21.11.2013

Crowdfunding und Paypal

Warum Paypal in der Vergangenheit Crowdfundingkapital nicht ausgezahlt hat

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein erfolgreiches Crowdfunding durchgeführt. Durch ein durchdachtes Marketing haben sich viele Interessenten zusammengefunden, um in Ihre Geschäftsidee zu unterstützen. Dabei sind tausende oder gar hunderttausende Euro zusammen gekommen. Nun wollen Sie das Geld von Ihrem Paypal-Konto auf Ihr Geschäftskonto überweisen, um endlich anzufangen. Doch das können Sie vergessen. Denn Paypal hat Ihr Konto gesperrt.

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein erfolgreiches Crowdfunding durchgeführt. Durch ein durchdachtes Marketing haben sich viele Interessenten zusammengefunden, um in Ihre Geschäftsidee zu unterstützen. Dabei sind tausende oder gar hunderttausende Euro zusammen gekommen. Nun wollen Sie das Geld von Ihrem Paypal-Konto auf Ihr Geschäftskonto überweisen, um endlich anzufangen. Doch das können Sie vergessen. Denn Paypal hat Ihr Konto gesperrt.

So erging es in der Vergangenheit einigen Startups, Musikern und Game-Designern, die ihre Idee mit Crowdfunding finanzieren wollten. Hierbei wurde das Kapital, welches auf dem Paypal-Konto eingegangen ist, ohne Vorankündigung gesperrt. Grund hierfür ist der von Paypal gewährte Käuferschutz. Werden nämlich Leistungen, die der Käufer über Paypal bezahlt, nicht geliefert, kann der Käufer durch den Käuferschutz (also durch Paypal) entschädigt werden.

Dieses Prinzip würde nach den derzeitigen Regelungen auch beim Crowdfunding greifen. So könnten Unterstützer einer Crowdfundingkampagne beim Scheitern der Geschäftsidee (und somit oftmals der Nichtlieferung von bestimmten Leistungen) sich das Geld von Paypal zurückholen. Dieses Risiko wollte Paypal oft nicht eingehen. Das Geld sollte erst ausbezahlt werden, wenn das Projekt umgesetzt wurde.

Dieses Vorgehen würde natürlich die Idee des Crowdfunding ad absurdum führen. Der wachsende Erfolg von Crowdfunding hat nun aber dazu geführt, dass Paypal an Regelungen arbeitet, den Käuferschutz beim Crowdfunding auszuklammern. Nutzer die Crowdfundingprojekte unterstützen, gehen nämlich das bewusste Risiko ein, dass ihr unterstütztes Projekt auch scheitern könnte. Ob diese neuen Regelungen aber auch in Kraft treten werden, steht noch nicht fest.

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Sven Philipp

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