29.06.2021

Geschäftsvorschau: GFK Konsumklima wächst

Das GFK Konsumklima steigt, sprich deine Kunden sehen positiv auf ihre Einkommenssituation - wodurch auch ihre Anschaffungsneigung wächst, sodass du entsprechend mit höheren Umsätzen rechnen kannst. Neben dem Exportgeschäft zieht also auch die Binnennachfrage an. Jedoch dämpfen politische Einschränkungen wie die Maskenpflicht weiter den Konsum.

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Geschäftsvorschau: GfK Konsumklima wächst

Optimistische Kunden

Deine Kunden sind aktuell sehr zuversichtlich, was die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland betrifft. Dies erfragte das Marktforschungsinstitut GfK in seiner „GfK-Konsumklima MAXX“ Studie. Die dabei angehörten 2.000 Verbraucher waren höchst optimistisch. Ihre Konjunkturerwartungen legten nach dem sprunghaften Anstieg im letzten Monat noch einmal deutlich zu. 

Der entsprechende Indikator stieg nach einem Plus von 17,3 auf jetzt 58,4 Punkte. Damit liegt die Konjunkturprognose deiner Kunden auf dem höchsten Wert seit mehr als zehn Jahren. Denn der letzte so hoch angesehene Wert ist mit 59 Punkten aus dem Monat Februar 2011.

Konsumlaune steigt

Laut Berechnungen des Marktforschungsinstituts GfK hat sich das deutsche Konsumklima erheblich verbessert. Die Marktforscher prognostizieren für Juli einen Anstieg ihres Konsumklimaindex um 6,6 auf Minus 0,3 Punkte.

„Wir lassen den Lockdown mehr und mehr hinter uns. Stark sinkende Inzidenzen sowie signifikante Fortschritte beim Impfen erlauben immer umfangreichere Lockerungen bzw. Öffnungen. Zudem ist nun auch Urlaub wieder möglich. Dies sorgt für steigenden Optimismus, der sich auch in der besseren Konsumstimmung ausdrückt.“ Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte

Binnenkonjunktur zieht an

Eine „spürbare“ Erholung des privaten Konsums wird nach den Forschern mit den Aussichten in der zweiten Jahreshälfte 2021 wahrscheinlicher werden. Bislang wurde das Wirtschaftswachstum in erster Linie durch die gute Exportwirtschaft, speziell im Warenverkehr mit den grossen Volkswirtschaften wie China und den USA getragen.

Mit der Erholung des privaten Konsums steigt die Binnennachfrage. Das Binnengeschäft leiste damit auch wieder einen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung so das GfK. 

In das Konsumklima fließen unter anderem die sogenannte „Anschaffungsneigung“ plus die „Einkommenserwartung“ ein. Länger betrachtet, bewege sich das aktuelle Konsumklima jedoch immer noch auf einem Niveau, welches unterhalb des langjährigen Durchschnitts liegt.

Einkommenserwartung wieder auf Vorkrisenniveau

Wie die Konjunkturerwartung legt auch die Einkommenserwartung im Juni „spürbar“ zu. Der Indikator steigert sich um 14,6 Punkte hinzu und beträgt 34,1 Punkte. Damit verzeichnete die Einkommensstimmung das beste Ergebnis seit Beginn der Krise. Damit hellt sich die Einkommenserwartung im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 27,5 Punkte auf.

Durch die stufenweisen Öffnungen etwa in der Außen- und Innengastronomie, verbessere sich die Einkommenssituation einer Reihe von Beschäftigten. So können gerade Mitarbeiter in der Gastronomie jetzt wieder Trinkgelder erwirtschaften. Dies wirkt sich entsprechend auch positiv auf die Einkommenserwartungen aus. 

Anschaffungsneigung mit moderaten Zuwächsen

Die Zuwächse in der Einkommensaussicht wirken sich natürlich auch auf die Anschaffungsneigung aus. Der dadurch verbuchte Anstieg fällt laut GfK Forschern jedoch wesentlich moderater aus. Der Indikator dafür kann ein Plus von 3,4 Zähler verbuchen und weist damit aktuell 13,4 Punkte auf.

Trotz der stufenweisen Geschäftsöffnungen und Rücknahme der politischen Wirtschaftsbeschränkungen, bleiben eine Reihe von Branchen wie vor allem im Dienstleistungsbereich weiter stark eingeschränkt.

Als Beispiel wird dabei  der Veranstaltungsbereich genannt. Zudem bestehe laut GfK auch weiter die Maskenpflicht beim Einkaufen, welche die „Freude am Einkaufserlebnis“ auch zukünftig in Grenzen halten dürfte.

Nachholeffekte ausnutzen

Es zeige sich, dass es aber auch zu sogenannten Nachholeffekten bei Verbraucherausgaben kommen werde. Auf Dinge die im vergangenen Jahr nicht möglich waren, entsteht somit ein "Run". Wir zählen nachfolgend beispielhaft solche Konsumbereiche auf:

  • Friseur- und Kosmetiktermine
  • Restaurantbesuche
  • Reisen
  • Kultur- und Sportevents
  • Bekleidungskauf

Geimpfte blicken deutlich besser in die Zukunft

Laut GfK-Befragung blicken gegen den aktuellen Virus geimpfte Menschen positiver in die Zukunft als Nichtgeimpfte. Von den Verbrauchern sehen noch 42 Prozent die Krise als große wirtschaftliche Bedrohung an. Bei den vollständig Geimpften sind lediglich 28 Prozent gemessen worden, welche sich wirtschaftliche Sorgen wegen der Krise machten.

Inwieweit die öffentliche Meinungsmache dieses Ergebis fördert wurde nicht untersucht.

Weitere Geschäftsaussichten für dich als Unternehmer:

ifo Konjunkturprognose Sommer

Die neueste Konjunkturprognose des ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V (ifo) für dieses Jahr ist veröffentlicht. Die deutsche Wirtschaft hat zu Jahresbeginn nochmals an Kraft verloren. Ein Neustart fällt aktuell schwer. Es soll aber laut ifo besser werden.

DIW Wirtschaftsprognose für Unternehmer

Was dich als Unternehmer erwartet, hat jetzt das Institut für Wirtschaftsforschung aus Berlin veröffentlicht - die Lockerungen der Krisenpolitik sind ein Anfang, bedeuten für viele Unternehmen aber auch das Ende - wie es um deine Gewinne steht und was die Erholung der Weltwirtschaft damit zu tun hat, haben wir für dich zusammengefasst.

Franchisetrend: Nachhilfe und Lieferdienst

Schnell mit einem erfolgreichen Geschäftsmodell starten oder umsatteln, das ist mit Franchise möglich. Wir zeigen dir mit der Nachhilfe und als Lieferdienst zwei aktuelle Franchisetrends auf.

Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat die letzten 20 Jahre erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung von Gründern und Unternehmer aufgebaut. Damals wie heute adressiert er gemeinsam mit seinem Team Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern. Daraus entstanden ist auch unternehmenswelt.de, die mittlerweile größte Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern.

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