25.11.2010

Venture Capital: Wenig Geld für Hightech-Gründer

Deutsche Unternehmen greifen selten auf Wagniskapital zurück

Ihr Kostenfreies Unternehmensprofil

  • Finden Sie Kunden und Geschäftspartner
  • Präsentieren Sie Ihre Produkte und Dienste
  • Exklusiv für Gründer und Unternehmer

Um die Gründung und den Aufbau eines Unternehmens voranzutreiben, setzen junge Hochtechnologieunternehmen auf Wagniskapital. Dabei stellt ein Kapitalgeber vollhaftendes Eigenkapital oder kapitalähnliche Finanzierungsinstrumente zur Verfügung. Aus einer Studie geht jetzt jedoch hervor, dass junge deutsche Technologieunternehmen nur in geringem Maße auf Wagniskapital von privaten Investoren zurückgreifen.

Um die Gründung und den Aufbau eines Unternehmens voranzutreiben, setzen junge Hochtechnologieunternehmen auf Wagniskapital. Dabei stellt ein Kapitalgeber vollhaftendes Eigenkapital oder kapitalähnliche Finanzierungsinstrumente zur Verfügung. Aus einer Studie geht jetzt jedoch hervor, dass junge deutsche Technologieunternehmen nur in geringem Maße auf Wagniskapital von privaten Investoren zurückgreifen.

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln veröffentlichte Studie „Der deutsche Wagniskapitalmarkt - Ansätze zur Finanzierung von Gründern und Mittelstand“ zeigt, dass im Jahr 2008 in Deutschland lediglich 0,06 % des Bruttoninlandsproduktes als Venture Capital für Gründungen von Hightech-Unternehmen zur Verfügung stand. Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt war der Anteil doppelt so hoch. Der Markt für Risikokapital zeigt sich am großzügigsten in Großbritannien: Hier haben die Kapitalgeber 2008 fast 0,4 % der Wirtschaftsleistung in junge Unternehmen investiert.

Die Studie macht auch deutlich, dass die aktiven Venture-Capital Fonds in Deutschland oft aus staatlichen Mitteln gespeist werden. Zwischen 2005 und 2009 haben diese Fonds insgesamt rund 3 Milliarden Euro eingeworben - davon stammt knapp die Hälfte aus öffentlichen Quellen. Das IW Köln stellt im Rahmen dieser Untersuchung fest, dass die in Deutschland für den Wagniskapitalmarkt geltenden Rahmenbedingungen einer Verbesserung bedürfen. Anreize könnten beispielsweise geschaffen werden, indem die Investoren Verluste aus erfolglosen Gründungsprojekten einfacher mit den Gewinnen aus anderen Vorhaben verrechnen könnten, so das IW Köln.

Über den Autor

Kristin Lux

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
19.12.2016

Unternehmernews der Woche 50/2016

Unternehmerstory mit Reinhard Gross, Expansionspläne Jamie's Italian, futureSAX 2017 uvm.

Unternehmernews der Woche 50/2016

Die letzten Wochen von 2016 laufen. Wir haben alle Infos für einen erfolgreichen Start in 2017 - neue Gesetze und Regelungen sowie die ersten Termine für unsere kostenfreien Existenzgründerseminare im neuen Jahr - zusammengefasst. Welche Themen Sie außerdem auf keinen Fall verpassen dürfen, lesen Sie in den Unternehmernews der Woche.

22.08.2017

So will Baden-Württemberg zur gründerfreundlichsten Region Europas werden

Neuer Wagniskapitalfonds für Baden-Württembergs Unternehmen

So will Baden-Württemberg zur gründerfreundlichsten Region Europas werden

Baden-Württemberg will mit einem neuen Wagniskapitalfonds Technologieunternehmen in der Wachstumsphase fördern und hat dazu den Venture Capital-Fonds LEA Venturepartner mit einem Volumen von 50 Mio. Euro ins Leben gerufen. Dieser ist Teil der Gründungsoffensive Start-up-BW und soll Baden-Württemberg zu einer der gründungsfreundlichsten Regionen Europas machen.

27.12.2016

Unternehmernews der Woche 51/2016

Franchiseübernahme Joey's Pizza, KfW-Unternehmerkredit im Fördermittelcheck uvm.

Unternehmernews der Woche 51/2016

Wir hoffen Sie konnten die Weihnachtstage nutzen, konnten etwas Kraft tanken und sind nun bereit mit den wöchentlichen Unternehmernews bestens informiert ins neue Jahr zu starten. Wir haben die wichtigsten Informationen wieder für Sie zusammengefasst und wünschen Ihnen, unseren Lesern, Mitgliedern und Partnern einen grandiosen Rutsch ins neue Jahr.

unternehmenswelt