24.01.2011

Unternehmen setzen auf Mitarbeiterbindung

Fachkräfte müssen nicht nur eingestellt, sondern auch gehalten werden

Das Thema, was bereits zum Jahresende viel diskutiert wurde, bleibt auch in diesem Jahr sehr präsent: der Fachkräftemangel. Die Wirtschaft steht aber jetzt nicht mehr einfach nur vor der Aufgabe, qualifiziertes Personal zu finden und einzustellen, sondern die heiß begehrten Mitarbeiter auch in den Unternehmen zu halten. Mitarbeiterbindung wird daher zu einem Schlagwort in der Personalpolitik.

Das Thema, was bereits zum Jahresende viel diskutiert wurde, bleibt auch in diesem Jahr sehr präsent: der Fachkräftemangel. Die Wirtschaft steht aber jetzt nicht mehr einfach nur vor der Aufgabe, qualifiziertes Personal zu finden und einzustellen, sondern die heiß begehrten Mitarbeiter auch in den Unternehmen zu halten. Mitarbeiterbindung wird daher zu einem Schlagwort in der Personalpolitik.

Das aktuelle Personal-Panel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), bei dem 1.853 Personalverantwortliche aus großen, mittleren und kleinen Unternehmen befragt wurden, zeigt, dass Unternehmen vor allem in diesem Jahr auf Mitarbeiterorientierung setzen werden. Die Bindung der Mitarbeiter in allen Phasen, ob bei guter oder auch schlechter Auftragslage, hat dabei oberste Priorität. Die Zahlen zeigen, dass Schwankungen der Nachfrage oder schlechte Auftragslagen meist zuerst über den Abbau von Überstunden oder das Abschmelzen von Guthaben auf Arbeitszeitkonten abgefedert werden sollen. Zwei Drittel der Unternehmen haben die Führungskräfte konkret damit beauftragt, die Arbeitszufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu verbessern; von den Großunternehmen ab 250 Beschäftigte tun dies fast drei Viertel. Hier spielen beispielsweise die regelmäßige Durchführung von Anerkennungs- oder Beurteilungsgesprächen eine Rolle.

Rund 58 % der Personaler sind in den Unternehmen aufgefordert, die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter aktiv zu stärken. Im Mittelstand ist dies sogar bei knapp zwei Dritteln der Fall. Auch die Überprüfung der Führungskultur durch Befragungen der Mitarbeiter hinsichtlich der Führungsqualität ihrer Vorgesetzten findet in einigen Unternehmen statt. Vier von zehn Unternehmen vereinbaren mit ihren Mitarbeitern entgeltwirksame Ziele. Sieben von zehn der befragten Unternehmen setzen beispielsweise auf eine familienfreundliche Personalpolitik. Genauso viele gewähren ihren Mitarbeitern Freiräume, um Ideen zu entwickeln und rund die Hälfte fördert die Teilnahme der Mitarbeiter an innerbetrieblichen Arbeitskreisen.

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Kristin Lux

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