contracts

Vertragsregeln für die Blockchain mit juristischem Sachverstand - Lesen Sie hier mehr zu spannenden Crypto-Persönlichkeiten

Nick Szabo – der smarte Kopf hinter den Smart Contracts

Der studierte Informatiker und Rechtswissenschaftler Nick Szabo ist wie kein zweiter dafür verantwortlich, dass aus dem bloßen Transaktionsregister Blockchain ein dynamisches Anwendungstool für unterschiedlichste Bereiche entsteht. Das von ihm entwickelte Konzept der Smart Contracts macht eine vertragsrechtlich fundierte Interaktion zwischen digitalen (Handels)-Partnern erst möglich. Warum er darüber hinaus als heißer Kandidat für die wahre Identität von Satoshi Nakamato gehandelt wird, betrachten wir im aktuellen Crypto – Porträt der Woche!

15.08.2018

Wie die Õpet – Foundation den globalen Bildungsmarkt reformieren will

Beat the Prof! – Mit AI und Blockchain spielend durch´s nächste Examen - Wir stellen die Vision von Õpet vor.

Wie die Õpet – Foundation den globalen Bildungsmarkt reformieren will

Noch bis zum Ende September ist der Private Sale der Õpet Foundation für die Plattform eigenen Õpet Token offen. Im Rahmen seines aktuellen ICO will das Team aus Singapur um CEO Wilson Wang so 40% von insgesamt 100 Millionen Token in Umlauf bringen und entsprechendes Startkapital generieren, das in die nächsten Schritte der ambitionierten Unternehmens – Roadmap fließen soll.

unternehmenswelt